Technik für die Krisenvorsorge

Aus Regierungskreisen ist derzeit von einer Empfehlung zu Hamsterkäufen zu hören. Eine Bevorratung von Lebensmitteln für mind. 10 Tage wird als Krisenvorsorge empfohlen. Denkbar sind Szenarien wie Kriege, gehackte Versorgungssysteme oder Währungskrisen, die den Zugang zu Lebensmitteln unmöglich machen.

Da fallen mir zwei Autoren ein, die vor dem Hintergrund der Eurokrise vor einem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems gewarnt haben. Sie befürchten eine Pulverisierung des eigenen Vermögens und raten dazu, eigenes Gemüse und Obst anzubauen.

Krisenvorsorge kann aber auch weiter gehen, als eine Bevorratung mit Lebensmitteln: Bei einem Stromausfall, der im Krisenfall (gehacktes Stromnetz) auch länger als ein paar Stunden dauern kann, ist man im schlechtesten Fall von der Außenwelt abgeschnitten. Kein Telefon, kein TV, kein Radio….und dann sitzt man noch im Dunkeln…. NICHT MIT WATTGEIZER! TADAAA!

Ich biete in meinem Shop Produkte an, um autark Strom zu produzieren. Schon kleine Lösungen reichen aus, um z.B. ein Radio zu betreiben oder abends nicht im Dunkeln zu sitzen. Ich selbst lebe auf dem Land. Hier ist es schon zu mehreren Stromausfällen an nur einem Tag gekommen. Während es in der Nachbarschaft dunkel wie Bärenarsch war, brannte in meiner Bude Licht.

Kommen wir also zu den Produkten, die ich für eine Krisenvorsorge empfehlen würde:

Watt 01 + Powerbank + 12V-USB-LED

Watt 01

Watt 01

USB-Powerbank

USB-Powerbank

12V-Lampe mit USB-Konverter

12V-Lampe mit USB-Konverter

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Set kann man im Krisenfall schon viel anfangen. Das USB-Solarpanel Watt 01 lädt die Powerbank (wahlweise mit 6, 11 oder 20Ah) auf und abends/nachts steckt man die USB-12V-Leuchte an. Die Beleuchtung entspricht ca. einer 30W-Lampe. Diese reicht aus, um einen kleinen Raum auszuleuchten. Den Strom der Powerbank kann man natürlich auch anderweitig für USB-Geräte verwenden (z.B. für Funkgeräte oder Handy (wenn ein Netz vorhanden ist)). Kostet ca. 52 Euro (mit 6,6Ah-Powerbank, inkl. 19% USt. + Versand).

Freeplay Indigo Plus

Freeplay Indigo

Freeplay Indigo

Statt Powerbank und LED kann man auch eine Laterne, wie die Freeplay Indigo Plus einsetzen. Das macht Sinn, wenn man nicht nur eine Krise, sondern auch noch schlechtes Wetter erwartet. Denn die Freeplay Indigo Plus lässt sich nicht nur über das Watt 01 aufladen, sondern auch über eine integrierte Kurbel. In der hellsten Stufe hat die Indigo Plus eine Helligkeit von 140 Lumen. Das entspricht etwa einer 12w-Leuchte. Die Indigo Plus kann auch als USB-Ladegerät eingesetzt werden und z.B. ein Handy aufladen. Watt 01 und Indigo Plus kosten zusammen ca. 63 Euro (inkl. 19% USt. + Versand).

PowerPlus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

„Moment mal….und wie bekomme ich mit, was da draußen los ist?“, wird sich die eine oder andere Krisengeplagte fragen. Mit einem Radio! Jetzt kommt die eierlegende Wollmilchsau: Die POWERplus Falcon. Es handelt sich hierbei um eine Laterne mit Radio und Handy-Ladefunktion. Die Falcon selbst kann über Kurbel, Solar oder USB aufgeladen werden. Hier empfiehlt sich auch die Kombination mit dem Watt 01, da die Solarfläche relativ klein und das Gekurbel relativ anstrengend ist. Mit der Helligkeit (ca. 100 Lumen) kann man die Nachbarn nicht unbedingt beeindrucken, aber sie reicht aus, um sich zu orientieren. Kostet ca. 27 Euro (inkl. 19% USt. + Versand) ohne Watt 01.

Alternativ bietet sich der Einsatz eines meiner Kurbelradios an.

 

Mobile Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Wer richtig in die Vollen gehen möchte, dem sei eine mobile Inselanlage ans Herz gelegt. Diese besteht aus einem 50W Solarmodul und dem Goal Zero Yeti 150. Hieran lassen sich sogar 220V-Geräte bis 85W Leistung betreiben. Somit könnte man bspw. sein Laptop aufladen oder die Lichtversorgung im Haushalt sicher stellen. Solarmodul und Powerstation lassen sich sehr einfach miteinander verbinden, so dass auch Technikfremde dieses Set sehr leicht bedienen können. Verbunden werden Goal Zero Yeti 150 und Solarmodul mit einem 5m langen Kabel.

Solar-Ladegeräte im Test – 2015

Der letzte Test meiner Solar-Ladegeräte liegt bereits 3 Jahre zurück. 3 der dort vorgestellten Solarladegeräte führe ich nicht mehr im Sortiment. Es ist also an der Zeit, die aktuell von mir verkauften Modelle intensiver zu vergleichen.

5 Solar-Ladegeräte im Test

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Test stellen sich die Modelle (von links nach rechts): XTORM AP150, das Watt 01 V2, das Watt 03, ein 7W-Modul (welches ich derzeit noch nicht anbiete) und das Nomad 7 von Goal Zero.

Das XTORM AP150 tanzt mit einem Output von über 10 Watt etwas aus der Reihe der getesteten Solar-Ladegeräte, aber aufgrund des geringen Gewichtes von nur 450 Gramm lohnt sich der Vergleich. Ich habe die Solar-Ladegeräte an einem sonnigen Tag ausgepackt und etwas in der Sonne dösen lassen. Der Messvorgang erfolgte bei annährend 1.000 Watt/m2, was den offiziellen Messbedingungen der Module entspricht.

Alle Module eint, dass sie relativ kompakt sind und für das Laden von Smartphones und iPhones (mit Powerbank) geeignet sind. Durch hocheffiziente Zellen und eine entsprechend großer Fläche, schaffen sie es wesentlich schneller, als Solar-Powerbanks – von denen ich abrate, weil die Solarfläche eher ein Marketing-Gimmick ist.

