Beiträge getagged ‘USB-Powerbank’

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Technik für die Krisenvorsorge

23 September 2016

Aus Regierungskreisen ist derzeit von einer Empfehlung zu Hamsterkäufen zu hören. Eine Bevorratung von Lebensmitteln für mind. 10 Tage wird als Krisenvorsorge empfohlen. Denkbar sind Szenarien wie Kriege, gehackte Versorgungssysteme oder Währungskrisen, die den Zugang zu Lebensmitteln unmöglich machen.

Da fallen mir zwei Autoren ein, die vor dem Hintergrund der Eurokrise vor einem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems gewarnt haben. Sie befürchten eine Pulverisierung des eigenen Vermögens und raten dazu, eigenes Gemüse und Obst anzubauen.

Krisenvorsorge kann aber auch weiter gehen, als eine Bevorratung mit Lebensmitteln: Bei einem Stromausfall, der im Krisenfall (gehacktes Stromnetz) auch länger als ein paar Stunden dauern kann, ist man im schlechtesten Fall von der Außenwelt abgeschnitten. Kein Telefon, kein TV, kein Radio….und dann sitzt man noch im Dunkeln…. NICHT MIT WATTGEIZER! TADAAA!

Ich biete in meinem Shop Produkte an, um autark Strom zu produzieren. Schon kleine Lösungen reichen aus, um z.B. ein Radio zu betreiben oder abends nicht im Dunkeln zu sitzen. Ich selbst lebe auf dem Land. Hier ist es schon zu mehreren Stromausfällen an nur einem Tag gekommen. Während es in der Nachbarschaft dunkel wie Bärenarsch war, brannte in meiner Bude Licht.

Kommen wir also zu den Produkten, die ich für eine Krisenvorsorge empfehlen würde:

Watt 01 + Powerbank + 12V-USB-LED

Watt 01

Watt 01

USB-Powerbank

USB-Powerbank

12V-Lampe mit USB-Konverter

12V-Lampe mit USB-Konverter

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Set kann man im Krisenfall schon viel anfangen. Das USB-Solarpanel Watt 01 lädt die Powerbank (wahlweise mit 6, 11 oder 20Ah) auf und abends/nachts steckt man die USB-12V-Leuchte an. Die Beleuchtung entspricht ca. einer 30W-Lampe. Diese reicht aus, um einen kleinen Raum auszuleuchten. Den Strom der Powerbank kann man natürlich auch anderweitig für USB-Geräte verwenden (z.B. für Funkgeräte oder Handy (wenn ein Netz vorhanden ist)). Kostet ca. 52 Euro (mit 6,6Ah-Powerbank, inkl. 19% USt. + Versand).

Freeplay Indigo Plus

Freeplay Indigo

Freeplay Indigo

Statt Powerbank und LED kann man auch eine Laterne, wie die Freeplay Indigo Plus einsetzen. Das macht Sinn, wenn man nicht nur eine Krise, sondern auch noch schlechtes Wetter erwartet. Denn die Freeplay Indigo Plus lässt sich nicht nur über das Watt 01 aufladen, sondern auch über eine integrierte Kurbel. In der hellsten Stufe hat die Indigo Plus eine Helligkeit von 140 Lumen. Das entspricht etwa einer 12w-Leuchte. Die Indigo Plus kann auch als USB-Ladegerät eingesetzt werden und z.B. ein Handy aufladen. Watt 01 und Indigo Plus kosten zusammen ca. 63 Euro (inkl. 19% USt. + Versand).

