Neue Produkte bei WattGeizer.com

Der Sommer kommt in Riesenschritten. Höchste Zeit also, ein paar Sommer-Artikel bei WattGeizer.com feilzubieten:

Das Nomad 7 Plus Solar-Ladegerät

Nomad 7 Plus SolarladegerätBeim Nomad 7 Plus Solar-Ladegerät hat sich der Hersteller Goal Zero mal richtig Mühe gegeben. Es gibt gleich sechs wesentliche Neuerungen gegenüber dem alten Nomad 7. Zu den wichtigsten zählen die höhere Ausgangsleistung an der USB-Buchse (1,4A statt 1A max.), das leichtere Gewicht (260 Gramm ohne Ständer) und eine Technologie, die den Ladevorgang neu startet, sobald dieser unterbrochen wurde und wieder ausreichend Sonne zur Verfügung steht. Diese Technologie soll es ermöglichen, Smartphones direkt an dem Solarladegerät zu laden. Ich muss diese noch testen, denn sie wurde auch bei anderen Herstellern so oder ähnlich verwendet und hat dazu geführt, dass manchmal gar kein Strom ausgegeben wurde. Die bisherigen Rezensionen lassen allerdings auf gute Ladeergebnisse schließen.

Nomad 7 Plus – Produktvorteile

Natürlich gibt es auch Nachteile: Es wurde die 12V-Buchse eingespart, die Nomad 7 Plus-Modelle sind nicht mehr koppelbar und der Preis ist nach oben, an die 100 Euro-Grenze, gegangen. Ab 2017 wird der Preis auf ca. 120 Euro steigen.

Aus meiner Sicht sind dies alles Punkte, die verschmerzbar sind. Anwender, die einen 12V-Anschluss benötigen, kaufen die alte Version. Anwender, die gerne koppeln würden, können gleich ein leistungsfähigeres Gerät kaufen (z.B. das Watt 04) und Anwender, die keine 100 Euro für ein Solar-Ladegerät ausgeben wollen, kaufen entweder das Watt 01 oder das Watt 04. 😉 Wer alle Neuerungen des Nomad 7 Plus erfahren möchte, schaut am besten direkt auf die Produktseite des Nomad 7 Plus.

Es ist nicht selten, dass ich Produkte in den Shop stelle, die nichts mit Solar-Ladegeräten zu tun haben – auch wenn sie etwas weniger Beachtung finden. Zu diesen Produkten gehören auch die beiden Solar-Leuchten von Esotec, einem langjährigen und verlässlichen Lieferanten von mir:

Das Solar-Einmachglas – warmweiß / Farbwechsel

Das Solar-Einmachglas ist keine neue Erfindung. Unter diversen (geschützten) Namen sind diese Solar-Einmachgläser im Umlauf – ganz unterschiedlicher Qualität. Esotec bietet ein qualitativ hochwertiges Produkt an, das ich selbst bereits testen konnte. Ich habe es selbst seit ca. einem Monat auf meinem Terrassentisch stehen und es leuchtete bisher jeden Abend – bei jedem Wetter. Ganz schön ist, dass sich die Leuchte bei Dämmerung ganz von selbst anschaltet. Noch schöner ist, dass die Leuchte ein warmweißes, gemütliches Licht hat. Hier mal ein Foto von meinem Solar-Einmachglas.

Solar-Einmachglas

Solar-Einmachglas

Der Hersteller meint, dass das Solar-Einmachglas einen Flackereffekt haben soll. Dies kann sein, aber viel ist davon nicht zu sehen. Wer nicht auf gemütliches, warmweißes Licht steht, hat noch einen Farbwechsel zur Verfügung. Das Solar-Einmachglas leuchtet dann in unterschiedlichen Farben:

Für mich hat das Solar-Einmachglas echte Vorteile: Gemütliches Licht bei jeder Wetterlage (sieht auch schön aus, wenn man von drinnen nach draußen guckt) und keine Kerzen, die angezündet werden müssen, um dann zu tropfen. Feine Sache!

Die Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Polyrattan wird bei Gartenmöbeln immer beliebter, weil es wetterfest ist und sich leicht reinigen lässt. Vermutlich deshalb hat Esotec die Solar-Standleuchte aus Polyrattan auf den Markt gebracht. Auch hier spendet die LED ein Licht, das noch in den warmweißen Bereich fällt – wenn auch kühler als bei dem Solar-Einmachglas (3500k zu geschätzten 2700k). Vermutlich war die Idee, die Standleuchte als Wegleuchte zu konzipieren und daher heller zu gestalten. Der Leuchtradius ist allerdings nicht sehr groß, so dass die Solar-Standleuchte eher in die Kategorie „Solar-Dekoleuchten“ fällt. Hier mal wieder ein Foto aus meinem Garten (bis auf die schrabbelige Regenrinne ist hier nix retuschiert):

Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Die Solar-Standleuchte aus Polyrattan schaltet sich abends zuverlässig ein und leuchtet im besten Fall 8 Stunden lang. Die Solarleuchte selbst kann entweder mit dem mitgelieferten Spieß im Boden oder direkt mit der Bodenplatte befestigt werden. Sie eignet sich – wie auch das Solar-Einmachglas – sehr gut als Geschenk!

Solar-Ladegeräte im Test – 2015

Der letzte Test meiner Solar-Ladegeräte liegt bereits 3 Jahre zurück. 3 der dort vorgestellten Solarladegeräte führe ich nicht mehr im Sortiment. Es ist also an der Zeit, die aktuell von mir verkauften Modelle intensiver zu vergleichen.