WattGeizer Watt 03

Ich starte den Vergleich mit dem leichtesten Modell im Shop, dem Watt 03. Dieses hat ein Gewicht von nur 157 Gramm, ist flexibel und faltbar. Damit macht es sich zum idealen Begleiter auf Wandertouren. Die Leistung von 3 Watt bedingt jedoch einigermaßen gute Wetterbedingungen. Für jemanden in der Wildnis Nordnorwegens würde ich das Modul nicht empfehlen. Ist der-/diejenige jedoch auf dem Jakobsweg unterwegs … perfekt!

Kundin mit dem Solar-Ladegerät Watt 03 im Erzgebirge

Nette Kundin unterwegs mit dem Watt 03 im Erzgebirge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein schönes Reisemodul, das sich gut im Gepäck unterbringen lässt. Durch seine Flexibilität kann es nicht zerbrechen. Man sollte es aber auch nicht zerknicken. Das Watt 03 hat amorphe Zellen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie auch bei nicht so optimalen Wetterbedingungen einen hohen Output erzeugen. Ich habe das Watt 03 bei einer Einstrahlung von 981 Watt/m2 in die Sonne gelegt und es hat eine Leistung von 590mA angezeigt. Das entspricht bei einer Spannung von 5V knapp 3 Watt. Alle Geräte wurden übrigens an die gleiche Powerbank angeschlossen. Das ist wichtig zu erwähnen, weil Powerbanks mit steigender Ladung weniger Strom aufnehmen.

Das Solar-Ladegerät Watt 03
Auf dem Foto wird deutlich, dass die optimale Ausrichtung des flexiblen Moduls mit nur einer Hand problematisch ist. Besser ist es, wenn man das Modul auf einem festen Untergrund platzieren kann, wie z.B. am Rucksack. Ausgebreitet hat das Watt 03 eine Fläche von ca. 42 x 21,5cm und lässt sich damit sehr gut am Rucksack befestigen. Die drei integrierten Ösen helfen bei der Befestigung.

Ein Kunde berichtet in einer Facebook-Gruppe über das Watt 03
Einsatz-Empfehlung:
gelegentliche Handy-Ladung,
Wanderer, die in sonnigen Gebieten unterwegs sind.

 

WattGeizer Watt 01

Das nächste getestete Modell ist das Watt 01 V2, die Neuauflage des legendären Watt 01. Es gibt Kunden, die bereits nacheinander mehrere Exemplare des neuen Watt 01 gekauft haben. Umso trauriger, dass bisher noch keine Rezension stattgefunden hat.

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Exkurs: Ein Beratungssuchender meinte letztens zu mir, dass man lieber bei Amazon kaufen sollte, da es dort so viele Rezensionen gibt (ich frage mich gerade, warum er dann bei mir angerufen hat). Dass das Amazon-Bewertungssystem Schwächen hat, zeigt z.B. die Suche nach Staubsaugern. Geben Sie mal „jolta staubsauger“ ein und schauen Sie sich die Bewertungen zu den unterschiedlichen Modellen an. Da schreiben immer die gleichen Leute.
Auch das Buch meiner Cousine ist ein gutes Beispiel: 34 Bewertungen – darunter 1 verifizierter Kauf. Der findet es immerhin auch gut – wie übrigens 32 andere Rezensenten, darunter mein Onkel und viele Kunden meiner Cousine.
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Komme ich wieder zum Watt 01: Es ist leicht (ca. 240 Gramm), leistungsfähig (5 Watt) und kompakt (ca. DinA4-Seite). Möchte man Nachteile suchen, dann fällt einem ein, dass es aus monokristallinen Zellen gefertigt ist. Diese können im Extremfall brechen. Das ist – mit Ausnahme des Watt 03 – aber auch bei allen anderen hier vorgestellten Modellen möglich.

Test vom Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In die Sonne gelegt, zeigt das Watt 01 den Ausgangsstrom von 1A. Wenn man Transferverluste beim Laden hinzu rechnet, wäre ein modernes Smartphone mit einem 2,5Ah-Akku (z.B. Galaxy S6) in ungefähr 3 Stunden aufgeladen. Das geht allerdings nur, wenn man sehr gute Wetterbedingungen hat und das Modul optimal ausgerichtet ist.

Das Outdoor-Solarladegerät Watt 01 der neuen Version hat aber auch bei widrigen Wetterbedingungen einen höheren Output als das Vorgängermodell (ca. doppelt so hoch). Dies ist auch bedingt durch den Wechsel von polykristallinen zu monokristallinen Zellen.

Das Watt 01 ist ein in PET eingefasstes Modul. Die Oberfläche ist daher nicht so kratzfest wie Glas, aber das Modul ist deutlich leichter: Modul mit USB-Controller wiegen nur 175 Gramm. Die beiden sind fest in einer Hülle untergebracht, so dass man in jeder Ecke eine Öse hat und sich das Modul gut befestigen lässt.

 

 

 

 
klett Auf der Rückseite ist eine Tasche mit Kreppband untergebracht, in der die Powerbank oder das Handy seinen Platz findet. Das Watt 01 ist dadurch relativ gut vor eindringendem Wasser geschützt (anfällig sind bei Solar-Ladegeräten immer die USB-Anschlüsse mit Controller. Die Module selbst sind absolut wasserfest).

Wer seine Kamera-Akkus oder AA-/AAA-Akkus aufladen möchte, der sollte sich gleichzeitig das PIXO C2+ zulegen. Dieses kann man mit einem Konverter an den USB-Port anschließen und damit seine Akkus aufladen. Ich selbst lade meine Canon EOS-Akkus und NiMH-Akkus ausschließlich nur noch mit dem PIXO auf.

Durch seine Kompaktheit und das geringe Gewicht ist das Watt 01 vielfältig einsetzbar. Auf dem Fahrrad schlackert nichts herum. Beim Wandern fängt es auf dem Rucksackdach die Sonne ideal ein und beim Campen hängt man es an die Zeltwand oder nimmt es mit zum Strand. Es ist ein schönes Universalmodul zu einem wirklich fairen Preis!