PowerPlus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

„Moment mal….und wie bekomme ich mit, was da draußen los ist?“, wird sich die eine oder andere Krisengeplagte fragen. Mit einem Radio! Jetzt kommt die eierlegende Wollmilchsau: Die POWERplus Falcon. Es handelt sich hierbei um eine Laterne mit Radio und Handy-Ladefunktion. Die Falcon selbst kann über Kurbel, Solar oder USB aufgeladen werden. Hier empfiehlt sich auch die Kombination mit dem Watt 01, da die Solarfläche relativ klein und das Gekurbel relativ anstrengend ist. Mit der Helligkeit (ca. 100 Lumen) kann man die Nachbarn nicht unbedingt beeindrucken, aber sie reicht aus, um sich zu orientieren. Kostet ca. 27 Euro (inkl. 19% USt. + Versand) ohne Watt 01.

Alternativ bietet sich der Einsatz eines meiner Kurbelradios an.

 

Mobile Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Wer richtig in die Vollen gehen möchte, dem sei eine mobile Inselanlage ans Herz gelegt. Diese besteht aus einem 50W Solarmodul und dem Goal Zero Yeti 150. Hieran lassen sich sogar 220V-Geräte bis 85W Leistung betreiben. Somit könnte man bspw. sein Laptop aufladen oder die Lichtversorgung im Haushalt sicher stellen. Solarmodul und Powerstation lassen sich sehr einfach miteinander verbinden, so dass auch Technikfremde dieses Set sehr leicht bedienen können. Verbunden werden Goal Zero Yeti 150 und Solarmodul mit einem 5m langen Kabel.

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Pixo C2+ als Pixo-USB-Ersatz

31 Juli 2016
Pixo C2+ Akku-Ladegerät

Pixo C2+ Akku-Ladegerät

Das Pixo-USB-Ladegerät gehört zu den von mir am meisten geliebten Geräte. Warum ist das Pixo-USB-Ladegerät so wertvoll? Man kann AAA-, AA- als auch Kamera-Akkus damit aufladen. Weiterhin lässt sich das Pixo-Ladegerät selbst auch als Powerbank verwenden. Somit muss der Anwender auf Reisen nicht zig Ladegeräte mitschleppen, sondern hat nur ein leichtes Ladegerät dabei.

Umso schmerzlicher war die Information für mich, dass sich der Hersteller aus dem Markt zurück zieht und die Pixo-Ladegeräte nicht mehr hergestellt werden. Der Hersteller informierte mich darüber im Februar diesen Jahres. Seitdem empfehle ich das USB-Akku-Ladegerät von Camelion (kostet bei Ebay übrigens 15 Euro plus Versand). Das kann aber eben nur AA- und AAA-Akkus aufladen.

Es gibt nur noch Restmengen vom Pixo C2+ im Markt, das sich über 12V und die Steckdose laden lässt. Nutzlos für USB-Solar-Ladegeräte oder USB-Dynamo-Ladegeräte…
Nun kam ich auf die Idee, mal einen USB-12V-Konverter an das Pixo C2+ anzuschließen und….es funktioniert! Ab sofort liefere ich also das C2+ mit USB-12V-Konverter aus, so dass sich das Pixo C2+ an der Zigarettenanzünderbuchse, an der Steckdose UND am USB-Port aufladen lässt. In Kürze werde ich noch Produktbundles mit den Solar-Ladegeräten anbieten. Erstmal freue ich mich nur…. 🙂

Update vom 5. August 2016: Das erste Gerät wurde verkauft und ist wieder zurück gekommen. Dem Kunden wurde der Spannungskonverter (USB auf 12V) zu heiß und er vermutete, dass die Verluste beim Konvertieren zu hoch sind. Hierzu möchte ich anmerken, dass der Spannungskonverter für diese Leistungen ausgelegt ist. Dass er warm wird, ist selbstverständlich, schließlich wird die Spannung von 5V auf 12V angehoben. Bei den fließenden Strömen zum Pixo C2+ ist dies völlig unkritisch.

