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Kurbelradios im Test

2 Februar 2017

Im Online-Shop WattGeizer.com biete ich derzeit 5 unterschiedliche Kurbelradios – oder auch Dynamoradios – an. Es liegt auf der Hand, dass ein Produktvergleich über die einzelnen Artikelseiten sehr mühsam und zeitintensiv ist. Daher habe ich diese Kurbelradios einmal einem Test unterzogen und möchte meine Eindrücke hier schildern. Wer sich bis zum Ende durchgelesen hat, wird mit einer übersichtlichen Tabelle belohnt, in der die Kurbelradios miteinander verglichen werden.

Fangen wir an mit dem günstigsten Gerät: Es ist das HQ TORCH-EMC 01. Als erstes fällt auf, dass das Gerät im Plastik-Design daher kommt. Das Gehäuse ist, genau wie alle Schieber und Drehräder, aus glattem Plastik. Wäre es nicht in schwarz/weiß gehalten, würde man vermutlich von Retro sprechen, so bleibt aber ein etwas nüchterner Eindruck. Dieser wird beim Einschalten des Gerätes verstärkt, wenn man merkt, dass der Akku fast leer ist. Es macht keinen guten Eindruck, dass der Hersteller die Geräte mit einem annährend leeren Akku ausliefert.

Um ein wenig Zeit zu sparen, habe ich das Gerät mit der integrierten 5V-Buchse aufgeladen (Ökostrom – versteht sich). Beim Einstellen des Senders fällt auf, dass sich die Sender relativ schwer einstellen lassen. Ist aber ein Sender gefunden, kann man über den Klang nicht meckern. Als einziges Radio verfügt es über zwei integrierte LED-Leuchten. Eine ist an der Stirnseite als Taschenlampe angebracht, die andere ziert die obere Gehäuseseite. Letztere ist sehr gut als Raumleuchte geeignet und reicht z.B. für die Ausleuchtung eines Zeltes aus.

Die Kurbel ist – wie bei allen angebotenen Radios – sehr leicht zu bedienen. Die Größe des internen Akkus lässt sich leider nicht bestimmen und dieser ist auch nicht auswechselbar. Jedoch kann man die Laufzeit des Radios dadurch erhöhen, indem man 3 zusätzliche Batterien oder Akkus in das Radio legt. Diese lassen sich zwar nicht über die Kurbel laden, geben aber die Energie an Radio, LED oder Handy ab. Handy? Ja, zusammen mit dem Radio werden 5 Adapter geliefert (u.a. Nokia 3,5mm und Mini-USB), mit denen sich Handys und mobile Geräte laden lassen. » Weiterlesen: Kurbelradios im Test

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Solar-Ladegeräte im Test – 2015

26 Juli 2015

Der letzte Test meiner Solar-Ladegeräte liegt bereits 3 Jahre zurück. 3 der dort vorgestellten Solarladegeräte führe ich nicht mehr im Sortiment. Es ist also an der Zeit, die aktuell von mir verkauften Modelle intensiver zu vergleichen.

5 Solar-Ladegeräte im Test

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Test stellen sich die Modelle (von links nach rechts): XTORM AP150, das Watt 01 V2, das Watt 03, ein 7W-Modul (welches ich derzeit noch nicht anbiete) und das Nomad 7 von Goal Zero.

Das XTORM AP150 tanzt mit einem Output von über 10 Watt etwas aus der Reihe der getesteten Solar-Ladegeräte, aber aufgrund des geringen Gewichtes von nur 450 Gramm lohnt sich der Vergleich. Ich habe die Solar-Ladegeräte an einem sonnigen Tag ausgepackt und etwas in der Sonne dösen lassen. Der Messvorgang erfolgte bei annährend 1.000 Watt/m2, was den offiziellen Messbedingungen der Module entspricht.

Alle Module eint, dass sie relativ kompakt sind und für das Laden von Smartphones und iPhones (mit Powerbank) geeignet sind. Durch hocheffiziente Zellen und eine entsprechend großer Fläche, schaffen sie es wesentlich schneller, als Solar-Powerbanks – von denen ich abrate, weil die Solarfläche eher ein Marketing-Gimmick ist.

WattGeizer Watt 03

Ich starte den Vergleich mit dem leichtesten Modell im Shop, dem Watt 03. Dieses hat ein Gewicht von nur 157 Gramm, ist flexibel und faltbar. Damit macht es sich zum idealen Begleiter auf Wandertouren. Die Leistung von 3 Watt bedingt jedoch einigermaßen gute Wetterbedingungen. Für jemanden in der Wildnis Nordnorwegens würde ich das Modul nicht empfehlen. Ist der-/diejenige jedoch auf dem Jakobsweg unterwegs … perfekt!

Kundin mit dem Solar-Ladegerät Watt 03 im Erzgebirge

Nette Kundin unterwegs mit dem Watt 03 im Erzgebirge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein schönes Reisemodul, das sich gut im Gepäck unterbringen lässt. Durch seine Flexibilität kann es nicht zerbrechen. Man sollte es aber auch nicht zerknicken. Das Watt 03 hat amorphe Zellen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie auch bei nicht so optimalen Wetterbedingungen einen hohen Output erzeugen. Ich habe das Watt 03 bei einer Einstrahlung von 981 Watt/m2 in die Sonne gelegt und es hat eine Leistung von 590mA angezeigt. Das entspricht bei einer Spannung von 5V knapp 3 Watt. Alle Geräte wurden übrigens an die gleiche Powerbank angeschlossen. Das ist wichtig zu erwähnen, weil Powerbanks mit steigender Ladung weniger Strom aufnehmen.

Das Solar-Ladegerät Watt 03
Auf dem Foto wird deutlich, dass die optimale Ausrichtung des flexiblen Moduls mit nur einer Hand problematisch ist. Besser ist es, wenn man das Modul auf einem festen Untergrund platzieren kann, wie z.B. am Rucksack. Ausgebreitet hat das Watt 03 eine Fläche von ca. 42 x 21,5cm und lässt sich damit sehr gut am Rucksack befestigen. Die drei integrierten Ösen helfen bei der Befestigung.