5 Solar-Ladegeräte im Test

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Test stellen sich die Modelle (von links nach rechts): XTORM AP150, das Watt 01 V2, das Watt 03, ein 7W-Modul (welches ich derzeit noch nicht anbiete) und das Nomad 7 von Goal Zero.

Das XTORM AP150 tanzt mit einem Output von über 10 Watt etwas aus der Reihe der getesteten Solar-Ladegeräte, aber aufgrund des geringen Gewichtes von nur 450 Gramm lohnt sich der Vergleich. Ich habe die Solar-Ladegeräte an einem sonnigen Tag ausgepackt und etwas in der Sonne dösen lassen. Der Messvorgang erfolgte bei annährend 1.000 Watt/m2, was den offiziellen Messbedingungen der Module entspricht.

Alle Module eint, dass sie relativ kompakt sind und für das Laden von Smartphones und iPhones (mit Powerbank) geeignet sind. Durch hocheffiziente Zellen und eine entsprechend großer Fläche, schaffen sie es wesentlich schneller, als Solar-Powerbanks – von denen ich abrate, weil die Solarfläche eher ein Marketing-Gimmick ist.

WattGeizer Watt 03

Ich starte den Vergleich mit dem leichtesten Modell im Shop, dem Watt 03. Dieses hat ein Gewicht von nur 157 Gramm, ist flexibel und faltbar. Damit macht es sich zum idealen Begleiter auf Wandertouren. Die Leistung von 3 Watt bedingt jedoch einigermaßen gute Wetterbedingungen. Für jemanden in der Wildnis Nordnorwegens würde ich das Modul nicht empfehlen. Ist der-/diejenige jedoch auf dem Jakobsweg unterwegs … perfekt!

Kundin mit dem Solar-Ladegerät Watt 03 im Erzgebirge

Nette Kundin unterwegs mit dem Watt 03 im Erzgebirge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein schönes Reisemodul, das sich gut im Gepäck unterbringen lässt. Durch seine Flexibilität kann es nicht zerbrechen. Man sollte es aber auch nicht zerknicken. Das Watt 03 hat amorphe Zellen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie auch bei nicht so optimalen Wetterbedingungen einen hohen Output erzeugen. Ich habe das Watt 03 bei einer Einstrahlung von 981 Watt/m2 in die Sonne gelegt und es hat eine Leistung von 590mA angezeigt. Das entspricht bei einer Spannung von 5V knapp 3 Watt. Alle Geräte wurden übrigens an die gleiche Powerbank angeschlossen. Das ist wichtig zu erwähnen, weil Powerbanks mit steigender Ladung weniger Strom aufnehmen.

Das Solar-Ladegerät Watt 03
Auf dem Foto wird deutlich, dass die optimale Ausrichtung des flexiblen Moduls mit nur einer Hand problematisch ist. Besser ist es, wenn man das Modul auf einem festen Untergrund platzieren kann, wie z.B. am Rucksack. Ausgebreitet hat das Watt 03 eine Fläche von ca. 42 x 21,5cm und lässt sich damit sehr gut am Rucksack befestigen. Die drei integrierten Ösen helfen bei der Befestigung.

Ein Kunde berichtet in einer Facebook-Gruppe über das Watt 03
Einsatz-Empfehlung:
gelegentliche Handy-Ladung,
Wanderer, die in sonnigen Gebieten unterwegs sind.

 

WattGeizer Watt 01

Das nächste getestete Modell ist das Watt 01 V2, die Neuauflage des legendären Watt 01. Es gibt Kunden, die bereits nacheinander mehrere Exemplare des neuen Watt 01 gekauft haben. Umso trauriger, dass bisher noch keine Rezension stattgefunden hat.

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Exkurs: Ein Beratungssuchender meinte letztens zu mir, dass man lieber bei Amazon kaufen sollte, da es dort so viele Rezensionen gibt (ich frage mich gerade, warum er dann bei mir angerufen hat). Dass das Amazon-Bewertungssystem Schwächen hat, zeigt z.B. die Suche nach Staubsaugern. Geben Sie mal „jolta staubsauger“ ein und schauen Sie sich die Bewertungen zu den unterschiedlichen Modellen an. Da schreiben immer die gleichen Leute.
Auch das Buch meiner Cousine ist ein gutes Beispiel: 34 Bewertungen – darunter 1 verifizierter Kauf. Der findet es immerhin auch gut – wie übrigens 32 andere Rezensenten, darunter mein Onkel und viele Kunden meiner Cousine.
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Komme ich wieder zum Watt 01: Es ist leicht (ca. 240 Gramm), leistungsfähig (5 Watt) und kompakt (ca. DinA4-Seite). Möchte man Nachteile suchen, dann fällt einem ein, dass es aus monokristallinen Zellen gefertigt ist. Diese können im Extremfall brechen. Das ist – mit Ausnahme des Watt 03 – aber auch bei allen anderen hier vorgestellten Modellen möglich.

Test vom Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In die Sonne gelegt, zeigt das Watt 01 den Ausgangsstrom von 1A. Wenn man Transferverluste beim Laden hinzu rechnet, wäre ein modernes Smartphone mit einem 2,5Ah-Akku (z.B. Galaxy S6) in ungefähr 3 Stunden aufgeladen. Das geht allerdings nur, wenn man sehr gute Wetterbedingungen hat und das Modul optimal ausgerichtet ist.