Nun zur Frage, ob es Leistungsverluste gibt. Ich habe ein USB-Multimeter angeschlossen und zunächst an einem Pixo-USB die Werte überprüft:

ladusb

Diesen USB-Multimetern ist natürlich nur bedingt zu vertrauen, aber es geht hier ja um den Vergleich der Werte. Der Pixo-USB nimmt 960mA bei 4,94V auf, d.h. die Aufnahme liegt bei 4,7W.

lad12v

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun zum Pixo USB C2+:

Der Pixo-C2+ nimmt 930mA bei 4,99V auf, d.h. die Aufnahme liegt bei 4,6W. D.h. die Leistungsaufnahme ist bei beiden Geräten identisch. Ich unterstelle, dass die Geräte bei gleicher Leistungsaufnahme Akkus in der gleichen Zeit aufladen. Es gibt also keine nennenswerten Leistungsverluste.

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Solar Powerbank? Lieber nicht!

2 Dezember 2014

Viele Besucher kommen auf Ihrer Suche nach einer Solar-Powerbank bei WattGeizer.com vorbei. Vermutlich, weil auf den Seiten häufig diese Begriffe verwendet werden. Tatsächlich biete ich jedoch keine einzige Solar Powerbank an. Die Powerbanks haben meist eine kleine Fläche. Das ist auch gut, weil man sie dann leichter von A nach B mitnehmen kann, z.B. in der Hosentasche. Diese Fläche wird nun von den Herstellern mit Solarzellen bestückt und dann mit dem zusätzlichen Benefit des solaren Aufladens verkauft. Aus meiner Sicht nur eine andere Art des Greenwashings, denn leistungsfähige Solarzellen brauchen noch immer Platz.

solar_powerbankNehmen wir einmal das Modell eines chinesischen Herstellers. Dieser gibt – im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern – Leistungswerte zu den eingebauten Solarzellen an. Die Solarzellen geben 250mA an die Powerbank ab. Die Powerbank ist 8.000mAh groß. Um diese komplett aufzuladen, bräuchte man 32 Stunden allerfeinsten Sonnenschein. In DE geht man in etwa von einem durchschnittlichen täglichen Ertrag aus, der der 4-fachen Stundenleistung entspricht (d.h. in Summe erhält man pro Tag die Ausbeute von ca. 4 Stunden Maximalleistung). Bei dieser Powerbank kann man also im Schnitt mit ca. 1000mAh Tagesertrag rechnen (im Sommer mehr, im Winter weniger).

D.h. die Powerbank ist in ca. 8 Tagen voll aufgeladen. Und dies auch nur, wenn sie draußen, unter freiem Himmel, aufgeladen wird. Hinter Fensterscheiben dürfte sich der Wert auf 16 Tage oder mehr ausdehnen, da Fensterscheiben Energie rauben (siehe auch den Bericht über das richtige Aufladen mit Solar-Ladegeräten). In meinen Augen ist so eine Solar-Powerbank nichts Halbes und nichts Ganzes, denn zu Hause an der Ökostrom-Steckdose lade ich meine Powerbank für unterwegs wesentlich günstiger und schneller auf, als mit dem eingebauten Modul und wenn ich auf Reisen bin, benötige ich ein Gerät, das mir einigermaßen verlässlich Energie für mein Smartphone & Co. spendet.

Zum Vergleich: Die bei WattGeizer.com angebotenen Solarladegeräte gehen bei einer Leistung von 650mA los (mal abgesehen von dem AA-Ladegerät von Camelion). Je nach Einsatzzweck und -ort empfehle ich meinen Kunden ganz unterschiedliche Solar-Ladegeräte in Verbindung mit unterschiedlichen USB-Powerbanks. Wenn Du trotzdem nach einer Powerbank mit Solarzellen suchst, achte unbedingt auf die Leistung der Solarzellen (nicht zu verwechseln mit der Leistung der Powerbank) und einigermaßen Wettertauglichkeit.