Ein Kunde berichtet in einer Facebook-Gruppe über das Watt 03
Einsatz-Empfehlung:
gelegentliche Handy-Ladung,
Wanderer, die in sonnigen Gebieten unterwegs sind.

 

WattGeizer Watt 01

Das nächste getestete Modell ist das Watt 01 V2, die Neuauflage des legendären Watt 01. Es gibt Kunden, die bereits nacheinander mehrere Exemplare des neuen Watt 01 gekauft haben. Umso trauriger, dass bisher noch keine Rezension stattgefunden hat.

****
Exkurs: Ein Beratungssuchender meinte letztens zu mir, dass man lieber bei Amazon kaufen sollte, da es dort so viele Rezensionen gibt (ich frage mich gerade, warum er dann bei mir angerufen hat). Dass das Amazon-Bewertungssystem Schwächen hat, zeigt z.B. die Suche nach Staubsaugern. Geben Sie mal „jolta staubsauger“ ein und schauen Sie sich die Bewertungen zu den unterschiedlichen Modellen an. Da schreiben immer die gleichen Leute.
Auch das Buch meiner Cousine ist ein gutes Beispiel: 34 Bewertungen – darunter 1 verifizierter Kauf. Der findet es immerhin auch gut – wie übrigens 32 andere Rezensenten, darunter mein Onkel und viele Kunden meiner Cousine.
****
Komme ich wieder zum Watt 01: Es ist leicht (ca. 240 Gramm), leistungsfähig (5 Watt) und kompakt (ca. DinA4-Seite). Möchte man Nachteile suchen, dann fällt einem ein, dass es aus monokristallinen Zellen gefertigt ist. Diese können im Extremfall brechen. Das ist – mit Ausnahme des Watt 03 – aber auch bei allen anderen hier vorgestellten Modellen möglich.

Test vom Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In die Sonne gelegt, zeigt das Watt 01 den Ausgangsstrom von 1A. Wenn man Transferverluste beim Laden hinzu rechnet, wäre ein modernes Smartphone mit einem 2,5Ah-Akku (z.B. Galaxy S6) in ungefähr 3 Stunden aufgeladen. Das geht allerdings nur, wenn man sehr gute Wetterbedingungen hat und das Modul optimal ausgerichtet ist.

Das Outdoor-Solarladegerät Watt 01 der neuen Version hat aber auch bei widrigen Wetterbedingungen einen höheren Output als das Vorgängermodell (ca. doppelt so hoch). Dies ist auch bedingt durch den Wechsel von polykristallinen zu monokristallinen Zellen.

Das Watt 01 ist ein in PET eingefasstes Modul. Die Oberfläche ist daher nicht so kratzfest wie Glas, aber das Modul ist deutlich leichter: Modul mit USB-Controller wiegen nur 175 Gramm. Die beiden sind fest in einer Hülle untergebracht, so dass man in jeder Ecke eine Öse hat und sich das Modul gut befestigen lässt.

 

 

 

 
klett Auf der Rückseite ist eine Tasche mit Kreppband untergebracht, in der die Powerbank oder das Handy seinen Platz findet. Das Watt 01 ist dadurch relativ gut vor eindringendem Wasser geschützt (anfällig sind bei Solar-Ladegeräten immer die USB-Anschlüsse mit Controller. Die Module selbst sind absolut wasserfest).

Wer seine Kamera-Akkus oder AA-/AAA-Akkus aufladen möchte, der sollte sich gleichzeitig das PIXO C2+ zulegen. Dieses kann man mit einem Konverter an den USB-Port anschließen und damit seine Akkus aufladen. Ich selbst lade meine Canon EOS-Akkus und NiMH-Akkus ausschließlich nur noch mit dem PIXO auf.

Durch seine Kompaktheit und das geringe Gewicht ist das Watt 01 vielfältig einsetzbar. Auf dem Fahrrad schlackert nichts herum. Beim Wandern fängt es auf dem Rucksackdach die Sonne ideal ein und beim Campen hängt man es an die Zeltwand oder nimmt es mit zum Strand. Es ist ein schönes Universalmodul zu einem wirklich fairen Preis!

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

WattGeizer 7 Watt-Modul

Mein Hersteller hat ein 7W-Modul im Sortiment, von dem ich mal ein Muster gekauft habe. Da ich es derzeit noch nicht anbiete, wird es nur kurz angerissen: Es handelt sich um ein echtes 7W-Modul. Im Internet werden viele Solar-Ladegeräte angeboten, bei denen sich die Leistung des Ladegerätes auf die Modulleistung bezieht. Diese ist höher, als der tatsächliche Ausgangsstrom am USB-Port. Tatsächlich sind es dann häufig 5W-Module, die da als 7W-Modul verkauft werden. Auch bei meinen Lieferanten gibt es diese „Tricks“. So wird das AP150 als 12W-Modul verkauft. Kann sein, dass das Modul eigentlich 12W ausspuckt, aber tatsächlich kommt am USB-Port ein Strom von max. 2,1A bei 5V heraus. 2,1A x 5V = 10,5W.

7w

Zurück zum 7W-Modul: Die Messung meines Exemplares zeigt einen Ausgangsstrom von 1,28 Ampere, was 6,4 Watt entspricht. Vorteil dieses Moduls ist, dass es faltbar ist und dadurch auf Maße von 22,5 x 16cm gefaltet werden kann. Ausgebreitet hat das Modul eine Länge von 47cm, wobei die Lasche, an der sich der USB-Controller befindet auch umgeklappt werden kann, so dass man ca. noch 34cm Fläche hat. Damit lässt sich das Modul gut auf dem Rucksack oder Fahrrad befestigen. Es wiegt 350 Gramm und ist damit doch ca. 110 Gramm schwerer als das Watt 01. Den Leistungsgewinn von 2W für 110 Gramm zu erkaufen, ist auch der Grund, warum ich es noch nicht im Shop gelistet habe. Ansonsten ist es ein sauber verarbeitetes Solarladegerät mit Tasche für das Smartphone und 5 Ösen. Wer Interesse hat, kann sich ja mal bei mir melden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

Goal Zero Nomad 7

Ein von der Bauart ganz ähnliches Solar-Ladegerät ist das Nomad 7 von Goal Zero. Es liegt nunmehr in einer überarbeiteten Version vor. Während das alte Modell nur ca. 500mA am USB-Port ausspuckte, gibt das aktuelle Modell 1A aus. Das bestätigt auch mein Test (1,02A). Es handelt sich um ein 80 Euro-Solarladegerät, das den gleichen Output hat, wie mein 25 Euro teures Watt 01.

