Wasserdichtes Solar-Ladegerät für Kanu & Co.

Im Laufe des Jahres bin ich häufiger von Kunden angesprochen worden, ob ich nicht ein Solar-Ladegerät im Sortiment hätte, das auch für Kanutouren geeignet sei. Als ich dann auf die Klassiker Watt 01 und Watt 04 verwies, musste ich lernen, dass diese nicht wasserfest genug seien. Bei Kanutouren kann es vorkommen, dass eine regelrechte Welle über das Solar-Ladegerät schwappt. Die Gefahr, dass Wasser in den USB-Controller eindringen kann, ist hier zu groß.

Also habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Lösung gemacht…und gefunden! Die Basis bildet ein halbflexibles Solarmodul mit 20 W, das komplett staub- und wasserdicht ist. Da dieses eine Spannung von 17,6V hat, können USB-Geräte nicht direkt angeschlossen werden. Aus diesem Grunde habe ich einen Adapter konfektioniert, der es erlaubt eine KFZ-Buchse an die MC4-Anschlüsse des Moduls anzustecken.

USB-Lademöglichkeit am 12V-Modul

Dadurch hat man die Modulspannung (17,6V) an der KFZ-Buchse und kann hier einen 12V/24V-USB-Adapter einstecken. Mit einem 20W-Modul stehen somit ganze 4A an der Buchse zur Verfügung (allerdings muss der USB-Adapter dann auch 2x 2,1A ausgeben).

Diese Lösung ist grandios, weil sie die Flexibilität erhält: Ein und das selbe Modul kann wahlweise als 12V- oder USB-Ladegerät eingesetzt werden….für Autobatterien, Teichpumpen, Powerstationen, Smartphones, Powerbanks, LED-Beleuchtung usw., usw.. Bei Bedarf kann man das Kabel vom Modul zur KFZ-Buchse auch noch verlängern. Die 90cm sollten aber eigentlich für die Kanutour ausreichen und das Modul lässt sich über die 4 Ösen perfekt auf dem Kanu befestigen.

Technik für die Krisenvorsorge

Aus Regierungskreisen ist derzeit von einer Empfehlung zu Hamsterkäufen zu hören. Eine Bevorratung von Lebensmitteln für mind. 10 Tage wird als Krisenvorsorge empfohlen. Denkbar sind Szenarien wie Kriege, gehackte Versorgungssysteme oder Währungskrisen, die den Zugang zu Lebensmitteln unmöglich machen.

Da fallen mir zwei Autoren ein, die vor dem Hintergrund der Eurokrise vor einem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems gewarnt haben. Sie befürchten eine Pulverisierung des eigenen Vermögens und raten dazu, eigenes Gemüse und Obst anzubauen.

Krisenvorsorge kann aber auch weiter gehen, als eine Bevorratung mit Lebensmitteln: Bei einem Stromausfall, der im Krisenfall (gehacktes Stromnetz) auch länger als ein paar Stunden dauern kann, ist man im schlechtesten Fall von der Außenwelt abgeschnitten. Kein Telefon, kein TV, kein Radio….und dann sitzt man noch im Dunkeln…. NICHT MIT WATTGEIZER! TADAAA!

Ich biete in meinem Shop Produkte an, um autark Strom zu produzieren. Schon kleine Lösungen reichen aus, um z.B. ein Radio zu betreiben oder abends nicht im Dunkeln zu sitzen. Ich selbst lebe auf dem Land. Hier ist es schon zu mehreren Stromausfällen an nur einem Tag gekommen. Während es in der Nachbarschaft dunkel wie Bärenarsch war, brannte in meiner Bude Licht.

