Es kommt vor, dass sich Kunden bei mir melden, die Niedervolt-LED-Leuchtmittel gekauft haben und diese nach dem Austausch flackern, brummen oder sich bereits verabschiedet haben. Die Ursache für solche Phänomene liegen meist im falschen Trafo oder Dimmer begründet. In 99% der Fälle wurde ein Halogen-Trafo eingesetzt, der eine sog. „Mindestlast“ hat. Auf den Trafos steht dann z.B. „20 bis 500VA“. Wenn der Gesamtverbrauch der am Trafo eingesetzten LED geringer als die Voltampere-Spanne ist, gibt es eine nette Lichtshow. Das Flackern der LED kann man verhindern z.B., indem man entweder die Last erhöht und LED- und Halogen-Leuchtmittel im Mischbetrieb verwendet. Das ist allerdings aufgrund der unterschiedlichen Lichtströme und Lichtfarben nicht ratsam. Besser ist der Einsatz eines LED-Trafos.

Bei elektronische Halogentrafos können kurzzeitig Spitzenspannungen auftreten, die höher als 12V liegen. Diese Spannungen können die LED-Leuchtmittel „zerschießen“. Ich hatte einen Kunden, der sich sukzessive alle sechs Leuchtmittel an einem Halogentrafo zerstört hat. Bei einem Leuchtmittelpreis von über 10 Euro gibt es durchaus schönere Verwendungen für sein Geld.

Bei Dimmern gibt es ebenfalls die o.g. Mindestlast. Wenn Sie also planen, von Halogen-Leuchtmitteln auf LED-Leuchtmittel umzusteigen sollten Sie auf jeden Fall den Einsatz eines LED-Trafos und ggf. eines LED-Dimmers in Ihre Planung einbeziehen. Die LED-Trafos haben in der Regel keine oder nur eine geringe Mindestlast und geben eine konstante Spannung von 11,5-12V aus. Die Leitungslänge darf 2m nicht überschreiten!
In meinem Shop finden Sie einen LED-Trafo ohne Mindestlast bis 20W, bis 40W und bis 70W Last für den flackerfreien Betrieb von LED Lampen.

Eine weiterer möglicher Grund, warum LED-Leuchtmittel flackern oder flimmern (auch oft erst nach ein paar Minuten) kann ein zu niedrig dimensionierter Trafo sein. Üblicherweise gilt die Regel Verbrauch + 20% = Last des Trafos. Wenn man also 4 Leuchtmittel á 5W hat, rechnet man 4*5*1,2= 24W. Diese Regel gilt aber nicht immer… LED-Leuchtmittel haben neben der eigentlichen Nenn- oder Wirkleistung eine sog. Blindleistung. Zusammen bilden sie die Scheinleistung. Und nach dieser muss ein Trafo ausgelegt werden.

Hat ein LED-Leuchtmittel einen Leistungsfaktor (Powerfaktor) von 0,5, so muss zu der eigentlichen Nennleistung nochmals der gleiche Wert als Blindleistung hinzugerechnet werden. Die Rechnung von oben müsste also nun 4*5*2= 40W lauten. Die meisten meiner Leuchtmittel haben einen Powerfaktor von > 0,8, so dass diese Probleme mit der Pauschalrechnung nicht auftreten. Sollten Sie einmal ein Niedervolt-Leuchtmittel kaufen, gucken Sie für die Trafoauslegung auch auf den Leistungsfaktor!