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

WattGeizer 7 Watt-Modul

Mein Hersteller hat ein 7W-Modul im Sortiment, von dem ich mal ein Muster gekauft habe. Da ich es derzeit noch nicht anbiete, wird es nur kurz angerissen: Es handelt sich um ein echtes 7W-Modul. Im Internet werden viele Solar-Ladegeräte angeboten, bei denen sich die Leistung des Ladegerätes auf die Modulleistung bezieht. Diese ist höher, als der tatsächliche Ausgangsstrom am USB-Port. Tatsächlich sind es dann häufig 5W-Module, die da als 7W-Modul verkauft werden. Auch bei meinen Lieferanten gibt es diese „Tricks“. So wird das AP150 als 12W-Modul verkauft. Kann sein, dass das Modul eigentlich 12W ausspuckt, aber tatsächlich kommt am USB-Port ein Strom von max. 2,1A bei 5V heraus. 2,1A x 5V = 10,5W.

7w

Zurück zum 7W-Modul: Die Messung meines Exemplares zeigt einen Ausgangsstrom von 1,28 Ampere, was 6,4 Watt entspricht. Vorteil dieses Moduls ist, dass es faltbar ist und dadurch auf Maße von 22,5 x 16cm gefaltet werden kann. Ausgebreitet hat das Modul eine Länge von 47cm, wobei die Lasche, an der sich der USB-Controller befindet auch umgeklappt werden kann, so dass man ca. noch 34cm Fläche hat. Damit lässt sich das Modul gut auf dem Rucksack oder Fahrrad befestigen. Es wiegt 350 Gramm und ist damit doch ca. 110 Gramm schwerer als das Watt 01. Den Leistungsgewinn von 2W für 110 Gramm zu erkaufen, ist auch der Grund, warum ich es noch nicht im Shop gelistet habe. Ansonsten ist es ein sauber verarbeitetes Solarladegerät mit Tasche für das Smartphone und 5 Ösen. Wer Interesse hat, kann sich ja mal bei mir melden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

Goal Zero Nomad 7

Ein von der Bauart ganz ähnliches Solar-Ladegerät ist das Nomad 7 von Goal Zero. Es liegt nunmehr in einer überarbeiteten Version vor. Während das alte Modell nur ca. 500mA am USB-Port ausspuckte, gibt das aktuelle Modell 1A aus. Das bestätigt auch mein Test (1,02A). Es handelt sich um ein 80 Euro-Solarladegerät, das den gleichen Output hat, wie mein 25 Euro teures Watt 01.

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Warum findet man das Gerät dennoch im Shop? Weil es in Kombination mit dem Guide 10 Plus hervorragend dazu geeignet ist, AA- und AAA-Akkus aufzuladen (4 Stück gleichzeitig). Darüber hinaus bietet es die Gelegenheit, 12V-Geräte aufzuladen. So könnte man z.B. das Nomad 7 im Sommer zum Laden von Smartphone und NiMH-Akkus nutzen und es im Winter an die Autobatterie als Erhaltungsladegerät hängen. Allerdings bräuchte man dann noch einen weiteren Adapter, weil sich im Lieferumfang lediglich eine 12V-KFZ-Buchse befindet. Wenn Sie einen bestimmten Adapter suchen, bin ich gerne bei der Suche behilflich. Natürlich kann man im Sommer auch 12V-Geräte mit dem Nomad 7 laden oder betreiben.

Mit 470 Gramm ist das Nomad 7 kein Leichtgewicht. Zudem ist die Oberfläche sehr empfindlich. Kratzer und Fingerabdrücke sieht man sehr schnell auf dem Modul. Dafür ist es faltbar auf kompakte Maße von 23 x 17cm (ausgebreitet sind es 44 x 23cm) und hat eine große Tasche für Handy, Smartphone, Powerbank oder Guide 10+ auf der Rückseite. Mittels Laschen an den Seiten, kann es gut am Rucksack oder an Fahrradtaschen befestigt werden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung von 12V-Akkus, Ladung von AA-/AAA-Akkus (in Kombination mit dem Guide 10+)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler, Autofahrer….

XTORM AP 150

Ok, ok, das XTORM AP150 passt in diesen Test aufgrund der hohen Leistung eigentlich nicht rein. Da es mit 450 Gramm jedoch leichter als das Nomad 7 ist und preislich nur leicht über dem Nomad 7 liegt, soll es hier seinen Platz finden. Ich habe bereits oben erwähnt, dass der Hersteller das Gerät als 12W-Gerät verkauft. Tatsächlich ist die Ausgangsleistung mit 10,5W geringer. Mein Test hat eine Ausgangsleistung von 9,4W (1,88A) gezeigt.

ap150

Wer also mit seinem Modul nicht allzu viel durch die Gegend rennen möchte (dafür sind 450 Gramm definitiv zu schwer), der kann beherzt zugreifen. Das Modul setzt die neueste Generation monokristalliner Solarzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad ein. Das bewirkt, dass das Solar-Ladegerät auf etwa der gleichen Fläche des Nomad 7 einen deutlich höheren Output erzeugt. Das AP150 hat ausgebreitet die Maße 41 x 26,5cm, zusammengefaltet 16,5 x 26,5cm.

Wie beim Nomad 7 befindet sich auf der Rückseite eine große Tasche für Handy, Smartphone & Co. In dieser Tasche befinden sich zwei USB-Buchsen über die parallel zwei Geräte gleichzeitig geladen werden können. Wird nur ein Gerät geladen, fließt der komplette Strom über die aktive Buchse. An den Seiten des AP150 befinden sich Laschen, mit denen sich das Modul gut befestigen lässt.

Jetzt kommt noch ein ACHTUNG! Bei meinem Test hat sich gezeigt, dass das Modul absolut empfindlich gegenüber Verschattungen ist. Testhalber habe ich mal eine Hand über einen Teil des Solar-Ladegerätes geführt. Die Leistung sank rapide auf 10mA ab:

ap150_verschattung
Das dieser Leistungsabfall so deutlich ausfällt, hat mich überrascht – zumal ich nur einen Teil des Moduls abdecke. Ich werde mal den Hersteller fragen, ob das so sein soll. Unterwegs kann das schon sehr hinderlich sein, wenn mal ein Baum im Weg. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. 😉

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung in Regionen mit niedrigerer Strahlungsintensität (z.B. Norwegen, Grönland etc.)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler

 

 

 

Kurz bevor die Tabelle mit allen verglichenen Modulen kommt, noch ein paar allgemeine Hinweise:

Der Ausgangsstrom der Solar-Ladegeräte ist abhängig von
– der Jahreszeit (Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa im Sommer ca. 700W/m2,  im Winter ca. 250W/m2)
– dem Einsatzort (Äquatornähe besser, Polnähe schlechter)
– den Wetterbedingungen (strahlend blau, Dunst, einzelne Wolken, bedeckter Himmel)
– störenden Faktoren zwischen Sonne und Ladegerät (Fensterscheiben, Folien etc.)