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Warum findet man das Gerät dennoch im Shop? Weil es in Kombination mit dem Guide 10 Plus hervorragend dazu geeignet ist, AA- und AAA-Akkus aufzuladen (4 Stück gleichzeitig). Darüber hinaus bietet es die Gelegenheit, 12V-Geräte aufzuladen. So könnte man z.B. das Nomad 7 im Sommer zum Laden von Smartphone und NiMH-Akkus nutzen und es im Winter an die Autobatterie als Erhaltungsladegerät hängen. Allerdings bräuchte man dann noch einen weiteren Adapter, weil sich im Lieferumfang lediglich eine 12V-KFZ-Buchse befindet. Wenn Sie einen bestimmten Adapter suchen, bin ich gerne bei der Suche behilflich. Natürlich kann man im Sommer auch 12V-Geräte mit dem Nomad 7 laden oder betreiben.

Mit 470 Gramm ist das Nomad 7 kein Leichtgewicht. Zudem ist die Oberfläche sehr empfindlich. Kratzer und Fingerabdrücke sieht man sehr schnell auf dem Modul. Dafür ist es faltbar auf kompakte Maße von 23 x 17cm (ausgebreitet sind es 44 x 23cm) und hat eine große Tasche für Handy, Smartphone, Powerbank oder Guide 10+ auf der Rückseite. Mittels Laschen an den Seiten, kann es gut am Rucksack oder an Fahrradtaschen befestigt werden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung von 12V-Akkus, Ladung von AA-/AAA-Akkus (in Kombination mit dem Guide 10+)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler, Autofahrer….

XTORM AP 150

Ok, ok, das XTORM AP150 passt in diesen Test aufgrund der hohen Leistung eigentlich nicht rein. Da es mit 450 Gramm jedoch leichter als das Nomad 7 ist und preislich nur leicht über dem Nomad 7 liegt, soll es hier seinen Platz finden. Ich habe bereits oben erwähnt, dass der Hersteller das Gerät als 12W-Gerät verkauft. Tatsächlich ist die Ausgangsleistung mit 10,5W geringer. Mein Test hat eine Ausgangsleistung von 9,4W (1,88A) gezeigt.

ap150

Wer also mit seinem Modul nicht allzu viel durch die Gegend rennen möchte (dafür sind 450 Gramm definitiv zu schwer), der kann beherzt zugreifen. Das Modul setzt die neueste Generation monokristalliner Solarzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad ein. Das bewirkt, dass das Solar-Ladegerät auf etwa der gleichen Fläche des Nomad 7 einen deutlich höheren Output erzeugt. Das AP150 hat ausgebreitet die Maße 41 x 26,5cm, zusammengefaltet 16,5 x 26,5cm.

Wie beim Nomad 7 befindet sich auf der Rückseite eine große Tasche für Handy, Smartphone & Co. In dieser Tasche befinden sich zwei USB-Buchsen über die parallel zwei Geräte gleichzeitig geladen werden können. Wird nur ein Gerät geladen, fließt der komplette Strom über die aktive Buchse. An den Seiten des AP150 befinden sich Laschen, mit denen sich das Modul gut befestigen lässt.

Jetzt kommt noch ein ACHTUNG! Bei meinem Test hat sich gezeigt, dass das Modul absolut empfindlich gegenüber Verschattungen ist. Testhalber habe ich mal eine Hand über einen Teil des Solar-Ladegerätes geführt. Die Leistung sank rapide auf 10mA ab:

ap150_verschattung
Das dieser Leistungsabfall so deutlich ausfällt, hat mich überrascht – zumal ich nur einen Teil des Moduls abdecke. Ich werde mal den Hersteller fragen, ob das so sein soll. Unterwegs kann das schon sehr hinderlich sein, wenn mal ein Baum im Weg. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. 😉

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung in Regionen mit niedrigerer Strahlungsintensität (z.B. Norwegen, Grönland etc.)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler

 

 

 

Kurz bevor die Tabelle mit allen verglichenen Modulen kommt, noch ein paar allgemeine Hinweise:

Der Ausgangsstrom der Solar-Ladegeräte ist abhängig von
– der Jahreszeit (Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa im Sommer ca. 700W/m2,  im Winter ca. 250W/m2)
– dem Einsatzort (Äquatornähe besser, Polnähe schlechter)
– den Wetterbedingungen (strahlend blau, Dunst, einzelne Wolken, bedeckter Himmel)
– störenden Faktoren zwischen Sonne und Ladegerät (Fensterscheiben, Folien etc.)

UPDATE Ende 2016: Das Nomad 7 wurde durch das leistungsfähigere Nomad 7 Plus abgelöst. Das Watt 03 und das Watt 01 V2 wurden durch das leistungsfähigere Watt 01 V3 abgelöst.

Bei der Auswahl des passenden Solar-Ladegerätes sollten also der benötigte Energiebedarf und oben genannte Faktoren berücksichtigt werden. Gerne helfe ich Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes. Rufen Sie mich gerne an (Tel. 04621-9440661 oder schreiben mir eine E-Mail: info@wattgeizer.com).
Hier nun alle getesteten Solar-Ladegeräte in der Übersicht:

WattGeizer
Watt 03
WattGeizer
Watt 01 V2
WattGeizer
7 W-Modul
Goal Zero
Nomad 7
XTORM
AP150
Maße gefaltet
in cm
9,3 x 21,5 x 2,5 28,2 x 21,2 x 1,5 16 x 22,5 x 2,5 17 x 23 x 4 16,5 x 26,5 x 4
Maße ausgefaltet
in cm
42 x 21,5 x 1,0 28,2 x 21,2 x 1,5 47 x 22,5 x 1,0 44 x 23 x 2,5 41 x 26,5 x 2
Ca.-Gewicht
in Gramm
157 240 350 470 450
System-Spannung 5V 5V 5V 5V / 7V / 12V 5V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,65A 1A 1,4A 1A bei 5V 1,1A bei 6,5V
0,3A bei 15V
2,1A
Ausgangsstrom
lt. Test
0,59A 1A 1,28A 1A (bei 5V) 1,88A
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 2 Stunden 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 15 Minuten 45 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 3 Stunden 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde
Sonstiges faltbar, flexibel
2,1W pro 100g
2,08W pro 100g derzeit nicht im Sortiment
2W pro 100g
kann auch 12V-Geräte laden.
1,06W pro 100g (5V)
2 USB-Anschlüsse
2,33W pro 100g
Preis bei WattGeizer.com**
inkl. 19% MwSt.
49 Euro 24,95 Euro 39,95 Euro 69,95 Euro 89 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen
** Stand: 26.7.2015 