Kommen wir also zu den Produkten, die ich für eine Krisenvorsorge empfehlen würde:

Watt 01 + Powerbank + 12V-USB-LED

Watt 01

Watt 01

USB-Powerbank

USB-Powerbank

12V-Lampe mit USB-Konverter

12V-Lampe mit USB-Konverter

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Set kann man im Krisenfall schon viel anfangen. Das USB-Solarpanel Watt 01 lädt die Powerbank (wahlweise mit 6, 11 oder 20Ah) auf und abends/nachts steckt man die USB-12V-Leuchte an. Die Beleuchtung entspricht ca. einer 30W-Lampe. Diese reicht aus, um einen kleinen Raum auszuleuchten. Den Strom der Powerbank kann man natürlich auch anderweitig für USB-Geräte verwenden (z.B. für Funkgeräte oder Handy (wenn ein Netz vorhanden ist)). Kostet ca. 52 Euro (mit 6,6Ah-Powerbank, inkl. 19% USt. + Versand).

Freeplay Indigo Plus

Freeplay Indigo

Freeplay Indigo

Statt Powerbank und LED kann man auch eine Laterne, wie die Freeplay Indigo Plus einsetzen. Das macht Sinn, wenn man nicht nur eine Krise, sondern auch noch schlechtes Wetter erwartet. Denn die Freeplay Indigo Plus lässt sich nicht nur über das Watt 01 aufladen, sondern auch über eine integrierte Kurbel. In der hellsten Stufe hat die Indigo Plus eine Helligkeit von 140 Lumen. Das entspricht etwa einer 12w-Leuchte. Die Indigo Plus kann auch als USB-Ladegerät eingesetzt werden und z.B. ein Handy aufladen. Watt 01 und Indigo Plus kosten zusammen ca. 63 Euro (inkl. 19% USt. + Versand).

PowerPlus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

Kurbel-Laterne Powerplus Falcon

„Moment mal….und wie bekomme ich mit, was da draußen los ist?“, wird sich die eine oder andere Krisengeplagte fragen. Mit einem Radio! Jetzt kommt die eierlegende Wollmilchsau: Die POWERplus Falcon. Es handelt sich hierbei um eine Laterne mit Radio und Handy-Ladefunktion. Die Falcon selbst kann über Kurbel, Solar oder USB aufgeladen werden. Hier empfiehlt sich auch die Kombination mit dem Watt 01, da die Solarfläche relativ klein und das Gekurbel relativ anstrengend ist. Mit der Helligkeit (ca. 100 Lumen) kann man die Nachbarn nicht unbedingt beeindrucken, aber sie reicht aus, um sich zu orientieren. Kostet ca. 27 Euro (inkl. 19% USt. + Versand) ohne Watt 01.

Alternativ bietet sich der Einsatz eines meiner Kurbelradios an.

 

Mobile Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Steckfertige Inselanlage

Wer richtig in die Vollen gehen möchte, dem sei eine mobile Inselanlage ans Herz gelegt. Diese besteht aus einem 50W Solarmodul und dem Goal Zero Yeti 150. Hieran lassen sich sogar 220V-Geräte bis 85W Leistung betreiben. Somit könnte man bspw. sein Laptop aufladen oder die Lichtversorgung im Haushalt sicher stellen. Solarmodul und Powerstation lassen sich sehr einfach miteinander verbinden, so dass auch Technikfremde dieses Set sehr leicht bedienen können. Verbunden werden Goal Zero Yeti 150 und Solarmodul mit einem 5m langen Kabel.

Faltbares Solar-Ladegerät mit 10 Watt Leistung

USB-Solar-Ladegerät Watt 04Die Solar-Saison bricht bald an. Es ist also an der Zeit, das neue Ladegerät „Watt 04“ vorzustellen. Mit 380 Gramm ist es kaum schwerer als das Watt 01 (240g) und hat die doppelte Leistung! Das faltbare Solar-Ladegerät besteht aus zwei 6W-Modulen mit monokristallinen SunPower-Solarzellen. Diese haben einen sehr hohen Wirkungsgrad von mehr als 22%. Dadurch ist es möglich, eine sehr hohe Leistung auf kleiner Fläche zu erzielen.