UPDATE Ende 2016: Das Nomad 7 wurde durch das leistungsfähigere Nomad 7 Plus abgelöst. Das Watt 03 und das Watt 01 V2 wurden durch das leistungsfähigere Watt 01 V3 abgelöst.

Bei der Auswahl des passenden Solar-Ladegerätes sollten also der benötigte Energiebedarf und oben genannte Faktoren berücksichtigt werden. Gerne helfe ich Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes. Rufen Sie mich gerne an (Tel. 04621-9440661 oder schreiben mir eine E-Mail: info@wattgeizer.com).
Hier nun alle getesteten Solar-Ladegeräte in der Übersicht:

WattGeizer
Watt 03
WattGeizer
Watt 01 V2
WattGeizer
7 W-Modul
Goal Zero
Nomad 7
XTORM
AP150
Maße gefaltet
in cm
9,3 x 21,5 x 2,5 28,2 x 21,2 x 1,5 16 x 22,5 x 2,5 17 x 23 x 4 16,5 x 26,5 x 4
Maße ausgefaltet
in cm
42 x 21,5 x 1,0 28,2 x 21,2 x 1,5 47 x 22,5 x 1,0 44 x 23 x 2,5 41 x 26,5 x 2
Ca.-Gewicht
in Gramm
157 240 350 470 450
System-Spannung 5V 5V 5V 5V / 7V / 12V 5V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,65A 1A 1,4A 1A bei 5V 1,1A bei 6,5V
0,3A bei 15V
2,1A
Ausgangsstrom
lt. Test
0,59A 1A 1,28A 1A (bei 5V) 1,88A
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 2 Stunden 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 15 Minuten 45 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 3 Stunden 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde
Sonstiges faltbar, flexibel
2,1W pro 100g
2,08W pro 100g derzeit nicht im Sortiment
2W pro 100g
kann auch 12V-Geräte laden.
1,06W pro 100g (5V)
2 USB-Anschlüsse
2,33W pro 100g
Preis bei WattGeizer.com**
inkl. 19% MwSt.
49 Euro 24,95 Euro 39,95 Euro 69,95 Euro 89 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen
** Stand: 26.7.2015 

© WattGeizer.com

Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01 V2

Ich bin mächtig stolz, die Nachfolgeversion des legendären Watt 01 zu präsentieren! Beim Watt 01 handelt es sich um ein Outdoor Solar-Ladegerät, das eine universelle USB-Schnittstelle besitzt und allerlei USB-Geräte, wie Smartphone, Handy, iPhone… mit max. 5W aufladen kann.

Das Watt 01 V2 ist leichter, leistungsfähiger und günstiger als sein Vorgänger:

– es wiegt nur ca. 240g statt 510g
– es hat einen max. Ausgangsstrom von 1A statt 0,83A
– es kostet nur 38,95€ (inkl. 6,6Ah-Powerbank) statt 49,95€
– das Modul wird auch einzeln für nur 24,95€ angeboten

Das Modul ist in PET statt in Glas eingefasst und durch die schwarze Hülle etwas schicker als sein Vorgängermodell. Durch die 4 integrierten Ösen lässt es sich gut am Rucksack, Zelt, Kanu etc. befestigen. Die langlebigen, monokristallinen Zellen haben einen hohen Wirkungsgrad von >18%. Sie leisten auch bei widrigen Wetterverhältnissen gute Dienste.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In Kürze werde ich einen Test online stellen, der mehrere Solar-Module miteinander vergleicht (ich darf als Händler übrigens nur Module testen, die ich auch anbiete – allerdings ist es dann auch kein Pseudo-Test, wie bei einer nichtssagenden Amazon-Affiliate-Seite :-)).

Zwei neue Solar-Ladegeräte bei WattGeizer.com

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, das Watt 01 aus dem Shop zu nehmen. Es gibt noch knapp über 20 Module. Wenn diese abverkauft sind, gibt es keine neue Charge mehr. Mein Lieferant hat sich komplett aus dem Solarmarkt verabschiedet und ich bin nun auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Es soll leistungsfähig, leicht, kompakt und gut zu befestigen sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger bin ich auf das 5W-Modul von Suntactics gestoßen. Ein wirklich schönes Modul, dass alle eben genannten Bedingungen erfüllt. Nur müsste ich für so ein Ladegerät ca. 150€ nehmen. Das ist definitiv zu viel.

Weitere Solar-Ladegeräte, die mir unter die Augen gekommen sind: Das XTORM AP125 – ein 6W-Modul, das fast alle Bedingungen erfüllt – außer die guten Befestigungsmöglichkeiten. Eine Öse ist mir zu wenig. Besser finde ich das AP150 von XTORM: Es handelt sich um ein Modul mit 12W Leistung, das ausgefaltet ca. so groß wie zwei DinA4-Seiten ist und nur 450 Gramm wiegt. Befestigen lässt es sich über vier integrierte Schlaufen. Damit wurde es im Shop aufgenommen: XTORM AP150.

Nicht vergleichbar mit den üblichen Solar-Ladegeräten ist das Powertraveller Powermonkey Expedition Set. Es handelt sich dabei um ein faltbares 5W-Solarmodul und eine Powerbank. Letztere verdient ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Sie hat eine Kapazität von 10,5mAh (38Wh). Soweit normal. Eine Besonderheit ist, dass Sie Ladeströme unterschiedlicher Spannung aufnehmen kann (5-25V). Damit könnte sie direkt und ohne Laderegler an ein 12V-Solarmodul angeschlossen werden. Die Powerbank kann USB- und 12V-Geräte aufladen / betreiben.

Der eigentliche Clou ist allerdings, dass sich die Powerbank nicht nur per Solarmodul aufladen lässt. Derzeit befinden sich diverse Möglichkeiten zur Energie-Erzeugung in der Forschung: Windkraft, Wasserkraft, Dampfturbine, Gas und Brennstoffzelle. Zur Wind- und Wasserkraft gibt es bereits Studien. Diese zeigen, dass auf der Powerbank ein Aufsatz mit Windrad- oder Wasserschaufeln aufgesteckt wird. Diese drehen sich und erzeugen dabei Energie.

Bis Wasser- und Windrad als weiteres Zubehör verkauft werden (Preis steht noch nicht fest), kann die Powerbank des Powermonkey Expedition per Handkurbel aufgeladen werden. Diese befindet sich im Lieferumfang. Diese eignet sich als Notbehelf, schließlich müsste man ca. 16-17 Stunden kurbeln, bis die Powerbank voll ist. Aber nach 10 Minuten Kurbelbetrieb kann man bereits ein Telefongespräch von ca. 40 Minuten führen – in Notsituationen kann dies sehr wertvoll sein!