Das Outdoor-Solarladegerät Watt 01 der neuen Version hat aber auch bei widrigen Wetterbedingungen einen höheren Output als das Vorgängermodell (ca. doppelt so hoch). Dies ist auch bedingt durch den Wechsel von polykristallinen zu monokristallinen Zellen.

Das Watt 01 ist ein in PET eingefasstes Modul. Die Oberfläche ist daher nicht so kratzfest wie Glas, aber das Modul ist deutlich leichter: Modul mit USB-Controller wiegen nur 175 Gramm. Die beiden sind fest in einer Hülle untergebracht, so dass man in jeder Ecke eine Öse hat und sich das Modul gut befestigen lässt.

 

 

 

 
klett Auf der Rückseite ist eine Tasche mit Kreppband untergebracht, in der die Powerbank oder das Handy seinen Platz findet. Das Watt 01 ist dadurch relativ gut vor eindringendem Wasser geschützt (anfällig sind bei Solar-Ladegeräten immer die USB-Anschlüsse mit Controller. Die Module selbst sind absolut wasserfest).

Wer seine Kamera-Akkus oder AA-/AAA-Akkus aufladen möchte, der sollte sich gleichzeitig das PIXO C2+ zulegen. Dieses kann man mit einem Konverter an den USB-Port anschließen und damit seine Akkus aufladen. Ich selbst lade meine Canon EOS-Akkus und NiMH-Akkus ausschließlich nur noch mit dem PIXO auf.

Durch seine Kompaktheit und das geringe Gewicht ist das Watt 01 vielfältig einsetzbar. Auf dem Fahrrad schlackert nichts herum. Beim Wandern fängt es auf dem Rucksackdach die Sonne ideal ein und beim Campen hängt man es an die Zeltwand oder nimmt es mit zum Strand. Es ist ein schönes Universalmodul zu einem wirklich fairen Preis!

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

WattGeizer 7 Watt-Modul

Mein Hersteller hat ein 7W-Modul im Sortiment, von dem ich mal ein Muster gekauft habe. Da ich es derzeit noch nicht anbiete, wird es nur kurz angerissen: Es handelt sich um ein echtes 7W-Modul. Im Internet werden viele Solar-Ladegeräte angeboten, bei denen sich die Leistung des Ladegerätes auf die Modulleistung bezieht. Diese ist höher, als der tatsächliche Ausgangsstrom am USB-Port. Tatsächlich sind es dann häufig 5W-Module, die da als 7W-Modul verkauft werden. Auch bei meinen Lieferanten gibt es diese „Tricks“. So wird das AP150 als 12W-Modul verkauft. Kann sein, dass das Modul eigentlich 12W ausspuckt, aber tatsächlich kommt am USB-Port ein Strom von max. 2,1A bei 5V heraus. 2,1A x 5V = 10,5W.

7w

Zurück zum 7W-Modul: Die Messung meines Exemplares zeigt einen Ausgangsstrom von 1,28 Ampere, was 6,4 Watt entspricht. Vorteil dieses Moduls ist, dass es faltbar ist und dadurch auf Maße von 22,5 x 16cm gefaltet werden kann. Ausgebreitet hat das Modul eine Länge von 47cm, wobei die Lasche, an der sich der USB-Controller befindet auch umgeklappt werden kann, so dass man ca. noch 34cm Fläche hat. Damit lässt sich das Modul gut auf dem Rucksack oder Fahrrad befestigen. Es wiegt 350 Gramm und ist damit doch ca. 110 Gramm schwerer als das Watt 01. Den Leistungsgewinn von 2W für 110 Gramm zu erkaufen, ist auch der Grund, warum ich es noch nicht im Shop gelistet habe. Ansonsten ist es ein sauber verarbeitetes Solarladegerät mit Tasche für das Smartphone und 5 Ösen. Wer Interesse hat, kann sich ja mal bei mir melden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

Goal Zero Nomad 7

Ein von der Bauart ganz ähnliches Solar-Ladegerät ist das Nomad 7 von Goal Zero. Es liegt nunmehr in einer überarbeiteten Version vor. Während das alte Modell nur ca. 500mA am USB-Port ausspuckte, gibt das aktuelle Modell 1A aus. Das bestätigt auch mein Test (1,02A). Es handelt sich um ein 80 Euro-Solarladegerät, das den gleichen Output hat, wie mein 25 Euro teures Watt 01.

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Warum findet man das Gerät dennoch im Shop? Weil es in Kombination mit dem Guide 10 Plus hervorragend dazu geeignet ist, AA- und AAA-Akkus aufzuladen (4 Stück gleichzeitig). Darüber hinaus bietet es die Gelegenheit, 12V-Geräte aufzuladen. So könnte man z.B. das Nomad 7 im Sommer zum Laden von Smartphone und NiMH-Akkus nutzen und es im Winter an die Autobatterie als Erhaltungsladegerät hängen. Allerdings bräuchte man dann noch einen weiteren Adapter, weil sich im Lieferumfang lediglich eine 12V-KFZ-Buchse befindet. Wenn Sie einen bestimmten Adapter suchen, bin ich gerne bei der Suche behilflich. Natürlich kann man im Sommer auch 12V-Geräte mit dem Nomad 7 laden oder betreiben.