Die Leistung des Solar-Ladegerätes Watt 04

Die Solarmodule des Watt 04 erzeugen max. 12W (2 x 1A bei 6V). Der Controller regelt die Leistung auf 2A bei 5V, also 10W, herunter. Andere Anbieter preisen solche Geräte gerne als 12W-Gerät an. Ich bin kein Fan von Helmut Kohl, aber in diesem Falle, zählt für mich auch, „was hinten raus kommt“. „Hinten“ gibt es eine Tasche mit zwei USB-Buchsen. Stecken zwei Endgeräte in diesen USB-Buchsen, teilen sie sich die Energie (mit dem Strom, den sie sich ziehen). Ist nur ein Gerät angeschlossen, bekommt dies die volle Ladung. Obwohl Smartphones, Handys, Navis etc. direkt angeschlossen werden können, empfehle ich eine Powerbank, die die Energie zwischenspeichert und einen steten Ladestrom an das Endgerät abgibt.

Die Größe und Mobilität des Solar-Ladegerätes 04

Das Solar-Ladegerät hat eine Größe von 32 x 40cm (ausgefaltet), so dass es sich gut am Rucksack befestigen lässt. Hierfür gibt es in jeder Ecke eine Metallöse. Wird das Watt 04 zusammengefaltet, ist es nur 32 x 16cm groß und durch das Nylonmaterial relativ gut gepolstert. Es kann dadurch gut transportiert werden. Für weitere Auskünfte, stehe ich gerne zur Verfügung (Tel. 04621-9440661 oder Mail: info@wattgeizer.com). Hier geht es zum Watt 04 im Shop.

Zwei neue Solar-Ladegeräte bei WattGeizer.com

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, das Watt 01 aus dem Shop zu nehmen. Es gibt noch knapp über 20 Module. Wenn diese abverkauft sind, gibt es keine neue Charge mehr. Mein Lieferant hat sich komplett aus dem Solarmarkt verabschiedet und ich bin nun auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Es soll leistungsfähig, leicht, kompakt und gut zu befestigen sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger bin ich auf das 5W-Modul von Suntactics gestoßen. Ein wirklich schönes Modul, dass alle eben genannten Bedingungen erfüllt. Nur müsste ich für so ein Ladegerät ca. 150€ nehmen. Das ist definitiv zu viel.

Weitere Solar-Ladegeräte, die mir unter die Augen gekommen sind: Das XTORM AP125 – ein 6W-Modul, das fast alle Bedingungen erfüllt – außer die guten Befestigungsmöglichkeiten. Eine Öse ist mir zu wenig. Besser finde ich das AP150 von XTORM: Es handelt sich um ein Modul mit 12W Leistung, das ausgefaltet ca. so groß wie zwei DinA4-Seiten ist und nur 450 Gramm wiegt. Befestigen lässt es sich über vier integrierte Schlaufen. Damit wurde es im Shop aufgenommen: XTORM AP150.

Nicht vergleichbar mit den üblichen Solar-Ladegeräten ist das Powertraveller Powermonkey Expedition Set. Es handelt sich dabei um ein faltbares 5W-Solarmodul und eine Powerbank. Letztere verdient ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Sie hat eine Kapazität von 10,5mAh (38Wh). Soweit normal. Eine Besonderheit ist, dass Sie Ladeströme unterschiedlicher Spannung aufnehmen kann (5-25V). Damit könnte sie direkt und ohne Laderegler an ein 12V-Solarmodul angeschlossen werden. Die Powerbank kann USB- und 12V-Geräte aufladen / betreiben.

Der eigentliche Clou ist allerdings, dass sich die Powerbank nicht nur per Solarmodul aufladen lässt. Derzeit befinden sich diverse Möglichkeiten zur Energie-Erzeugung in der Forschung: Windkraft, Wasserkraft, Dampfturbine, Gas und Brennstoffzelle. Zur Wind- und Wasserkraft gibt es bereits Studien. Diese zeigen, dass auf der Powerbank ein Aufsatz mit Windrad- oder Wasserschaufeln aufgesteckt wird. Diese drehen sich und erzeugen dabei Energie.

Bis Wasser- und Windrad als weiteres Zubehör verkauft werden (Preis steht noch nicht fest), kann die Powerbank des Powermonkey Expedition per Handkurbel aufgeladen werden. Diese befindet sich im Lieferumfang. Diese eignet sich als Notbehelf, schließlich müsste man ca. 16-17 Stunden kurbeln, bis die Powerbank voll ist. Aber nach 10 Minuten Kurbelbetrieb kann man bereits ein Telefongespräch von ca. 40 Minuten führen – in Notsituationen kann dies sehr wertvoll sein!