Neue Auflage des Solar-Ladegerätes Watt 01

Solarladegerät Watt 01Der Sortiments-Frühjahrsputz hat eine interessante Änderung beim Solar-Ladegerät Watt 01 ergeben: Die 5.000er Powerbank ist rausgeflogen (der Lieferant konnte nur noch eine Powerbank liefern, die mit geringen Ladeströmen nicht umgehen kann). Dafür ist eine 3.000er Powerbank als Ergänzung zum 4,5W-Panel aufgenommen worden. Gleichzeitig wurde der Preis um 30 Euro gesenkt!

Somit wiegt das Set nun keine 600 Gramm. Die Powerbank lässt sich in den rückseitigen Taschen gut verstauen und lässt sich in nur 4 Stunden in praller Sonne aufladen….ein perfektes Team. Wenn Ihnen das Gewicht nicht so wichtig ist oder Sie auf Reisen ab und an eine Steckdose vorfinden, dann sollten Sie über ein Upgrade nachdenken. Für einen Aufpreis von 5 Euro erhalten Sie die 6.600er Powerbank. Diese hat zwei USB-Ausgänge und einen hohen Ladestrom (2A).

Solar-Ladegeräte im Test (Outdoor-Update)

Update vom 28.7.2015: Es gibt einen aktuellen Test meiner angebotenen Solar-Ladegeräte unter https://www.wattgeizer.com/blog/solar-ladegeraete-im-test-2015/

Die Anforderung ist klar: Man ist mehrere Tage draußen unterwegs und möchte Handy-, Smartphone- oder Kameraakkus – fernab jeglicher Steckdose – aufladen. Die gängigsten Lösungen gibt es als Fahrrad-Dynamo-Ladegerät oder als Solar-Ladegerät. Idealerweise setzt man einen Pufferakku ein, der für beide Geräte eingesetzt werden kann (z.B. das Watt 01 und das KEMO M172). Für diesen Artikel lasse ich einmal die Dynamo-Ladegeräte links liegen und behandle ausschließlich die Outdoor-Solarladegeräte. Denn für die meisten Solar-Interessierten ist es schwer genug, beim ersten Kauf das richtige Gerät zu finden. Dieser Artikel soll bei der Kaufentscheidung helfen.

Sunload Solarclaw, GoalZero Nomad 7M, Me2Solar Aurora 4, Wattgeizer Watt 01

Dem Test stellen sich folgende Geräte: Das Sunload Solarclaw, das GoalZero Nomad 7, das Me2Solar Aurora 4 und das WattGeizer Watt 01. Update vom 2.10.2014: Das Aurora 4 wird nicht mehr produziert, der Hersteller hat seine Geschäftstätigkeit „eingestellt“. Update vom 08.07.2015: das Sunload-Modul wird von uns nicht mehr vertrieben, weil das Watt 01 einen Nachfolger erhalten hat. Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Grundsätzlich unterscheidet man in 12V- und 5V-Ladegeräte. Das Solarclaw von Sunload ist ein 12V-Modul, Aurora 4 und Watt 01 haben eine Ausgangsspannung von 5V (USB). Besonders vielfältig ist das Nomad 7, das gleich drei Spannungen liefert: 12V, 7V und 5V.

Wer braucht nun welche Spannung? Übliche Handys, Smartphones und Tablet-PCs kommen mit einer Spannung von 5V aus. Auch AA- oder AAA-Akkus und sogar Kamera-Akkus lassen sich mit geeigneten Geräten (z.B. mit dem Pixo-Ladegerät) mit einer Spannung von 5V laden. Die Spannung von 12V ist für Anwender interessant, die Autobatterien oder Laptop-Ladegeräte, wie den Powergorilla oder das Escape 150 Power Pack, laden möchten.

Die Module unterscheiden sich weiterhin in der Bauform. Bis auf das Watt 01 sind alle Module faltbar. „Faltbar“ heißt schön klein beim Reisen und schön groß beim Einfangen von Sonne (ob’s etwas bringt, erzähle ich später). Das Solarclaw und das Aurora 4 sind aus CIGS (Dünnschicht)-Zellen gefertigt und dadurch sehr flexibel und leicht. Diese Eigenschaft ist auf Reisen sehr sympathisch, da sich das Modul im Rucksack oder Koffer anschmiegt und nicht brechen kann. Nomad 7 und Watt 01 sind aus monokristallinen bzw. polykristallinen Zellen gefertigt und starre Module -> hier gibt es bei extremen Belastungen eine Bruchgefahr und die Module sind etwas schwerer. Dafür haben die monokristallinen Zellen den besten Wirkungsgrad.

Gefaltet (s. Foto oben) haben die Module die folgenden Maße:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 16,5 x 2,5 cm
Solarclaw: 24,5 x 12,5 x 3,7 cm
Aurora 4: 22,7 x 12,7 x 1,3 cm

Ausgefaltet sieht das ganze anders aus:
Die Maße betragen im ausgefalteten Zustand:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 43 x 0,25 cm
Solarclaw: 24,5 x 73,5 x 2,0 cm
Aurora 4: 22,7 x 63,7 x 0,07 cm

Unterschiede gibt es auch bei dem Gewicht:

Ich habe folgende Gewichte (nur Panel – ohne Adapter, Powerbank o.ä.) gemessen:

Watt 01: 500g
Nomad 7: 383g
Solarclaw: 293g
Aurora 4: 189g

Praxistauglichkeit

Die meisten meiner anfragenden Kunden möchten das Solar-Ladegerät zum Wandern, Kanufahren, Fahrradfahren oder Camping einsetzen. Beim Wandern kommt es vor allem auf ein geringes Gewicht an. In diesem Fall bietet sich das Aurora 4 mit einem Gewicht von <200 Gramm an. Allerdings gilt es zu bedenken, dass man das Modul meist am Rucksack befestigt und hier gibt es mit dem Aurora Nachteile. Zum einen hat es nur zwei Ösen und kann am Rucksack hin- und her baumeln, insbesondere bei Wind.