Mit 470 Gramm ist das Nomad 7 kein Leichtgewicht. Zudem ist die Oberfläche sehr empfindlich. Kratzer und Fingerabdrücke sieht man sehr schnell auf dem Modul. Dafür ist es faltbar auf kompakte Maße von 23 x 17cm (ausgebreitet sind es 44 x 23cm) und hat eine große Tasche für Handy, Smartphone, Powerbank oder Guide 10+ auf der Rückseite. Mittels Laschen an den Seiten, kann es gut am Rucksack oder an Fahrradtaschen befestigt werden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung von 12V-Akkus, Ladung von AA-/AAA-Akkus (in Kombination mit dem Guide 10+)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler, Autofahrer….

XTORM AP 150

Ok, ok, das XTORM AP150 passt in diesen Test aufgrund der hohen Leistung eigentlich nicht rein. Da es mit 450 Gramm jedoch leichter als das Nomad 7 ist und preislich nur leicht über dem Nomad 7 liegt, soll es hier seinen Platz finden. Ich habe bereits oben erwähnt, dass der Hersteller das Gerät als 12W-Gerät verkauft. Tatsächlich ist die Ausgangsleistung mit 10,5W geringer. Mein Test hat eine Ausgangsleistung von 9,4W (1,88A) gezeigt.

ap150

Wer also mit seinem Modul nicht allzu viel durch die Gegend rennen möchte (dafür sind 450 Gramm definitiv zu schwer), der kann beherzt zugreifen. Das Modul setzt die neueste Generation monokristalliner Solarzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad ein. Das bewirkt, dass das Solar-Ladegerät auf etwa der gleichen Fläche des Nomad 7 einen deutlich höheren Output erzeugt. Das AP150 hat ausgebreitet die Maße 41 x 26,5cm, zusammengefaltet 16,5 x 26,5cm.

Wie beim Nomad 7 befindet sich auf der Rückseite eine große Tasche für Handy, Smartphone & Co. In dieser Tasche befinden sich zwei USB-Buchsen über die parallel zwei Geräte gleichzeitig geladen werden können. Wird nur ein Gerät geladen, fließt der komplette Strom über die aktive Buchse. An den Seiten des AP150 befinden sich Laschen, mit denen sich das Modul gut befestigen lässt.

Jetzt kommt noch ein ACHTUNG! Bei meinem Test hat sich gezeigt, dass das Modul absolut empfindlich gegenüber Verschattungen ist. Testhalber habe ich mal eine Hand über einen Teil des Solar-Ladegerätes geführt. Die Leistung sank rapide auf 10mA ab:

ap150_verschattung
Das dieser Leistungsabfall so deutlich ausfällt, hat mich überrascht – zumal ich nur einen Teil des Moduls abdecke. Ich werde mal den Hersteller fragen, ob das so sein soll. Unterwegs kann das schon sehr hinderlich sein, wenn mal ein Baum im Weg. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. 😉

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung in Regionen mit niedrigerer Strahlungsintensität (z.B. Norwegen, Grönland etc.)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler

 

 

 

Kurz bevor die Tabelle mit allen verglichenen Modulen kommt, noch ein paar allgemeine Hinweise:

Der Ausgangsstrom der Solar-Ladegeräte ist abhängig von
– der Jahreszeit (Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa im Sommer ca. 700W/m2,  im Winter ca. 250W/m2)
– dem Einsatzort (Äquatornähe besser, Polnähe schlechter)
– den Wetterbedingungen (strahlend blau, Dunst, einzelne Wolken, bedeckter Himmel)
– störenden Faktoren zwischen Sonne und Ladegerät (Fensterscheiben, Folien etc.)

UPDATE Ende 2016: Das Nomad 7 wurde durch das leistungsfähigere Nomad 7 Plus abgelöst. Das Watt 03 und das Watt 01 V2 wurden durch das leistungsfähigere Watt 01 V3 abgelöst.

Bei der Auswahl des passenden Solar-Ladegerätes sollten also der benötigte Energiebedarf und oben genannte Faktoren berücksichtigt werden. Gerne helfe ich Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes. Rufen Sie mich gerne an (Tel. 04621-9440661 oder schreiben mir eine E-Mail: info@wattgeizer.com).
Hier nun alle getesteten Solar-Ladegeräte in der Übersicht:

WattGeizer
Watt 03
WattGeizer
Watt 01 V2
WattGeizer
7 W-Modul
Goal Zero
Nomad 7
XTORM
AP150
Maße gefaltet
in cm
9,3 x 21,5 x 2,5 28,2 x 21,2 x 1,5 16 x 22,5 x 2,5 17 x 23 x 4 16,5 x 26,5 x 4
Maße ausgefaltet
in cm
42 x 21,5 x 1,0 28,2 x 21,2 x 1,5 47 x 22,5 x 1,0 44 x 23 x 2,5 41 x 26,5 x 2
Ca.-Gewicht
in Gramm
157 240 350 470 450
System-Spannung 5V 5V 5V 5V / 7V / 12V 5V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,65A 1A 1,4A 1A bei 5V 1,1A bei 6,5V
0,3A bei 15V
2,1A
Ausgangsstrom
lt. Test
0,59A 1A 1,28A 1A (bei 5V) 1,88A
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 2 Stunden 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 15 Minuten 45 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 3 Stunden 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde
Sonstiges faltbar, flexibel
2,1W pro 100g
2,08W pro 100g derzeit nicht im Sortiment
2W pro 100g
kann auch 12V-Geräte laden.
1,06W pro 100g (5V)
2 USB-Anschlüsse
2,33W pro 100g
Preis bei WattGeizer.com**
inkl. 19% MwSt.
49 Euro 24,95 Euro 39,95 Euro 69,95 Euro 89 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen
** Stand: 26.7.2015 

© WattGeizer.com

Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01 V2

Ich bin mächtig stolz, die Nachfolgeversion des legendären Watt 01 zu präsentieren! Beim Watt 01 handelt es sich um ein Outdoor Solar-Ladegerät, das eine universelle USB-Schnittstelle besitzt und allerlei USB-Geräte, wie Smartphone, Handy, iPhone… mit max. 5W aufladen kann.

