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Kauffaktoren für faltbare Solarmodule

Faltbare Solarmodule sind eine flexible Lösung für mobile Stromversorgung – insbesondere beim Camping, auf Booten oder im Outdoor-Einsatz. Die Kaufentscheidung hängt von mehreren technischen und praktischen Faktoren ab, die je nach Einsatzbereich unterschiedlich gewichtet werden sollten.

Gewicht & Maße
Leistung und Wirkungsgrad
Wasserfestigkeit und Robustheit
Aufbau und Handhabung
Kompatibilität und Anschlussmöglichkeiten 

Gewicht & Maße 

Die meisten faltbaren Solarmodule sind handlich und zusammengefaltet in kofferform transportierbar. Es gibt jedoch Module, die alles andere als für den Campingbereich geeignet sind. So hat EcoFlow mal ein 400W-Modul rausgebracht, in dem Glas eingefasst war. Das war ein Riesentrümmer und wog 16kg. Mag sein, dass es dadurch stabil steht, aber wenn man es im Wohnmobil transportieren muss, ist es äußerst unpraktisch. 

Es bietet sich also an, nicht nur auf das Aufstellmaß des Faltmoduls zu achten, sondern auch auf das Packmaß. Hier kann es helfen, mal ein Stück Karton mit dem Packmaß zurecht zu schneiden und dieses ins Wohnmobil zu nehmen. Dann hat man zumindest von der Größe des faltbaren Panels eine Vorstellung.

Ausgefaltet sollte das Modul auch so klein wie möglich sein. Je kleiner, desto weniger windanfällig. Grundsätzlich ist es so, dass Module einer Leistungsklasse mit hohem Wirkungsgrad kleiner sind als mit niedrigem Wirkungsgrad. Bei der Auswahl des faltbaren Solarmoduls macht also ein erster Blick auf den Wirkungsgrad Sinn. 

Leistung und Wirkungsgrad 

Womit wir beim nächsten Kapitel sind. Der Wirkungsgrad entscheidet also über die Größe des Solarmoduls. Er besagt nichts über Ertrag bei widrigen Wetterverhältnissen o.ä. aus. Ein Wirkungsgrad von 22% oder größer ist anzustreben. Damit weiß man bei der Auswahl, dass man bzgl. Kompaktheit alles richtig gemacht hat. 

Die Leistung eines Moduls sollte zur Powerstation oder Batterie passen. Grob kann man die Kapazität einer Powerstation durch die Leistung des Moduls teilen. Dann hat man näherungsweise die Ladezeit in Stunden. Da man selten die optimale Sonneneinstrahlung (1000W/qm) erwischt, sollten noch 20-25% zugerechnet werden. Hat man also eine 500Wh große Powerstation und schließt ein 100W-Modul im Sommerhalbjahr an, kann man mit einer ungefähren Ladezeit von 500Wh/100W = 5 x 1,25 rechnen. Also in etwa 6,25 Stunden sollte diese aufgeladen sein. 

Grundsätzlich sind höhere Spannungen bei Modulen zu bevorzugen. Powerstationen und Laderegler sind von ihrer Leistungsaufnahme begrenzt. So haben viele Powerstationen eine Leistungsaufnahme von 15A. Nehmen wir mal an, diese lässt auch 60V zu. Wenn ich nun faltbare 15A-Module mit 20V anschließe, erreiche ich eine Leistung von 15Ax20V= 300W. Hat das Solarmodul eine Spannung von 40V, erreiche ich hingegen 15Ax40V= 600W. Es gilt aber unbedingt, die Maximalspannung der Powerstation nicht zu überschreiten, da diese sonst Schaden nimmt. 

Wasserfestigkeit und Robustheit 

Faltbare Solarmodule müssen nicht unbedingt ins Trockene, wenn es mal regnet. Da sie meist ein Trägermaterial aus Nylon haben, sollten sie immer erst trocknen und dann zusammengefaltet werden - ansonsten gibt es Schimmel! Das ist ähnlich wie bei einem Zelt, das feucht zusammengefaltet wird. Also am besten gleich mit dem Modul rein, bevor der Regen beginnt. 

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, das Solarmodul nicht zu sehr zu biegen. Beim Biegen können Haarrisse entstehen, die für Hotspots in den Modulen sorgen. Durch diese Hotspots verlieren die Module an Leistung. Sind die einzelnen Segmente des Faltpanels verstärkt (durch einen Rahmen oder eine Rückplatte), umso besser! 

Wenn möglich, sollte das Solarmodul eine ETFE-Oberfläche haben. Diese hat eine hohe Lichtdurchlässigkeit, ist sehr UV-beständig und bietet einen Schutz gegen Säuren und Salzwasser. 

Aufbau und Handhabung 

Der Aufbau eines faltbaren Solarpanels ist eigentlich immer gleich: Falttasche öffnen, Modul ausbreiten, Klappstelzen ausfahren und das Modul aufstellen. Easy going! Der Standort sollte möglichst windgeschützt sein. Das Modul selbst hast Du am besten aufgestellt, wenn der Schatten möglichst klein ist. Mit einer Powerstation fällt das Ausrichten relativ leicht, weil diese die Leistung anzeigt. 

Achte darauf, dass das faltbare Solarmodul möglichst breite Stelzen hat. Diese bringen zwar ein bisschen Gewicht mit, aber sorgen für einen sicheren Stand des Moduls. 

Kompatibilität und Anschlussmöglichkeiten 

Powerstationen sind mit XT60i-, Anderson, HPP-, EC-, MC4- und vermutlich etlich anderen Steckern ausgestattet. Willst Du ausschließlich ein EcoFlow-Modul mit XT60i-Steckern an einer EcoFlow-Powerstation betreiben, ist alles fein. Möchtest Du die Powerstation aber ggf. einmal wechseln, benötigst Du einen Adapter. Kläre also lieber vor dem Kauf, ob es geeignete Adaptermodelle für das faltbare Solarmodul gibt. Am besten fährst Du sicherlich damit, wenn Du ein Solarmodul mit MC4-Steckern kaufst. Hierfür gibt es zahlreiche Adapter im Markt. Ansonsten stehe ich Dir auch gerne mit Adaptern zur Verfügung (info@wattgeizer.com). 

Einige faltbare Solarpanels sind mit USB-Schnittstellen (USB-A oder USB-C) ausgestattet. Hieran kannst Du Dein Handy oder Tablet direkt aufladen. Da das Solarmodul meist in der Sonne steht - und damit in der Hitze - solltest Du ein genügend langes USB-Kabel einsetzen, damit Dein Endgerät im Schatten liegt. Denn Hitze und Akku vertragen sich nicht. 

Dirk Solltest Du eine persönliche Beratung bevorzugen, stehe ich Dir gerne zur Verfügung: info@wattgeizer.com / Tel. 04621-5309010 *** so long, Dirk