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USB-Powerbank – Ladeverhalten und Kauffaktoren

20 August 2014

Ich schreibe immer munter über meine Solar-Ladegeräte und vernachlässige dabei, die USB-Powerbank zu erwähnen. Dabei sind sie sehr wichtig, denn sie übernehmen in Verbindung mit einem Solar Ladegerät oder einem Dynamo-Ladegerät die wichtige Aufgabe, unstete Ladeströme in gleichmäßige Ladeströme umzuwandeln. Zum Hintergrund: Beim Fahrradfahren gibt es Phasen, in denen man sehr langsam fährt und ggf. komplett zum Stillstand kommt, z.B. an Ampeln. Beim Laden mit Solarmodulen sind es Wolken, die den Ladestrom versiegen lassen. Viele angeschlossene Geräte verweigern dann die Aufnahme dieser niedrigen Ladeströme. Einige beenden sogar den laufenden Ladevorgang und dieser muss manuell wieder gestartet werden. Diese negativen Faktoren lassen sich mit der richtigen Powerbank vermeiden. Dazu später mehr….

USB-Powerbank von klein bis gross

Aktuell habe ich 14 USB-Powerbanks im Shop

Kapazität der USB Powerbank

beliebte Irrtümer

Ich möchte in diesem Beitrag zunächst auf die Kapazität von USB-Powerbanks eingehen. Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Häufig wird die Angabe in Amperestunden (Ah) oder auch Milliampere (mAh) gemacht. Dies führt zu Irrtümern, denn die Angabe in mAh oder Ah allein sagt nichts über die Kapazität der Powerbank aus, wenn man nicht die Spannung berücksichtigt. Z.B. enthält die Guide 10+ Powerbank 4 Akkus mit je 2.300mAh. Das ergibt in Summe 9,2Ah. Anders als übliche USB-Powerbanks enthält das Guide 10+ NiMH-Akkus mit einer Spannung von 1,2V. Demnach liegt die Kapazität bei 11Wh (9,2Ahx1,2V). Üblicherweise enthält eine USB-Powerbank hingegen Li-Ion-Zellen mit 3,6V Spannung. Oftmals sind 18650-Zellen in der Powerbank enthalten.

Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist es, den Ladungsspeicher in Ah auf die Ausgangsspannung zu beziehen. Der Minigorilla hat einen z.B. einen Akku mit 9.000mAh und eine Ausgangsspannung von bis zu 19V. Würde man diese Kombi zugrunde legen, hätte der kleine Minigorilla eine phantastische Kapazität von 171Wh. Tatsächlich hat er eine Kapazität von 9Ah x 3,7V = 33,3Wh. Daher wird für eine Spannung von 19V auch der Ladungsspeicher von 1,75Ah (33,3Wh/19V) angegeben.

Butter bei die Fische

Was besagt diese Angabe? Vereinfacht könnte man errechnen, dass z.B. ein Handy, das 0,5 Watt in der Stunde verbraucht ca. 76 Stunden an der 10.400er Powerbank betreiben könnte (38Wh/0,5W). Oder anders: Wenn das Handy eine Kapzität von 1,5Ahx3,7V=5,55Wh hat, kann ich es mit der Powerbank 6,8 Mal (38/5,55) aufladen. So kann man sich ungefähr ausrechnen, was man mit der Powerbank anstellen kann. Aber eben nur „ungefähr“. :-/ Die meisten USB-Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Zellen. Eine Untersuchung  (nochmals danke Georg) hat ergeben, dass die meisten Li-Ion-Akkus mit bereits nur 90% der angegebenen Kapazität ausgeliefert werden. Da fast alle Akkus betroffen sind, muss man davon ausgehen, dass auch nahezu alle Li-Ion-Powerbanks diese Kapazitätslücke aufweisen. Begründet wird dies damit, dass die Hersteller sich gerne weit aus dem Fenster hängen und die Kunden dies nicht zu sehr verübeln. Grmpf.