© WattGeizer.com

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Solar-Ladegeräte im Test (Outdoor-Update)

15 Juni 2012

Update vom 28.7.2015: Es gibt einen aktuellen Test meiner angebotenen Solar-Ladegeräte unter https://www.wattgeizer.com/blog/solar-ladegeraete-im-test-2015/

Die Anforderung ist klar: Man ist mehrere Tage draußen unterwegs und möchte Handy-, Smartphone- oder Kameraakkus – fernab jeglicher Steckdose – aufladen. Die gängigsten Lösungen gibt es als Fahrrad-Dynamo-Ladegerät oder als Solar-Ladegerät. Idealerweise setzt man einen Pufferakku ein, der für beide Geräte eingesetzt werden kann (z.B. das Watt 01 und das KEMO M172). Für diesen Artikel lasse ich einmal die Dynamo-Ladegeräte links liegen und behandle ausschließlich die Outdoor-Solarladegeräte. Denn für die meisten Solar-Interessierten ist es schwer genug, beim ersten Kauf das richtige Gerät zu finden. Dieser Artikel soll bei der Kaufentscheidung helfen.

Sunload Solarclaw, GoalZero Nomad 7M, Me2Solar Aurora 4, Wattgeizer Watt 01

Dem Test stellen sich folgende Geräte: Das Sunload Solarclaw, das GoalZero Nomad 7, das Me2Solar Aurora 4 und das WattGeizer Watt 01. Update vom 2.10.2014: Das Aurora 4 wird nicht mehr produziert, der Hersteller hat seine Geschäftstätigkeit „eingestellt“. Update vom 08.07.2015: das Sunload-Modul wird von uns nicht mehr vertrieben, weil das Watt 01 einen Nachfolger erhalten hat. Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Grundsätzlich unterscheidet man in 12V- und 5V-Ladegeräte. Das Solarclaw von Sunload ist ein 12V-Modul, Aurora 4 und Watt 01 haben eine Ausgangsspannung von 5V (USB). Besonders vielfältig ist das Nomad 7, das gleich drei Spannungen liefert: 12V, 7V und 5V.

Wer braucht nun welche Spannung? Übliche Handys, Smartphones und Tablet-PCs kommen mit einer Spannung von 5V aus. Auch AA- oder AAA-Akkus und sogar Kamera-Akkus lassen sich mit geeigneten Geräten (z.B. mit dem Pixo-Ladegerät) mit einer Spannung von 5V laden. Die Spannung von 12V ist für Anwender interessant, die Autobatterien oder Laptop-Ladegeräte, wie den Powergorilla oder das Escape 150 Power Pack, laden möchten.

Die Module unterscheiden sich weiterhin in der Bauform. Bis auf das Watt 01 sind alle Module faltbar. „Faltbar“ heißt schön klein beim Reisen und schön groß beim Einfangen von Sonne (ob’s etwas bringt, erzähle ich später). Das Solarclaw und das Aurora 4 sind aus CIGS (Dünnschicht)-Zellen gefertigt und dadurch sehr flexibel und leicht. Diese Eigenschaft ist auf Reisen sehr sympathisch, da sich das Modul im Rucksack oder Koffer anschmiegt und nicht brechen kann. Nomad 7 und Watt 01 sind aus monokristallinen bzw. polykristallinen Zellen gefertigt und starre Module -> hier gibt es bei extremen Belastungen eine Bruchgefahr und die Module sind etwas schwerer. Dafür haben die monokristallinen Zellen den besten Wirkungsgrad.

Gefaltet (s. Foto oben) haben die Module die folgenden Maße:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 16,5 x 2,5 cm
Solarclaw: 24,5 x 12,5 x 3,7 cm
Aurora 4: 22,7 x 12,7 x 1,3 cm

Ausgefaltet sieht das ganze anders aus:
Die Maße betragen im ausgefalteten Zustand:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 43 x 0,25 cm
Solarclaw: 24,5 x 73,5 x 2,0 cm
Aurora 4: 22,7 x 63,7 x 0,07 cm

Unterschiede gibt es auch bei dem Gewicht:

Ich habe folgende Gewichte (nur Panel – ohne Adapter, Powerbank o.ä.) gemessen:

Watt 01: 500g
Nomad 7: 383g
Solarclaw: 293g
Aurora 4: 189g

Praxistauglichkeit

Die meisten meiner anfragenden Kunden möchten das Solar-Ladegerät zum Wandern, Kanufahren, Fahrradfahren oder Camping einsetzen. Beim Wandern kommt es vor allem auf ein geringes Gewicht an. In diesem Fall bietet sich das Aurora 4 mit einem Gewicht von <200 Gramm an. Allerdings gilt es zu bedenken, dass man das Modul meist am Rucksack befestigt und hier gibt es mit dem Aurora Nachteile. Zum einen hat es nur zwei Ösen und kann am Rucksack hin- und her baumeln, insbesondere bei Wind.

Zum anderen ist der Einfallswinkel der Sonne bei zu langen Modulen nicht optimal. Man sieht auf der linken Seite künstlerisch dargestellt zwei Rucksackträger mit einem faltbaren Modul (links) und einem starren Modul (rechts). Die Sonne steht senkrecht über den Wanderern und die Sonnenstrahlen treffen sehr schräg auf das faltbare Modul. Das kann insbes. deshalb problematisch sein, da CIGS-Module bei Teilverschattung in ihrer Leistung deutlich abfallen. Wird ein starres Modul am „Rucksackdach“ befestigt, ist die Einstrahlung fast optimal (optimal wird sie beim Wandern nie sein).