Das Watt 01 V2 ist leichter, leistungsfähiger und günstiger als sein Vorgänger:

– es wiegt nur ca. 240g statt 510g
– es hat einen max. Ausgangsstrom von 1A statt 0,83A
– es kostet nur 38,95€ (inkl. 6,6Ah-Powerbank) statt 49,95€
– das Modul wird auch einzeln für nur 24,95€ angeboten

Das Modul ist in PET statt in Glas eingefasst und durch die schwarze Hülle etwas schicker als sein Vorgängermodell. Durch die 4 integrierten Ösen lässt es sich gut am Rucksack, Zelt, Kanu etc. befestigen. Die langlebigen, monokristallinen Zellen haben einen hohen Wirkungsgrad von >18%. Sie leisten auch bei widrigen Wetterverhältnissen gute Dienste.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In Kürze werde ich einen Test online stellen, der mehrere Solar-Module miteinander vergleicht (ich darf als Händler übrigens nur Module testen, die ich auch anbiete – allerdings ist es dann auch kein Pseudo-Test, wie bei einer nichtssagenden Amazon-Affiliate-Seite :-)).

Die Sonne kommt raus…Solar-Ladegeräte ausgepackt und gemessen…

Es ist Frühjahr und die Vorfreude auf das Laden mit Solar-Ladegeräten steigt. Vorgestern hatten wir zwar noch einen Schleier vor der Sonne, aber man konnte spüren, dass die Sonnenstrahlung zunimmt… Mein Messgerät hat eine Strahlung von ca. 600W/qm angezeigt. Wenn man Wikipedia glaubt, dann ist das schon eine ganz prächtige Einstrahlung: „In Mitteleuropa steht die sommerliche Mittagssonne 60° bis 65° hoch und strahlt bei idealen Wetterbedingungen mit einer Bestrahlungsstärke von etwa 700 Watt/Quadratmeter. Im Winter sind es nur 13° bis 18° und selbst zu Mittag nur etwa 247 Watt/Quadratmeter.“ (Quelle Wikipedia)

Genug Strahlung also, um mal einige Solarmodule in die Sonne zu legen. Die Werte dieser Module beziehen sich übrigens immer auf eine Einstrahlung von 1000W/qm. D.h. in unseren Breiten werden die Maximalwerte der Module nie erreicht. Im Juli letzten Jahres haben wir in Norddeutschland eine Globalstrahlung von ca. 185Wh/qm erreicht (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Das entspricht monatlich durchschnittlich 185 Stunden mit 1000W/qm und täglich knapp 6 Stunden mit 1000W/h. Mit einem 5W-Modul hätte man also eine Ausbeute von 30Wh erreichen können. Na ja, theoretisch, denn es wird einem nie gelingen, den ersten bis letzten Sonnenstrahl optimal einzufangen. So rechnet man im Allgemeinen damit, dass die Ausbeute in den Sommermonaten täglich ca. der 4-fachen Nennleistung des Moduls entspricht. Bei einem 5W-Modul wären es also 20Wh.

Gestern rief ein Kunde an, der in Lappland seine Kameraakkus aufladen möchte. Dieser sollte beachten, dass sich die Sonneneinstrahlung über eine größere Fläche verteilt und daher die Bestrahlungsstärke sinkt. Hierzu gibt es eine schöne Grafik von Cepheiden.

Bestrahlungsstärke ist abhängig vom Einfall der Sonneneinstrahlung.

So, hier nun die Ergebnisse meiner Messung:

Als erstes Modul habe ich das Watt 03 an die 6.600er-Powerbank angeschlossen. Dieses spuckt bei 630W/qm 580mA aus, kommt also schon knapp an die Maximalleistung von 650mA heran.
830mAh vom Watt 03

Das nächste Modul ist das Watt 02. Dieses gibt einen Ausgangsstrom von 700mA bei einer Einstrahlung von 576W/qm aus. Die Powerbank wäre damit in etwas mehr als 10 Stunden aufgeladen.
Das Watt 02 gibt 700mA abDann folgte ein 10W- Modul, das ich von meinem Lieferanten zum Testen erhalten habe (wurde nicht ins Sortiment aufgenommen, weil es für iPhones optimiert wurde und daher keine niedrigen Ladeströme abgibt).
10W-ModulUnd als letztes Modul musste das AP150 von XTORM herhalten. Es handelt sich um ein 12W-Modul und  zeigt mit 1150mA erwartungsgemäß den höchsten Wert bei einer Sonneneinstrahlung von 614W/qm.
Messung des XTORM AP150

Zwei neue Solar-Ladegeräte bei WattGeizer.com

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, das Watt 01 aus dem Shop zu nehmen. Es gibt noch knapp über 20 Module. Wenn diese abverkauft sind, gibt es keine neue Charge mehr. Mein Lieferant hat sich komplett aus dem Solarmarkt verabschiedet und ich bin nun auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Es soll leistungsfähig, leicht, kompakt und gut zu befestigen sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger bin ich auf das 5W-Modul von Suntactics gestoßen. Ein wirklich schönes Modul, dass alle eben genannten Bedingungen erfüllt. Nur müsste ich für so ein Ladegerät ca. 150€ nehmen. Das ist definitiv zu viel.