Zu dieser Kapazitätslücke kommen noch Transferverluste. Wenn eine USB-Powerbank ein Smartphone lädt, erfolgt dies über die USB-Schnittstelle. Bei der Stromabgabe wird also die Spannung auf ca. 4,5-5V angehoben. Das Smartphone legt den Strom wieder bei niedrigerer Spannung ab. Durch diese Spannungswandlung geht Kapazität verloren. Ein weiterer Kapazitätsverlust erfolgt durch die Lagerung von Li-Ion-Akkus. Üblicherweise verlieren Li-Ion-Akkus bei Zimmertemperatur ca. 15% p.a. an Kapazität. Dazu mehr im nächsten Absatz.

Typische Lebensdauer einer USB-Powerbank

Oben genannte Untersuchung hat ebenfalls gezeigt, dass mit jeder zusätzlichen Ladung der Powerbank Kapazität verloren geht. Die Höhe des Kapazitätsverlustes ist davon abhängig, wie der Li-Ion-Akku aufgeladen wird. Maßgeblich für den Kapazitätsverlust und damit die Lebensdauer der Li-Ion-Akkus sind folgende Faktoren:

  • die Entladungstiefe
  • die Ladehöhe
  • die Lagerungstemperatur

Die Entladungstiefe: Die Untersuchung hat gezeigt, dass Akkus, die immer vollständig entladen wurden, ca. 300-500 Ladezyklen überlebt haben. Wurden die Akkus hingegen nach 50% Entladung wieder aufgeladen, so haben sie die 3-4-fache Lebensdauer gezeigt, also 1.200 bis 1.500 Ladezyklen erreicht.

Ebenfalls ist es nicht empfehlenswert, die Akkus „bis zum Anschlag“ aufzuladen. Je höher der Akku geladen wird, desto höher ist die interne Spannung. Wird der Akku immer auf eine Spannung von 4,2V geladen, d.h. erfolgt eine komplette Vollladung, dann schafft der Akku ca. 300-500 Ladezyklen. Wird der Akku hingegen nur zu 80% geladen (Spannung ca. 4V), schafft der Akku ca. 1.200-2.000 Ladezyklen. Die Lagerungstemperatur ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensdauer des Akkus. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine Lagerung über drei Monate bei 60°C einen Kapazitätsverlust von 40% ergibt. Erstaunlich ist, dass selbst bei einjähriger Lagerung bei (etwas erhöhter) Zimmertemperatur von 25°C der Verlust immerhin noch 20% beträgt. Packen Sie den Akku in den Kühlschrank, kommen Sie mit 5-10% Verlust aus.

Fazit

Was heißt das nun für die Praxis? Im Alltag dürfte es schwer sein, die USB-Powerbank beim Ladestand von 50% wieder auf nur 80% aufzuladen. Beim Handy und einem Bürojob mag das ja noch einigermaßen gelingen. Aber wenn man unterwegs ist und der Handyakku schwächelt, dann saugt man im Zweifel die angeschlossene Powerbank komplett aus. In Zeiten sinkender Preise für Handyakkus und Powerbanks wird sich vermutlich eh niemand um o.g. Untersuchungsergebnisse scheren. Aber in heißen Gegenden, in denen die Energie knapp ist, wird man vielleicht etwas sorgsamer auf ausreichende Kühlung der Akkus achten. Auch beim Aufladen einer Powerbank mit einem Solarladegerät sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst kühl gelagert wird. Worauf man bei der Auswahl der USB-Powerbank beim solaren Laden achten muss, behandelt der nächste Absatz.

Powerbanks für Solar-Ladegeräte

Was gilt es bei der Auswahl einer Powerbank für ein Solar-Ladegerät zu beachten? „Bigger is better“ zählt hier nicht unbedingt, da noch einige Faktoren mehr eine Rolle spielen. Zunächst einmal muss die Eingangsspannung der USB-Powerbank der Ausgangsspannung des Solarmoduls entsprechen. Gängig sind 5V-Geräte und Powerbanks, wie der Minigorilla und Powergorilla, die eine Spannung von >12V verarbeiten können. Soll mit einem 12V-Ladegerät eine USB-Powerbank geladen werden, muss ein Spannungswandler eingesetzt werden.