Beim Kanufahren kommt es vermutlich weniger auf das Gewicht sondern mehr auf Befestigungsmöglichkeiten und Wasserfestigkeit an. Bis auf das Aurora 4 sind die Befestigungsmöglichkeiten bei allen Modulen gut, beim Solarclaw sogar sehr gut, da es mit Karabinern und Bändern ausgestattet ist. Mit der Wasserfestigkeit ist es so eine Sache…. Die Module dürfen nicht komplett in Wasser getaucht werden (was beim Kanufahren durchaus mal drin ist), da es sich bei den Anschlüssen um empfindliche Elektronik handelt. Dringt Wasser in den USB-Port ein, kann das Gerät Schaden nehmen. Insofern gilt es, insbesondere die Anschlüsse vor Wasser zu schützen, die Module selbst können Wasser gut ab.

Beim Fahrradfahren gilt eigentlich das gleiche, wie beim Wandern. Hier ist ein leichtes Modul gefragt, das möglichst kompakt ist und sich horizontal befestigen lässt. Die Befestigungsmöglichkeit des Moduls ist bei Geschwindigkeiten bei bis zu 30 km/h immens wichtig, sonst flattert es wild in der Gegend herum und gerät ggf. in die Speichen. Das Watt 01 punktet hier durch seine Kompaktheit und die guten Befestigungsmöglichkeiten. Handy & Powerbank lassen sich auf der Rückseite des Solar-Ladegerätes verstauen.

Beim Camping lässt sich ein Solarladegerät sehr gut einsetzen, da man die Gelegenheit hat, es tagsüber der Sonne nach auszurichten. Dafür bietet die Zeltwand  einen nahezu hervorragenden Winkel. Tagsüber lädt man z.B. eine Powerbank auf, die dann nachts die Energie ans Handy oder Smartphone abgiebt. Hier mal ein Foto von meinem Kunden Sven, der das Watt 01 in Portugal beim Paddeln eingesetzt hat:

Kommen wir nun zum wichtigsten Aspekt: Wie viel Power haben die Geräte und welche Vor- und Nachteile gibt es bei den einzelnen Geräten?

Sunload Solarclaw

Um es vorweg zu nehmen: Die Sunload-Produkte sind wirklich saugut! Das hier vorgestellte Solarclaw ist hochwertig verarbeitet und leistungsstark.

Es handelt sich um ein reines 12V-System, das sich jedoch mittels Adapter zu einem 5V-System umkonfigurieren lässt, so dass sich auch Handy & Smartphone aufladen lassen. Grundsätzlich ist der Einsatz von Adaptern auf Reisen eher hinderlich, da diese störanfällig sind. Das Solarclaw hat einen spezifischen Schnellverbinder-Anschluss, an dem sich diverse mitgelieferte Kabel anschließen lassen. Die Steckverbindung ist sehr stabil, so dass die Anschlusskabel gut halten.

Sunload Solarclaw

Sunload Solarclaw

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

Sunload Adapter

Sunload Adapter

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Solarclaw kann man also sowohl 12V-Batterien aufladen (z.B. im Winter als Ladeerhaltung) als auch Handys, Smartphones, Powerbanks & Co. Es lässt sich sehr gut transportieren und noch besser befestigen, denn es ist mit diversen Karabinern und Bändern ausgestattet.

USB-Output des Solarclaw

1,54A USB-Output des Solarclaw

Das Solarclaw ist unser leistungsstärkstes Panel im Test. Rein rechnerisch sollte es im 5V (USB)-Modus 1,3 Ampere liefern. Im Test bei Sonnenschein hat es 1,54 Ampere geliefert. Damit leistet es ca. 1/3 mehr, als die anderen Module (kostet leider auch 1/3 mehr 🙁 ).

Im 12V Modus habe ich 0,48 Ampere gemessen, was einer Leistung von knapp 7 Watt entspricht. Bei allen Messungen gilt zu beachten, dass die Werte von Panel zu Panel aus Produktionsgründen unterschiedlich sind. >> Solarclaw im Shop

 

Goal Zero Nomad 7

Als ich mir das Testmodell erst bestellt und danach genauer angeschaut habe, war ich enttäuscht. Schließlich gibt der Hersteller auf seiner Seite sehr schlechte Output-Werte für das Nomad 7 an. Von einem 7 Watt System erwarte ich am USB-Port einen Ausgang von 1,4A. Der Hersteller gibt jedoch nur 0,5A an. Am 12V-Anschluss müsste das Nomad 7 ca. 0,58A liefern. Laut Hersteller sind es nur 0,2A. Nur am Goal Zero-spezifischen 6,5V-Port (zum Anschluss der Goal Zero Powerbank) werden lt. Hersteller 6 Watt erreicht. Um die volle Leistung auszuschöpfen, sollte man also die Goal Zero-Powerbank (Guide 10 Plus Battery Pack) einsetzen.

Goal Zero Nomad 7

Goal Zero Nomad 7

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am 12V-Port: 0,76A

Messung am 12V-Port: 0,76A

 

Zum Glück zeigt das Nomad 7 im Test andere Leistungsdaten: Im USB-Modus erreichte das Nomad 7 immerhin 0,88A, am 12V-Ausgang waren es 0,76A (= 9 Watt!) und am „Goal Zero-Port“ 0,71A bei 7V (knapp 5W). Das Nomad 7 zeigte also die größte Leistung am 12V-Port. Insgesamt ist es sehr praktisch, dass es unterschiedliche Spannungen anbietet, weil der Einsatz lästiger Adapter (siehe Solarclaw) wegfällt. Ein weiterer Pluspunkt sind diverse Ösen an den Außenseiten des Nomad 7. Damit lässt es sich sehr gut befestigen. Seine Kompaktheit macht es gut einsetzbar bei Wanderungen oder Fahrradtouren. Leichte Punkt-Abzüge gibt es für das Gewicht von knapp 400 Gramm. Die starren Module lassen sich nicht so gut transportieren wie die CIGS-Module des Aurora und Solarclaws.