Zum anderen ist der Einfallswinkel der Sonne bei zu langen Modulen nicht optimal. Man sieht auf der linken Seite künstlerisch dargestellt zwei Rucksackträger mit einem faltbaren Modul (links) und einem starren Modul (rechts). Die Sonne steht senkrecht über den Wanderern und die Sonnenstrahlen treffen sehr schräg auf das faltbare Modul. Das kann insbes. deshalb problematisch sein, da CIGS-Module bei Teilverschattung in ihrer Leistung deutlich abfallen. Wird ein starres Modul am „Rucksackdach“ befestigt, ist die Einstrahlung fast optimal (optimal wird sie beim Wandern nie sein).

Beim Kanufahren kommt es vermutlich weniger auf das Gewicht sondern mehr auf Befestigungsmöglichkeiten und Wasserfestigkeit an. Bis auf das Aurora 4 sind die Befestigungsmöglichkeiten bei allen Modulen gut, beim Solarclaw sogar sehr gut, da es mit Karabinern und Bändern ausgestattet ist. Mit der Wasserfestigkeit ist es so eine Sache…. Die Module dürfen nicht komplett in Wasser getaucht werden (was beim Kanufahren durchaus mal drin ist), da es sich bei den Anschlüssen um empfindliche Elektronik handelt. Dringt Wasser in den USB-Port ein, kann das Gerät Schaden nehmen. Insofern gilt es, insbesondere die Anschlüsse vor Wasser zu schützen, die Module selbst können Wasser gut ab.

Beim Fahrradfahren gilt eigentlich das gleiche, wie beim Wandern. Hier ist ein leichtes Modul gefragt, das möglichst kompakt ist und sich horizontal befestigen lässt. Die Befestigungsmöglichkeit des Moduls ist bei Geschwindigkeiten bei bis zu 30 km/h immens wichtig, sonst flattert es wild in der Gegend herum und gerät ggf. in die Speichen. Das Watt 01 punktet hier durch seine Kompaktheit und die guten Befestigungsmöglichkeiten. Handy & Powerbank lassen sich auf der Rückseite des Solar-Ladegerätes verstauen.

Beim Camping lässt sich ein Solarladegerät sehr gut einsetzen, da man die Gelegenheit hat, es tagsüber der Sonne nach auszurichten. Dafür bietet die Zeltwand  einen nahezu hervorragenden Winkel. Tagsüber lädt man z.B. eine Powerbank auf, die dann nachts die Energie ans Handy oder Smartphone abgiebt. Hier mal ein Foto von meinem Kunden Sven, der das Watt 01 in Portugal beim Paddeln eingesetzt hat:

Kommen wir nun zum wichtigsten Aspekt: Wie viel Power haben die Geräte und welche Vor- und Nachteile gibt es bei den einzelnen Geräten?

Sunload Solarclaw

Um es vorweg zu nehmen: Die Sunload-Produkte sind wirklich saugut! Das hier vorgestellte Solarclaw ist hochwertig verarbeitet und leistungsstark.

Es handelt sich um ein reines 12V-System, das sich jedoch mittels Adapter zu einem 5V-System umkonfigurieren lässt, so dass sich auch Handy & Smartphone aufladen lassen. Grundsätzlich ist der Einsatz von Adaptern auf Reisen eher hinderlich, da diese störanfällig sind. Das Solarclaw hat einen spezifischen Schnellverbinder-Anschluss, an dem sich diverse mitgelieferte Kabel anschließen lassen. Die Steckverbindung ist sehr stabil, so dass die Anschlusskabel gut halten.

Sunload Solarclaw

Sunload Solarclaw

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

Sunload Adapter

Sunload Adapter

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Solarclaw kann man also sowohl 12V-Batterien aufladen (z.B. im Winter als Ladeerhaltung) als auch Handys, Smartphones, Powerbanks & Co. Es lässt sich sehr gut transportieren und noch besser befestigen, denn es ist mit diversen Karabinern und Bändern ausgestattet.

USB-Output des Solarclaw

1,54A USB-Output des Solarclaw

Das Solarclaw ist unser leistungsstärkstes Panel im Test. Rein rechnerisch sollte es im 5V (USB)-Modus 1,3 Ampere liefern. Im Test bei Sonnenschein hat es 1,54 Ampere geliefert. Damit leistet es ca. 1/3 mehr, als die anderen Module (kostet leider auch 1/3 mehr 🙁 ).

Im 12V Modus habe ich 0,48 Ampere gemessen, was einer Leistung von knapp 7 Watt entspricht. Bei allen Messungen gilt zu beachten, dass die Werte von Panel zu Panel aus Produktionsgründen unterschiedlich sind. >> Solarclaw im Shop

 

Goal Zero Nomad 7

Als ich mir das Testmodell erst bestellt und danach genauer angeschaut habe, war ich enttäuscht. Schließlich gibt der Hersteller auf seiner Seite sehr schlechte Output-Werte für das Nomad 7 an. Von einem 7 Watt System erwarte ich am USB-Port einen Ausgang von 1,4A. Der Hersteller gibt jedoch nur 0,5A an. Am 12V-Anschluss müsste das Nomad 7 ca. 0,58A liefern. Laut Hersteller sind es nur 0,2A. Nur am Goal Zero-spezifischen 6,5V-Port (zum Anschluss der Goal Zero Powerbank) werden lt. Hersteller 6 Watt erreicht. Um die volle Leistung auszuschöpfen, sollte man also die Goal Zero-Powerbank (Guide 10 Plus Battery Pack) einsetzen.

Goal Zero Nomad 7

Goal Zero Nomad 7

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am 12V-Port: 0,76A

Messung am 12V-Port: 0,76A

 

Zum Glück zeigt das Nomad 7 im Test andere Leistungsdaten: Im USB-Modus erreichte das Nomad 7 immerhin 0,88A, am 12V-Ausgang waren es 0,76A (= 9 Watt!) und am „Goal Zero-Port“ 0,71A bei 7V (knapp 5W). Das Nomad 7 zeigte also die größte Leistung am 12V-Port. Insgesamt ist es sehr praktisch, dass es unterschiedliche Spannungen anbietet, weil der Einsatz lästiger Adapter (siehe Solarclaw) wegfällt. Ein weiterer Pluspunkt sind diverse Ösen an den Außenseiten des Nomad 7. Damit lässt es sich sehr gut befestigen. Seine Kompaktheit macht es gut einsetzbar bei Wanderungen oder Fahrradtouren. Leichte Punkt-Abzüge gibt es für das Gewicht von knapp 400 Gramm. Die starren Module lassen sich nicht so gut transportieren wie die CIGS-Module des Aurora und Solarclaws.