Unabhängig davon, ob es sich um eine 5V- oder 12V-Powerbank handelt, muss die Powerbank auch niedrige Ladeströme verarbeiten können. Es gibt Powerbanks, die nehmen nur Ströme > 100-300mA auf. Bei widrigen Wetterbedingungen können die Ladeströme eines Solarmoduls aber sehr gering sein. Nimmt die Powerbank diese Ströme nicht auf, wird Energie verschenkt.

Wichtig ist weiterhin, dass sich die digitale Anzeige an der Powerbank gut ablesen lässt. Meist setzt man das Solarladegerät in der prallen Sonne ein. Dann ist die Sicht auf Messinstrumente und digitale Anzeigen meist sehr schlecht. Eine Powerbank mit kräftigen LED hilft hier.

Große Powerbanks nur für mehrtägige Touren

Neben dem Gewicht und der Größe der Powerbank spielt auch die Relation zur Modulleistung eine Rolle. Einerseits, was den Eingangsstrom der Powerbank angeht: So wird Energie verschenkt, wenn ich ein Modul mit 2A Leistung an einer Powerbank mit max. 1A Input einsetze. Andererseits, was die Kapazität der USB-Powerbank angeht: Wenn ich drei Powerbanks zu einem Modul anbiete, wählen 95% der Kunden die größte Powerbank aus. Ich hingegen würde eine Powerbank auswählen, die ich mit dem Modul an einem Tag aufladen kann (vorausgesetzt, ich möchte 1x am Tag meine Geräte aufladen). Mehr Energie bekomme ich über das Modul eh nicht hinein.

Sehr große Powerbanks machen dann Sinn, wenn man diese zu Hause komplett voll lädt und dann unterwegs per Solar immer etwas drauf lädt. Oder wenn man die USB-Powerbank auch anderweitig – ohne Solarmodul – für längere Zeit einsetzen möchte. Einer meiner Lieferanten hat mal eine 1.000mAh-Powerbank zu seinem Modul angeboten. Die war so klein, dass man sein Handy nicht 1x aufladen konnte. Auf dieses Defizit angesprochen, erläuterte der Lieferant, dass es für Kunden psychologisch sinnvoll sei, dass die Powerbank schnell geladen ist. 😀

Und warum keine Solar-Powerbank?

Ich werde häufig gefragt, was ich von Solar Powerbanks halte. Das sind USB-Powerbanks, in die eine Solarzelle eingebaut wurde. Mein Rat: Finger weg! Die solare Leistung ist so gering, dass man auf diese verzichten sollte. Kauft Euch lieber eine solar-taugliche Powerbank und ladet die mit einem vernünftigen Solar-Ladegerät auf. Mehr zu diesem Thema, lest Ihr im Blog-Beitrag

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Goal Zero Guide 10+ per Solar aufladen?

10 Juli 2014

Das Internet ist ein Segen. Bevor man ein Produkt kauft, erkundigt man sich im großen Online-Kaufhaus, wie dieses denn bewertet wurde. Hat es bei mehr als 10 Käufer-Bewertungen >= 4 Sterne bekommen, kann man es vermutlich guten Gewissens kaufen. Schwieriger ist es, wenn WattGeizer.com eigene Produkte auf dem Markt bringt und diese – aus gutem Grund – nicht beim großen Online-Kaufhaus verkaufen möchte. Wie kann ein Interessent nun herausfinden, ob er sich Schrott einhandelt oder die Produkte tatsächlich funktionieren? Einerseits gibt es auch auf WattGeizer.com ein Bewertungssystem. Da ich aber meine Kunden nicht per E-Mail auffordere, die Produkte oder meinen Shop zu bewerten, gibt es hier wenig zu lesen. Andererseits gibt es diverse Internetseiten, auf denen die Produkte getestet wurden.