Aurora 4

Das Aurora 4 ist unser leichtetes Modul im Test. Es wiegt unter 200 Gramm und macht sich dadurch für alle Wanderer interessant. Das Modul ist gut verarbeitet und hat eine Standard-USB-Buchse zum direkten Anschluss von Geräten. Beim Messen hat diese einen Ausgangsstrom von 1,0A geliefert – ganze 200 mA als der Hersteller angibt. Die 1,0A würden natürlich locker reichen, um ein iPhone direkt am Anschluss zu laden. Ich rate trotzdem davon ab, ein iPhone direkt am USB-Port eines Solarmoduls zu laden, da es bei wechselnden Wetterverhältnissen schwankende Ladeströme gibt, mit denen das iPhone schlecht klar kommt. Eine zwischengeschaltete Powerbank liefert gleichmäßige Ladeströme.

Solar Ladegerät Aurora 4

Solar Ladegerät Aurora 4

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Das Aurora 4 im Einsatz

Das Aurora 4 im Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Einziger aber deutlicher Kritikpunkt am Aurora 4 ist die schlechte Befestigungsmöglichkeit. Zwei Ösen an der Oberseite reichen nicht aus, um es einfach am Rucksack oder Fahrrad zu befestigen. Ansonsten ist es ein tolles Solar-Ladegerät, das mit 8 „Tips“ ausgeliefert wird. Dabei handelt es sich um Adapter für diverse mobile Geräte (z.B. Mini-USB, Micro-USB, Nokia, iPhone etc.). >> Update vom 06.11.2014: Der Hersteller des Aurora 4 musste leider Insolvenz anmelden.

Watt 01

Beim Watt 01 handelt es sich um eine eigene Kombination von USB-Solarpanel und USB-Powerbank. Die Powerbank wird über ein USB-Kabel am Panel angeschlossen. Sie hat eine Kapazität von 5.000 mA (18Wh) und wird mit 8 Adaptern für gängige Handys und Smartphones ausgeliefert. Das Watt 01 hat lt. Herstellerangabe einen max. Ladestrom von 0,83A. Im Test erreichte das Modul einen Ladestrom 0,9A.

Das Solarmodul ist in einer Schutzhülle eingelassen und kann aus dieser entnommen werden. Die Schutzhülle hat in allen vier Ecken eine Öse in der je ein Gummi-Saugnapf steckt. Somit kann man das Modul sehr einfach an einer Fensterscheibe anbringen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Taschen, in denen die Powerbank und ggf. ein Handy Platz finden. Die Saugnäpfe lassen sich entnehmen, so dass das Modul mit den Ösen am Rucksack, Fahrrad oder Zeltdach befestigt werden kann.

Das Watt 01 am Fenster

Das Watt 01 am Fenster

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie beim Goal Zero Nomad 7 handelt es sich um ein starres Modul. Es ist dadurch schwerer (500 Gramm) und schlechter zu transportieren als die CIGS-Module. Durch seine Kompaktheit lässt es sich der Sonne nach am besten ausrichten. Das Watt 01 wäre selbst ohne Powerbank das Solarmodul mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis im Test.

Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Und was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Jetzt wird es ernst. Wenn die Solarladegeräte keine Sonne auffangen, sinkt die Leistung drastisch. Man kann bei allen vorgestellten Modulen davon ausgehen, dass bei Bewölkung nur noch ca. 1/10 der Maximalleistung zur Verfügung steht. Der Ausgangsstrom liegt dann nur noch bei ca. 100mA. Möchte man ein iPhone (1500 mAh-Akku) bei Bewölkung laden, benötigt man ca. 15 Stunden – das sind zwei volle Tage. Auch aus diesem Grund ist der Einsatz einer Powerbank ratsam. Bei Sonnenschein kann diese ein Vielfaches an Kapazität eines Handyakkus speichern und gibt diese Kapazität bei schlechtem Wetter an die angeschlossenen Geräte ab. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei längeren Touren ohne Steckdose.

Fazit

Der Test zeigt, dass es viele leistungsfähige Geräte am Markt gibt. Er zeigt aber auch, dass es das perfekte Solar-Ladegerät nicht gibt. CIGS Solar-Ladegeräte (Aurora 4 & Solarclaw) sind leicht und gut zu transportieren. Im Einsatz benötigen Sie jedoch viel Fläche und können die Sonneneinstrahlung nicht ganz optimal einfangen. Monokristalline und polykristalline Solar-Ladegeräte sind sperriger beim Transport und schwerer, überzeugen jedoch im Einsatz durch eine kleine Fläche und sehr gute Sonnenausrichtung.

Die Kaufentscheidung sollte bestenfalls nach folgendem Muster ablaufen:

– Welche Geräte möchte ich aufladen?
– Wie häufig möchte ich diese aufladen?
– Welche Spannung (in V) und welche Kapazität (in Ah) haben die Geräte?
– Berechnung des täglichen Bedarfs in Wattstunden (Wh): Ladehäufigkeit pro Tag x Spannung (V) x Kapazität (Ah) = Wh
– Die Module liefern täglich im Durchschnitt ca. 4 Mal die Nennleistung. Also z.B. das Aurora 4: 4x 5V x 0,8A = 16 Wh (aber Achtung – im Durchschnitt! Bei Regen weniger / bei Sonne mehr)
– Wenn benötigte Spannung und Leistung geklärt sind, folgen weitere Parameter, wie Gewicht, Befestigungsmöglichkeit, Flexibilität etc.

Ooooder einfach anrufen: 04621-9440661 oder eine E-Mail schreiben: info@wattgeizer.com. Ich helfe gern!