Weitere Solar-Ladegeräte, die mir unter die Augen gekommen sind: Das XTORM AP125 – ein 6W-Modul, das fast alle Bedingungen erfüllt – außer die guten Befestigungsmöglichkeiten. Eine Öse ist mir zu wenig. Besser finde ich das AP150 von XTORM: Es handelt sich um ein Modul mit 12W Leistung, das ausgefaltet ca. so groß wie zwei DinA4-Seiten ist und nur 450 Gramm wiegt. Befestigen lässt es sich über vier integrierte Schlaufen. Damit wurde es im Shop aufgenommen: XTORM AP150.

Nicht vergleichbar mit den üblichen Solar-Ladegeräten ist das Powertraveller Powermonkey Expedition Set. Es handelt sich dabei um ein faltbares 5W-Solarmodul und eine Powerbank. Letztere verdient ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Sie hat eine Kapazität von 10,5mAh (38Wh). Soweit normal. Eine Besonderheit ist, dass Sie Ladeströme unterschiedlicher Spannung aufnehmen kann (5-25V). Damit könnte sie direkt und ohne Laderegler an ein 12V-Solarmodul angeschlossen werden. Die Powerbank kann USB- und 12V-Geräte aufladen / betreiben.

Der eigentliche Clou ist allerdings, dass sich die Powerbank nicht nur per Solarmodul aufladen lässt. Derzeit befinden sich diverse Möglichkeiten zur Energie-Erzeugung in der Forschung: Windkraft, Wasserkraft, Dampfturbine, Gas und Brennstoffzelle. Zur Wind- und Wasserkraft gibt es bereits Studien. Diese zeigen, dass auf der Powerbank ein Aufsatz mit Windrad- oder Wasserschaufeln aufgesteckt wird. Diese drehen sich und erzeugen dabei Energie.

Bis Wasser- und Windrad als weiteres Zubehör verkauft werden (Preis steht noch nicht fest), kann die Powerbank des Powermonkey Expedition per Handkurbel aufgeladen werden. Diese befindet sich im Lieferumfang. Diese eignet sich als Notbehelf, schließlich müsste man ca. 16-17 Stunden kurbeln, bis die Powerbank voll ist. Aber nach 10 Minuten Kurbelbetrieb kann man bereits ein Telefongespräch von ca. 40 Minuten führen – in Notsituationen kann dies sehr wertvoll sein!

USB-Powerbank – Ladeverhalten und Kauffaktoren

Ich schreibe immer munter über meine Solar-Ladegeräte und vernachlässige dabei, die USB-Powerbank zu erwähnen. Dabei sind sie sehr wichtig, denn sie übernehmen in Verbindung mit einem Solar Ladegerät oder einem Dynamo-Ladegerät die wichtige Aufgabe, unstete Ladeströme in gleichmäßige Ladeströme umzuwandeln. Zum Hintergrund: Beim Fahrradfahren gibt es Phasen, in denen man sehr langsam fährt und ggf. komplett zum Stillstand kommt, z.B. an Ampeln. Beim Laden mit Solarmodulen sind es Wolken, die den Ladestrom versiegen lassen. Viele angeschlossene Geräte verweigern dann die Aufnahme dieser niedrigen Ladeströme. Einige beenden sogar den laufenden Ladevorgang und dieser muss manuell wieder gestartet werden. Diese negativen Faktoren lassen sich mit der richtigen Powerbank vermeiden. Dazu später mehr….

USB-Powerbank von klein bis gross

Aktuell habe ich 14 USB-Powerbanks im Shop

Kapazität der USB Powerbank

beliebte Irrtümer

Ich möchte in diesem Beitrag zunächst auf die Kapazität von USB-Powerbanks eingehen. Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Häufig wird die Angabe in Amperestunden (Ah) oder auch Milliampere (mAh) gemacht. Dies führt zu Irrtümern, denn die Angabe in mAh oder Ah allein sagt nichts über die Kapazität der Powerbank aus, wenn man nicht die Spannung berücksichtigt. Z.B. enthält die Guide 10+ Powerbank 4 Akkus mit je 2.300mAh. Das ergibt in Summe 9,2Ah. Anders als übliche USB-Powerbanks enthält das Guide 10+ NiMH-Akkus mit einer Spannung von 1,2V. Demnach liegt die Kapazität bei 11Wh (9,2Ahx1,2V). Üblicherweise enthält eine USB-Powerbank hingegen Li-Ion-Zellen mit 3,6V Spannung. Oftmals sind 18650-Zellen in der Powerbank enthalten.

Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist es, den Ladungsspeicher in Ah auf die Ausgangsspannung zu beziehen. Der Minigorilla hat einen z.B. einen Akku mit 9.000mAh und eine Ausgangsspannung von bis zu 19V. Würde man diese Kombi zugrunde legen, hätte der kleine Minigorilla eine phantastische Kapazität von 171Wh. Tatsächlich hat er eine Kapazität von 9Ah x 3,7V = 33,3Wh. Daher wird für eine Spannung von 19V auch der Ladungsspeicher von 1,75Ah (33,3Wh/19V) angegeben.