Aurora 4

Das Aurora 4 ist unser leichtetes Modul im Test. Es wiegt unter 200 Gramm und macht sich dadurch für alle Wanderer interessant. Das Modul ist gut verarbeitet und hat eine Standard-USB-Buchse zum direkten Anschluss von Geräten. Beim Messen hat diese einen Ausgangsstrom von 1,0A geliefert – ganze 200 mA als der Hersteller angibt. Die 1,0A würden natürlich locker reichen, um ein iPhone direkt am Anschluss zu laden. Ich rate trotzdem davon ab, ein iPhone direkt am USB-Port eines Solarmoduls zu laden, da es bei wechselnden Wetterverhältnissen schwankende Ladeströme gibt, mit denen das iPhone schlecht klar kommt. Eine zwischengeschaltete Powerbank liefert gleichmäßige Ladeströme.

Solar Ladegerät Aurora 4

Solar Ladegerät Aurora 4

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Das Aurora 4 im Einsatz

Das Aurora 4 im Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Einziger aber deutlicher Kritikpunkt am Aurora 4 ist die schlechte Befestigungsmöglichkeit. Zwei Ösen an der Oberseite reichen nicht aus, um es einfach am Rucksack oder Fahrrad zu befestigen. Ansonsten ist es ein tolles Solar-Ladegerät, das mit 8 „Tips“ ausgeliefert wird. Dabei handelt es sich um Adapter für diverse mobile Geräte (z.B. Mini-USB, Micro-USB, Nokia, iPhone etc.). >> Update vom 06.11.2014: Der Hersteller des Aurora 4 musste leider Insolvenz anmelden.

Watt 01

Beim Watt 01 handelt es sich um eine eigene Kombination von USB-Solarpanel und USB-Powerbank. Die Powerbank wird über ein USB-Kabel am Panel angeschlossen. Sie hat eine Kapazität von 5.000 mA (18Wh) und wird mit 8 Adaptern für gängige Handys und Smartphones ausgeliefert. Das Watt 01 hat lt. Herstellerangabe einen max. Ladestrom von 0,83A. Im Test erreichte das Modul einen Ladestrom 0,9A.

Das Solarmodul ist in einer Schutzhülle eingelassen und kann aus dieser entnommen werden. Die Schutzhülle hat in allen vier Ecken eine Öse in der je ein Gummi-Saugnapf steckt. Somit kann man das Modul sehr einfach an einer Fensterscheibe anbringen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Taschen, in denen die Powerbank und ggf. ein Handy Platz finden. Die Saugnäpfe lassen sich entnehmen, so dass das Modul mit den Ösen am Rucksack, Fahrrad oder Zeltdach befestigt werden kann.

Das Watt 01 am Fenster

Das Watt 01 am Fenster

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie beim Goal Zero Nomad 7 handelt es sich um ein starres Modul. Es ist dadurch schwerer (500 Gramm) und schlechter zu transportieren als die CIGS-Module. Durch seine Kompaktheit lässt es sich der Sonne nach am besten ausrichten. Das Watt 01 wäre selbst ohne Powerbank das Solarmodul mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis im Test.

Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Und was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Jetzt wird es ernst. Wenn die Solarladegeräte keine Sonne auffangen, sinkt die Leistung drastisch. Man kann bei allen vorgestellten Modulen davon ausgehen, dass bei Bewölkung nur noch ca. 1/10 der Maximalleistung zur Verfügung steht. Der Ausgangsstrom liegt dann nur noch bei ca. 100mA. Möchte man ein iPhone (1500 mAh-Akku) bei Bewölkung laden, benötigt man ca. 15 Stunden – das sind zwei volle Tage. Auch aus diesem Grund ist der Einsatz einer Powerbank ratsam. Bei Sonnenschein kann diese ein Vielfaches an Kapazität eines Handyakkus speichern und gibt diese Kapazität bei schlechtem Wetter an die angeschlossenen Geräte ab. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei längeren Touren ohne Steckdose.

Fazit

Der Test zeigt, dass es viele leistungsfähige Geräte am Markt gibt. Er zeigt aber auch, dass es das perfekte Solar-Ladegerät nicht gibt. CIGS Solar-Ladegeräte (Aurora 4 & Solarclaw) sind leicht und gut zu transportieren. Im Einsatz benötigen Sie jedoch viel Fläche und können die Sonneneinstrahlung nicht ganz optimal einfangen. Monokristalline und polykristalline Solar-Ladegeräte sind sperriger beim Transport und schwerer, überzeugen jedoch im Einsatz durch eine kleine Fläche und sehr gute Sonnenausrichtung.

Die Kaufentscheidung sollte bestenfalls nach folgendem Muster ablaufen:

– Welche Geräte möchte ich aufladen?
– Wie häufig möchte ich diese aufladen?
– Welche Spannung (in V) und welche Kapazität (in Ah) haben die Geräte?
– Berechnung des täglichen Bedarfs in Wattstunden (Wh): Ladehäufigkeit pro Tag x Spannung (V) x Kapazität (Ah) = Wh
– Die Module liefern täglich im Durchschnitt ca. 4 Mal die Nennleistung. Also z.B. das Aurora 4: 4x 5V x 0,8A = 16 Wh (aber Achtung – im Durchschnitt! Bei Regen weniger / bei Sonne mehr)
– Wenn benötigte Spannung und Leistung geklärt sind, folgen weitere Parameter, wie Gewicht, Befestigungsmöglichkeit, Flexibilität etc.

Ooooder einfach anrufen: 04621-9440661 oder eine E-Mail schreiben: info@wattgeizer.com. Ich helfe gern!

Sunload Solarclaw GoalZero Nomad 7 Aurora 4 Watt 01
Maße gefaltet
in cm
24,5 x 12,5 x 3,7 24 x 16,5 x 2,5 22,7 x 12,7 x 1,3 33 x 22 x 1,5
Maße ausgefaltet
in cm
24,5 x 73,5 x 2,0 24 x 43 x 0,25 22,7 x 63,7 x 0,07 33 x 22 x 1,5
Gewicht
in Gramm
293 383 189 500 (ohne Powerbank)
System-Spannung 12V / 15V 5V / 7V / 12V 5V 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,433A bei 15V 0,5A bei 5V / 0,2A bei 12V 1,0A bei 6,5V 0,8A bei 5V 0,83A bei 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Test
0,48A bei 12V
1,54A bei 5V
0,88A bei 5V / 0,71 bei 7V / 0,76A bei 12V 1,0A bei 5V 0,9A bei 5,2V
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 40 Minuten 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 10 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 1 Stunde 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 40 Minuten
Sonstiges 4 Anschlusskabel 12V-(KFZ)Kupplung 8 Adapter für Handy & Co
wird nicht mehr hergestellt!
5 Ah-Powerbank,
8 Adapter für Handy & Co
Preis bei WattGeizer.com
inkl. 19% MwSt.
165 Euro 79,95 Euro 99 Euro 79,95 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen.
© WattGeizer.com