Sunload Solarclaw GoalZero Nomad 7 Aurora 4 Watt 01
Maße gefaltet
in cm
24,5 x 12,5 x 3,7 24 x 16,5 x 2,5 22,7 x 12,7 x 1,3 33 x 22 x 1,5
Maße ausgefaltet
in cm
24,5 x 73,5 x 2,0 24 x 43 x 0,25 22,7 x 63,7 x 0,07 33 x 22 x 1,5
Gewicht
in Gramm
293 383 189 500 (ohne Powerbank)
System-Spannung 12V / 15V 5V / 7V / 12V 5V 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,433A bei 15V 0,5A bei 5V / 0,2A bei 12V 1,0A bei 6,5V 0,8A bei 5V 0,83A bei 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Test
0,48A bei 12V
1,54A bei 5V
0,88A bei 5V / 0,71 bei 7V / 0,76A bei 12V 1,0A bei 5V 0,9A bei 5,2V
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 40 Minuten 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 10 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 1 Stunde 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 40 Minuten
Sonstiges 4 Anschlusskabel 12V-(KFZ)Kupplung 8 Adapter für Handy & Co
wird nicht mehr hergestellt!
5 Ah-Powerbank,
8 Adapter für Handy & Co
Preis bei WattGeizer.com
inkl. 19% MwSt.
165 Euro 79,95 Euro 99 Euro 79,95 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen.
© WattGeizer.com

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Wasserspar-Duschkopf EcoXygen im Praxistest

22 Dezember 2010

Seit einigen Wochen testen wir den Wasserspar-Duschkopf Ecoxygen. Er verwirbelt das Wasser mit Luft und erreicht einen Wasserdruck von bis zu 3 bar. Gleichzeitig verbraucht er nur ca. 6,5 Liter Wasser je Minute. Im Vergleich zu konventionellen Duschköpfen, mit ca. 15 Litern, ist das Sparpotential riesig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass das Duschwasser vor Verwendung auf ca. 35-40 Grad erhitzt wird. So kann eine vierköpfige Familie mehr als 500 Euro pro Jahr für Wasser und Warmwasseraufbereitung sparen, wenn Sie einen solchen Duschkopf einsetzt.

Nun zum Fazit: Zunächst einmal fällt auf, dass der Duschkopf lauter ist, als konventionelle Duschköpfe. Die Lautstärke entsteht durch die rotierende Flügelschraube im Inneren, die für die nötige Luftverwirbelung sorgt. Da weniger Wasser aus dem Duschkopf kommt, wartet man natürlich auch etwas länger, bis heißes Wasser aus dem Duschkopf kommt.

Beim Duschen muss man nicht auf Komfort verzichten. Der Strahl ist härter, als bei unserem alten Duschkopf. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Wasserspar-Duschköpfen, die zwar vom Verbrauch ähnlich liegen, aber weniger Druck aufbauen. Wenn man eingeschäumt ist, lässt sich der Duschschaum gut abstrahlen.

Insgesamt fällt deutlich auf, wie viel Wasser gespart wird: Während wir früher in der Duschwanne im Wasser gestanden haben, fließt das Wasser nun sofort ab. Der Duschkopf ist also auch ideal für niedrigen Duschwannen, die fast ebenerdig sind. Wir warten nun gespannt auf die nächste Warmwasserabrechnung. 😉

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Solar Ladegeräte im Test

8 Juli 2010
Ich erhalte häufig Anfragen zum richtigen Solar-Ladegerät. Ab und an kommt es auch vor, dass Kunden ein Solar-Ladegerät kaufen und dann enttäuscht sind, wenn der Akku nicht innerhalb von 2-3 Stunden geladen ist.
Grundsätzlich gilt:
– versuchen Sie nicht, Solar-Ladegeräte unter künstlichem Licht zu laden. Das macht keinen Sinn (Lichtstärke Sonne: 2 x 1027 cd // Lichtstärke Glühlampe mit 100 W: 110 cd).
– starre Ladegeräte eignen sich für den stationären Betrieb
– flexible Ladegeräte eignen sich für den mobilen Einsatz
– alle angegebenen Ladezeiten verstehen sich bei voller Sonneneinstrahlung von Mai-Sep
– in der Regel gilt: je kleiner das Solarpanel, desto länger die Ladezeiten (siehe hierzu auch den Bericht Solarzellen als Marketing-Trick)
Gerade im letzten Punkt zeigt sich das Dilemma: Möchte man ein leistungsfähiges Solar-Ladegerät z.B. auf eine Trekking-Tour mitnehmen, benötigt man ein großes Panel aber ein kleines Packmaß bei  geringem Gewicht.
Dieser kleine Bericht soll Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Gerät zu finden. Eine aktualisierte Version (2015) erhalten Sie hier. Wir konzentrieren uns dabei auf die flexiblen, bzw. mobilen Ladegeräte und starten gleich mit dem kleinsten aller Modelle:
1. Das iPhone-Solar-Ladegerät hat einen integrierten 1.000 mAh-Akku, der sich sowohl per Sonnenenergie als auch am Rechner per USB-Kabel (hängt dran) laden lässt. Wie wir eben gelernt haben, bedeutet ein kleines Solarmodul auch längere Ladezeiten. Für dieses Gerät liegt die Ladezeit bei etwa 14 Stunden.  Es ist also notwendig, das Gerät regelmäßig der Sonne nach auszurichten.
Wer in der Wildnis auf unabhängige Stromversorgung angewiesen ist, sollte also nicht unbedingt auf dieses Ladegerät setzen. Es eignet sich aber hervorragend als Zweitakku, bzw. als Ersatzakku. Es ist vor allem für Stadtmenschen interessant, die den Akku z.B. im Biergarten aufladen (endlich hat man ein Argument für 14 Stunden Biergarten ;-)). Wir haben es derzeit nicht mehr im Online-Shop.
Solar-Ladegerät 4 Seasons2. Das zweite Gerät gehört in die Kategorie „Technikschrott“ und wurde aus dem Grunde wieder aus unserem Shop ausgelistet. Es handelt sich dabei um das Gerät „4 Seasons“ und hat uns eine Ausfallrate von ca. 25% beschert. Der Grund lag in den häufigsten Fällen am labilen Grundaufbau des Gerätes. Entweder konnte man die USB-Buchse samt Platine in das Gerät „reindrücken“ oder die Solarzelle fiel aus der Umhausung heraus. Mittlerweile gibt der deutsche Distributeur eine Ladeezeit von 60 Stunden an, womit sich das Ladegerät selbst disqualifiziert.
Freeloader Solar Ladegerät3. Als drittes Gerät möchten wir das Freeloader Solar-Ladegerät vorstellen: Es besteht aus einem 1.000 mAh-Akku, der über zwei „Solar-Flügel“ geladen wird. Das Freeloader Solar-Ladegerät wird mit 11 Adaptern für verschiedene Handy-Modelle und mobile Geräte (siehe Adapterliste) geliefert. Das Gerät ist etwas größer als das iPhone-Ladegerät aber da es sich zusammenstecken lässt immer noch so klein, dass es gut auf Reisen oder Wander-Touren mitgenommen werden kann. Diese Raffinesse hat dem Freeloader Solar eine Auszeichnung mit dem „britischen Energiepreis“ beschert.
Freeloader Superlader verkürzt die LadedauerDie Ladezeit liegt per USB bei ca. 3 Stunden und per Solarpanele bei ca. 8 bis 9 Stunden. Wem das zu lange dauert, der sollte zum optionalen Zubehör, dem Freeloader Superlader greifen. Dabei handelt es sich um ein Solarpanel mit 1,5 Watt Leistung. Es verfügt über einen USB-Anschluss und kann am Rucksack, Fahrradgepäckträger oder Zelt gut befestigt werden. Mit dem Freeloader Superlader verkürzt sich die Ladezeit bei optimalen Bedingungen auf ca. 4 Stunden. Den Superlader kann man auch ohne Freeloader einsetzen. Wenn man über ein USB-Ladekabel verfügt, kann man die mobilen Geräte direkt laden. Einziger Nachteil: Da der Superlader über keine Sperrdiode verfügt, muss ausreichend Sonnenlicht vorhanden sein – ansonsten entlädt der Superlader den Akku. Über eine Sperrdiode verfügt das POWERplus Cobra-Panel.
4. Freeloader Solar, Freeloader Superlader und eine Reisetasche ergeben zusammen das Freeloader Globetrotter-Set. Dieses Set ist für alljene geeignet, die Steckdosen-unabhängig ihre mobilen Geräte – nicht unbedenklich täglich – laden möchten. Wer also eine Wandertour oder mehrtägige Bootstour machen möchte und je Woche nur zwei bis drei Mal sein mobiles Gerät laden möchte, sollte zu diesem Set greifen. Der große Vorteil liegt darin, dass man je nach Einsatzzweck entweder nur den Freeloader oder Freeloader + Superlader auf Reisen mitnehmen kann. Für Heavy-User empfiehlt sich darüber hinaus ein Ersatzakku.
Outdoor Solar-Ladegerät POWERplus Cobra5. Dem Freeloader Globetrotter Set sehr ähnlich ist das POWERplus Cobra Solar-Ladegerät. Dieses besteht aus einem Solarpanel – ganz änlich dem Freeloader Superlader, jedoch mit einem Tick mehr Leistung (1,76 Watt statt 1,5 Watt) – und einem 700 mAh-Akku. Das Set ist ca. 20 Euro günstiger als das Freeloader Globetrotter-Set und wird mit 5 Adaptern für Nokia (kleiner Pin), iPhone, Samsung (neuer Typ), Mini-USB und USB-Buchse geliefert. Das Set ist absolut empfehlenswert für das gelegentliche Aufladen Ihrer mobilen Geräte.