Butter bei die Fische

Was besagt diese Angabe? Vereinfacht könnte man errechnen, dass z.B. ein Handy, das 0,5 Watt in der Stunde verbraucht ca. 76 Stunden an der 10.400er Powerbank betreiben könnte (38Wh/0,5W). Oder anders: Wenn das Handy eine Kapzität von 1,5Ahx3,7V=5,55Wh hat, kann ich es mit der Powerbank 6,8 Mal (38/5,55) aufladen. So kann man sich ungefähr ausrechnen, was man mit der Powerbank anstellen kann. Aber eben nur „ungefähr“. :-/ Die meisten USB-Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Zellen. Eine Untersuchung  (nochmals danke Georg) hat ergeben, dass die meisten Li-Ion-Akkus mit bereits nur 90% der angegebenen Kapazität ausgeliefert werden. Da fast alle Akkus betroffen sind, muss man davon ausgehen, dass auch nahezu alle Li-Ion-Powerbanks diese Kapazitätslücke aufweisen. Begründet wird dies damit, dass die Hersteller sich gerne weit aus dem Fenster hängen und die Kunden dies nicht zu sehr verübeln. Grmpf.

Zu dieser Kapazitätslücke kommen noch Transferverluste. Wenn eine USB-Powerbank ein Smartphone lädt, erfolgt dies über die USB-Schnittstelle. Bei der Stromabgabe wird also die Spannung auf ca. 4,5-5V angehoben. Das Smartphone legt den Strom wieder bei niedrigerer Spannung ab. Durch diese Spannungswandlung geht Kapazität verloren. Ein weiterer Kapazitätsverlust erfolgt durch die Lagerung von Li-Ion-Akkus. Üblicherweise verlieren Li-Ion-Akkus bei Zimmertemperatur ca. 15% p.a. an Kapazität. Dazu mehr im nächsten Absatz.

Typische Lebensdauer einer USB-Powerbank

Oben genannte Untersuchung hat ebenfalls gezeigt, dass mit jeder zusätzlichen Ladung der Powerbank Kapazität verloren geht. Die Höhe des Kapazitätsverlustes ist davon abhängig, wie der Li-Ion-Akku aufgeladen wird. Maßgeblich für den Kapazitätsverlust und damit die Lebensdauer der Li-Ion-Akkus sind folgende Faktoren:

  • die Entladungstiefe
  • die Ladehöhe
  • die Lagerungstemperatur

Die Entladungstiefe: Die Untersuchung hat gezeigt, dass Akkus, die immer vollständig entladen wurden, ca. 300-500 Ladezyklen überlebt haben. Wurden die Akkus hingegen nach 50% Entladung wieder aufgeladen, so haben sie die 3-4-fache Lebensdauer gezeigt, also 1.200 bis 1.500 Ladezyklen erreicht.

Ebenfalls ist es nicht empfehlenswert, die Akkus „bis zum Anschlag“ aufzuladen. Je höher der Akku geladen wird, desto höher ist die interne Spannung. Wird der Akku immer auf eine Spannung von 4,2V geladen, d.h. erfolgt eine komplette Vollladung, dann schafft der Akku ca. 300-500 Ladezyklen. Wird der Akku hingegen nur zu 80% geladen (Spannung ca. 4V), schafft der Akku ca. 1.200-2.000 Ladezyklen. Die Lagerungstemperatur ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensdauer des Akkus. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine Lagerung über drei Monate bei 60°C einen Kapazitätsverlust von 40% ergibt. Erstaunlich ist, dass selbst bei einjähriger Lagerung bei (etwas erhöhter) Zimmertemperatur von 25°C der Verlust immerhin noch 20% beträgt. Packen Sie den Akku in den Kühlschrank, kommen Sie mit 5-10% Verlust aus.

Fazit

Was heißt das nun für die Praxis? Im Alltag dürfte es schwer sein, die USB-Powerbank beim Ladestand von 50% wieder auf nur 80% aufzuladen. Beim Handy und einem Bürojob mag das ja noch einigermaßen gelingen. Aber wenn man unterwegs ist und der Handyakku schwächelt, dann saugt man im Zweifel die angeschlossene Powerbank komplett aus. In Zeiten sinkender Preise für Handyakkus und Powerbanks wird sich vermutlich eh niemand um o.g. Untersuchungsergebnisse scheren. Aber in heißen Gegenden, in denen die Energie knapp ist, wird man vielleicht etwas sorgsamer auf ausreichende Kühlung der Akkus achten. Auch beim Aufladen einer Powerbank mit einem Solarladegerät sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst kühl gelagert wird. Worauf man bei der Auswahl der USB-Powerbank beim solaren Laden achten muss, behandelt der nächste Absatz.

Powerbanks für Solar-Ladegeräte

Was gilt es bei der Auswahl einer Powerbank für ein Solar-Ladegerät zu beachten? „Bigger is better“ zählt hier nicht unbedingt, da noch einige Faktoren mehr eine Rolle spielen. Zunächst einmal muss die Eingangsspannung der USB-Powerbank der Ausgangsspannung des Solarmoduls entsprechen. Gängig sind 5V-Geräte und Powerbanks, wie der Minigorilla und Powergorilla, die eine Spannung von >12V verarbeiten können. Soll mit einem 12V-Ladegerät eine USB-Powerbank geladen werden, muss ein Spannungswandler eingesetzt werden.