Relativ aktuell ist ein Test des Watt 03 in Verbindung mit dem Guide 10+ aus dem Haus Goal Zero. In der Facebook-Gruppe „gearStruck“ beschreiben Anwender Ihre Erfahrungen beim Aufladen des Guide 10+ mit dem Watt 03. Dort wurde beschrieben, dass zwar 5 Stunden Ladezeit ausreichen würden, um einen garmin etrex 30 einen Tag lang betreiben zu können, aber es wurde angemerkt, dass der Ladestrom nicht ausreicht, um den Guide 10+ komplett aufzuladen. Dabei ist die Kapazität mit 11Wh nicht wirklich hoch und sollte von einem 3W-Gerät zu stemmen sein.

Diese Aussage hat mich selbst in die Abendsonne nach draußen getrieben, um mal ein paar Versuche zu starten. Zwar gibt Goal Zero eine Ladezeit von 8 Stunden über den USB-Port an (ist auch korrekt), aber meine Hoffnung war, dass das Gerät bei einem höheren Eingangsstrom auch schneller geladen wird. Pustekuchen…

powerbankBeim Anschluss an eine Powerbank zeigt das Guide 10+ USB-übliche 4,98 Volt an.

watt03Schließt man hingegen das Watt 03 an, sinkt die Spannung auf 2,17V ab (Leerlaufspannung >5,3V).

watt03_laden

Der Ladestrom liegt bei 600mA. Demnach lädt das Watt 03 statt mit 0,6Ax5V=3W nur mit 0,6Ax2,17=1,3W. Insofern wird auch klar, warum das komplette Aufladen des Guide 10+  an einem Tag ein sehr schwieriges Unterfangen ist.

Ich habe mehrere Kombinationen mit dem Guide 10+ durchprobiert – in allen Fällen waren die Module weit von der USB-Normspannung entfernt. Selbst an einem monokristallinen 10 Watt-Modul mit Spannungsregler (einstellbar auf 5V Ausgangsspannung) wurde ein Wert von knapp über 2V gemessen.

Beim Watt 01 wurde immerhin ein Wert >3V gemessen, aber dennoch geht beim Aufladen des Guide 10+ per Solar am Mini-USB-Anschluss sehr viel Leistung verloren. Da sich dieser Leistungseinbruch bei anderen Powerbanks nicht zeigt, empfehle ich, den Guide 10+ ausschließlich am Solarport des Nomad 7/Nomad 13 oder einer Powerbank aufzuladen. Schade eigentlich…

 

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Neue Auflage des Solar-Ladegerätes Watt 01

10 März 2014

Solarladegerät Watt 01Der Sortiments-Frühjahrsputz hat eine interessante Änderung beim Solar-Ladegerät Watt 01 ergeben: Die 5.000er Powerbank ist rausgeflogen (der Lieferant konnte nur noch eine Powerbank liefern, die mit geringen Ladeströmen nicht umgehen kann). Dafür ist eine 3.000er Powerbank als Ergänzung zum 4,5W-Panel aufgenommen worden. Gleichzeitig wurde der Preis um 30 Euro gesenkt!

Somit wiegt das Set nun keine 600 Gramm. Die Powerbank lässt sich in den rückseitigen Taschen gut verstauen und lässt sich in nur 4 Stunden in praller Sonne aufladen….ein perfektes Team. Wenn Ihnen das Gewicht nicht so wichtig ist oder Sie auf Reisen ab und an eine Steckdose vorfinden, dann sollten Sie über ein Upgrade nachdenken. Für einen Aufpreis von 5 Euro erhalten Sie die 6.600er Powerbank. Diese hat zwei USB-Ausgänge und einen hohen Ladestrom (2A).