 

6. Wir konnten uns nicht verkneifen, ein eigenes Solar-Set zusammenzustellen und haben es – ganz kreativ – „Watt 01“ genannt. Natürlich verwenden wir nur das Beste vom Besten: ein 4,5 Watt USB-Solarpanel und eine 5.000 mAh-Powerbank. Damit bieten wir das vermutlich preis-/leistungsstärkste Solar-Set am Markt. Das Set eignet sich aufgrund seiner Kompaktheit ideal für Outdoor und Trekking. Es ist auch sehr gut für zu Hause geeignet: mit den 4 Saugnäpfen lässt sich das Solarpanel am Fenster befestigen und man kann regelmäßig seine mobilen Geräte laden. Die Powerbank bietet zwei USB-Ausgänge mit max. 1A Leistung (an einem Port). Damit können Sie zwei USB-Geräte gleichzeitig laden. Ach ja: 8 Adapter für Handy & Co sind im Lieferumfang enthalten. Mit der 1,5A-Version lässt sich sogar das iPad laden.
Flexcell Sunpack ion+7. Das Flexcell Sunpack 7W ion+ (nicht mehr im Angebot) hat eine maximale Nennleistung von 7 Watt und ist in der Lage, den integrierten 2,4 Ah-Akku innerhalb von 7 Stunden zu laden. Die besagten 7 Watt kann das Modul deshalb liefern, weil es der Sonne mit 90 x 35 cm eine große Fläche bietet. Blöd nur, wenn man diese als starres Modul mit sich herumschleppen müsste… Um seine perfekten Outdoor-Qualitäten unter Beweis zu stellen, wurde das Solarmodul rollbar konzipiert. Dadurch verkleinern sich die Maße im zusammengerollten Zustand auf 35 x 5,5 cm (Breite x Durchmesser). Bei einem Gewicht von 770 Gramm ist es ein idealer Begleiter auf Trekking-Touren.
Größenvergleich der Flexcell SunpacksEs wird mit 11 gängigen Adaptern für viele mobile Geräte geliefert und verfügt darüber hinaus über einen Standard-Zigarettenanzünder-Anschluss. Mit einem geeigneten Adapter können Sie also auch Ihr Netbook oder Laptop aufladen. Für Geräte mit solchen Akku-Dimensionen empfiehlt sich ebenfalls die 14W-Ausgabe dieses Solarmoduls. Die Fläche der 14 Watt-Version beträgt 150 x 35 cm. Wer tagsüber an einem fixen Standort die Möglichkeit zum Laden hat, z.B. beim Camping am Zelt oder Wohnwagen oder bei Bootstouren an Deck, ist mit diesem Solar-Ladegerät bestens bedient. Zusammengerollt ist das 14 Watt-Modul ähnlich kompakt wie die 7 Watt-Version: 35 x 6,5 cm (Breite x Durchmesser) bei 750 Gramm Gewicht. Unsere 14 Watt-Version kann mit einem 68 Wh-Akku geliefert werden (Set-Preis 399 Euro).
Nachfolgende Tabelle gibt nochmals eine gute Übersicht über unsere Outdoor- und Trekking-Solar-Ladegeräte. Von Handy- über GPS- bis hin zu Netbook-Ladegeräten ist alles dabei:

Solar-Ladegeräte in der Übersicht © WattGeizer.com