Über das richtige Aufladen mit Solar-Ladegeräten

Manchmal kommt es vor, dass Kunden ein Solar-Ladegerät bei mir kaufen und andere Ladezeiten feststellen, als auf meinem Blog oder in meinem Shop angegeben sind. Die Angaben in Shop und Blog beziehen sich immer auf optimale Bedingungen. Optimale Bedingungen sind: Zeitraum Mai-Sep, Uhrzeit 10-16 Uhr, strahlender Sonnenschein, perfekte Ausrichtung des Solarmoduls, keine störenden Elemente zwischen Modul und Sonne. Um mal ein Beispiel zu geben, habe ich heute, an einem sonnigen Tag um 11 Uhr einen Testaufbau durchgeführt. Wir sehen die beiden Probanden POWERplus Cobra und das Wattgeizer Watt 01:

Die beiden Solar-Ladegeräte werden optimal der Sonne ausgerichtet. Wenn man kein Multimeter bzw. Amperemeter hat, um diese festzustellen, reicht es oftmals zu gucken, wie der Schatten fällt.

Morgens, wenn die Sonne flach am Horizont steht, wird ein entsprechend steiler Winkel gewählt (z.B. so wie im Bild). Mittags steht die Sonne quasi überm Kopf und man wählt einen kleinen Winkel. Beim Testaufbau ist es 11 Uhr und die Panele werden entsprechend flach aufgestellt, wie z.B. beim POWERplus Cobra.

Auf dem Foto sehen wir, wie das Cobra in dieser Position 300 mA erzeugt. Das WattGeizer Watt 01 – gleich darunter – erzeugt sogar 870 mA (obwohl wir es offiziell mit 830 mA Leistung verkaufen).

Wählt man eine andere Modulposition, verliert man schnell 10-20% an Leistung. Richtig deutlich wird aber der Unterschied, wenn man eine Kombination aus schlechter Modulposition und störenden Effekten wählt.

In diesem Bild (unten) sehen wir das POWERplus Cobra hinter einem Fenster in einer etwas ungünstigen Position aufgestellt. Das Multimeter zeigt nun einen Ladestrom von nur noch 170 mAh an. D.h. allein durch diese Änderungen verlieren wir fast die Hälfte des Ladestroms. Umgerechnet auf die Ladezeit der Powerbank bedeutet dies, dass wir statt 3,5 Stunden ganze 6 Stunden benötigen. Das Watt 01 liefert immerhin noch 480 mA (ohne Foto) und würde zum Laden der 5000 mAh-Powerbank ca. 11 Stunden benötigen.

Wenn sich nun noch ein paar Wolken zwischen Modul und Sonne schieben, sinkt die Leistung weiter rapide ab. Wenn diese z.B. auf 50 mA absinkt, werden plötzlich 20 Stunden zur Ladung der Powerbank benötigt. Und 20 Stunden sind ca. 2-3 Tage. Dass das beim Kunden zu Frust führt, ist nachvollziehbar – aber leider unumgänglich. Das ist auch der Grund, weshalb man als Shop-Betreiber im Winter keine Solarlampen oder Solar-Ladegeräte verkaufen sollte. 😉

Der Hersteller des POWERplus Cobra hat die Powerbank mit 1.000 mAh übrigens deshalb so klein gewählt (das iPhone benötigt 1.500 mAh), weil man Priorität auf eine kurze Ladezeit gesetzt hat. Lange Ladezeiten frusten…

Wenn Sie mehr über die richtige Ausrichtung des Moduls und Wettereffekte lernen wollen (z.B. bevor Sie auf eine Trekking-Tour gehen), sollten Sie sich zum Testen ein Multimeter kaufen. Diese gibt es bei Ebay bereits ab 5 Euro.

Sollte es noch offene Fragen oder Hinweise geben, freue ich mich auf Euren Kommentar.

Kleine Ergänzung am 10.6.: Heute haben wir schönes „Mischmasch-Wetter“, d.h. Wolken und Sonne wechseln sich regelmäßig ab. Ideal für eine weitere Messung, um die unterschiedlichen Ladeströme darzustellen.

Auf dem Bild unten sieht man a) das Wetter und b) den Ladestrom von Watt 01 und Cobra bei Sonne und Wolken. Beim Watt 01 geht der Ladestrom von 960mA (!) auf 80mA runter, sobald sich Wolken zwischen Sonne und Ladegerät schieben. D.h. für die 5000 mAh-Powerbank bräuchten wir statt knapp 6 Stunden plötzlich mehr als 62 Stunden.

Das Cobra schaffte heute 310 mA bei Sonne und ging auf 20 mA runter. So kommen für die 1000mAh-Powerbank statt knapp 3 Stunden plötzlich 50 Stunden zusammen.

Im Mix aus Sonne und Wolken sind die 5000er-Powerbank in ca. 10 Stunden und die 1000er-Powerbank in ca. 6 Stunden geladen.

WattGeizer.com unterstützt das Charity Trekking der Nepal Kinderhilfe e.V.

WattGeizer.com unterstützt die diesjährige Charity Trekking Tour der Nepal Kinderhilfe e.V. mit zwei Watt 01 Solar-Ladegeräten. Die Nepal Kinderhilfe bietet Kindern in Nepal aktive Hilfe in Form von Schulpatenschaften. Diese Schulpatenschaften geben den Kindern eine Perspektive und dem Verein eine verlässliche Planungsgrundlage. Die Kinder besuchen eine Privatschule, die in der Regel in ihrer städtischen Heimatregion liegt.

Mit dem Charity Trekking möchte die Organisation auf sich und ihre Ziele aufmerksam machen, um neue Patenschaften zu vermitteln. Wir finden das gut und unterstützen dieses Vorhaben mit zwei Solar-Ladegeräten Watt 01. Damit wird das Trekking-Team in die Lage versetzt, unterwegs Handy und iPad aufzuladen, um die Tour optimal zu dokumentieren und Kontakt zur Außenwelt zu halten. Wir wünschen dem Trekking Team viel Erfolg und wünschen der Kinder Nepal Kinderhilfe, dass möglichst viele Schulpaten gewonnen werden.