Unabhängig davon, ob es sich um eine 5V- oder 12V-Powerbank handelt, muss die Powerbank auch niedrige Ladeströme verarbeiten können. Es gibt Powerbanks, die nehmen nur Ströme > 100-300mA auf. Bei widrigen Wetterbedingungen können die Ladeströme eines Solarmoduls aber sehr gering sein. Nimmt die Powerbank diese Ströme nicht auf, wird Energie verschenkt.

Wichtig ist weiterhin, dass sich die digitale Anzeige an der Powerbank gut ablesen lässt. Meist setzt man das Solarladegerät in der prallen Sonne ein. Dann ist die Sicht auf Messinstrumente und digitale Anzeigen meist sehr schlecht. Eine Powerbank mit kräftigen LED hilft hier.

Große Powerbanks nur für mehrtägige Touren

Neben dem Gewicht und der Größe der Powerbank spielt auch die Relation zur Modulleistung eine Rolle. Einerseits, was den Eingangsstrom der Powerbank angeht: So wird Energie verschenkt, wenn ich ein Modul mit 2A Leistung an einer Powerbank mit max. 1A Input einsetze. Andererseits, was die Kapazität der USB-Powerbank angeht: Wenn ich drei Powerbanks zu einem Modul anbiete, wählen 95% der Kunden die größte Powerbank aus. Ich hingegen würde eine Powerbank auswählen, die ich mit dem Modul an einem Tag aufladen kann (vorausgesetzt, ich möchte 1x am Tag meine Geräte aufladen). Mehr Energie bekomme ich über das Modul eh nicht hinein.

Sehr große Powerbanks machen dann Sinn, wenn man diese zu Hause komplett voll lädt und dann unterwegs per Solar immer etwas drauf lädt. Oder wenn man die USB-Powerbank auch anderweitig – ohne Solarmodul – für längere Zeit einsetzen möchte. Einer meiner Lieferanten hat mal eine 1.000mAh-Powerbank zu seinem Modul angeboten. Die war so klein, dass man sein Handy nicht 1x aufladen konnte. Auf dieses Defizit angesprochen, erläuterte der Lieferant, dass es für Kunden psychologisch sinnvoll sei, dass die Powerbank schnell geladen ist. 😀

Und warum keine Solar-Powerbank?

Ich werde häufig gefragt, was ich von Solar Powerbanks halte. Das sind USB-Powerbanks, in die eine Solarzelle eingebaut wurde. Mein Rat: Finger weg! Die solare Leistung ist so gering, dass man auf diese verzichten sollte. Kauft Euch lieber eine solar-taugliche Powerbank und ladet die mit einem vernünftigen Solar-Ladegerät auf. Mehr zu diesem Thema, lest Ihr im Blog-Beitrag

Leichter geht’s nicht: Neue faltbare Solar-Ladegeräte von WattGeizer.com

Flexible und faltbare Solar-Ladegeräte der Ultra-Leicht-Klasse sind relativ selten. Wenn sie sich auch noch gut befestigen lassen und auch bei Bewölkung leistungsfähig sind, dann muss ich diese ins Sortiment aufnehmen! So geschehen: Neu im Sortiment sind das Watt 02 und Watt 03.

Das Watt 02 hat eine maximale Leistung von 1,05A bei 5,1V. Auch wenn mein Produzent der Meinung ist, dass es sich dabei um ein 6W-Modul handelt, komme ich auf 5,4 Watt. Der Clou liegt aber nicht unbedingt in der maximalen Ausgangsleistung, sondern in der Leistung bei nicht optimalen Wetterverhältnissen. Die verbauten Solarzellen haben dann eine höhere Leistung als klassische Dünnschichtzellen.

Ich komme gerade aus dem Garten, wo ich das Watt 02 neben das Aurora 4 gelegt habe. Die Wetterbedingungen hätten besser sein können. Man wusste zwar, dass die Sonne da ist, aber sie versteckte sich hinter den Wolken (siehe Foto).

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Das Messergebnis ist interessant, aber nicht überraschend: Das Aurora spuckte 390mA und das Watt 02 660mA aus. Somit erreichte das Aurora knapp die Hälfte seiner Maximalleistung, das Watt 02 immerhin 63%. Wenn man eine Powerbank mit 3000mAh aufladen möchte, benötigt man mit dem Aurora 4 (rein rechnerisch) ca. 8 Stunden, mit dem Watt 02 ca. 5 Stunden. In der Praxis wirkt sich dieser Vorteil also deutlich aus. Das Watt 02 ist dafür etwas schwerer (221 zu 178 Gramm) und länger (68 zu 64cm) als das Aurora 4.

Selbst bei dem kleineren Wattgeizer-Modul, dem Watt 03, zeigt sich der Vorteil bei Bewölkung (damit nicht gemeckert wird, habe ich einmal die Multimeter ausgetauscht): Während das Aurora einen Strom von 280mA ausgibt, liegt das Watt 03 bei 420mA. Und dies obwohl es mit einer Länge von 38cm  deutlich kleiner und einem Gewicht von 137 Gramm deutlich leichter ist. Auch das Watt 03 lässt sich dank seiner drei Ösen gut am Rucksack befestigen.
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