Solar Powerbank? Lieber nicht!

Viele Besucher kommen auf Ihrer Suche nach einer Solar-Powerbank bei WattGeizer.com vorbei. Vermutlich, weil auf den Seiten häufig diese Begriffe verwendet werden. Tatsächlich biete ich jedoch keine einzige Solar Powerbank an. Die Powerbanks haben meist eine kleine Fläche. Das ist auch gut, weil man sie dann leichter von A nach B mitnehmen kann, z.B. in der Hosentasche. Diese Fläche wird nun von den Herstellern mit Solarzellen bestückt und dann mit dem zusätzlichen Benefit des solaren Aufladens verkauft. Aus meiner Sicht nur eine andere Art des Greenwashings, denn leistungsfähige Solarzellen brauchen noch immer Platz.

solar_powerbankNehmen wir einmal das Modell eines chinesischen Herstellers. Dieser gibt – im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern – Leistungswerte zu den eingebauten Solarzellen an. Die Solarzellen geben 250mA an die Powerbank ab. Die Powerbank ist 8.000mAh groß. Um diese komplett aufzuladen, bräuchte man 32 Stunden allerfeinsten Sonnenschein. In DE geht man in etwa von einem durchschnittlichen täglichen Ertrag aus, der der 4-fachen Stundenleistung entspricht (d.h. in Summe erhält man pro Tag die Ausbeute von ca. 4 Stunden Maximalleistung). Bei dieser Powerbank kann man also im Schnitt mit ca. 1000mAh Tagesertrag rechnen (im Sommer mehr, im Winter weniger).

D.h. die Powerbank ist in ca. 8 Tagen voll aufgeladen. Und dies auch nur, wenn sie draußen, unter freiem Himmel, aufgeladen wird. Hinter Fensterscheiben dürfte sich der Wert auf 16 Tage oder mehr ausdehnen, da Fensterscheiben Energie rauben (siehe auch den Bericht über das richtige Aufladen mit Solar-Ladegeräten). In meinen Augen ist so eine Solar-Powerbank nichts Halbes und nichts Ganzes, denn zu Hause an der Ökostrom-Steckdose lade ich meine Powerbank für unterwegs wesentlich günstiger und schneller auf, als mit dem eingebauten Modul und wenn ich auf Reisen bin, benötige ich ein Gerät, das mir einigermaßen verlässlich Energie für mein Smartphone & Co. spendet.

Zum Vergleich: Die bei WattGeizer.com angebotenen Solarladegeräte gehen bei einer Leistung von 650mA los (mal abgesehen von dem AA-Ladegerät von Camelion). Je nach Einsatzzweck und -ort empfehle ich meinen Kunden ganz unterschiedliche Solar-Ladegeräte in Verbindung mit unterschiedlichen USB-Powerbanks. Wenn Du trotzdem nach einer Powerbank mit Solarzellen suchst, achte unbedingt auf die Leistung der Solarzellen (nicht zu verwechseln mit der Leistung der Powerbank) und einigermaßen Wettertauglichkeit.

USB-Powerbank – Ladeverhalten und Kauffaktoren

Ich schreibe immer munter über meine Solar-Ladegeräte und vernachlässige dabei, die USB-Powerbank zu erwähnen. Dabei sind sie sehr wichtig, denn sie übernehmen in Verbindung mit einem Solar Ladegerät oder einem Dynamo-Ladegerät die wichtige Aufgabe, unstete Ladeströme in gleichmäßige Ladeströme umzuwandeln. Zum Hintergrund: Beim Fahrradfahren gibt es Phasen, in denen man sehr langsam fährt und ggf. komplett zum Stillstand kommt, z.B. an Ampeln. Beim Laden mit Solarmodulen sind es Wolken, die den Ladestrom versiegen lassen. Viele angeschlossene Geräte verweigern dann die Aufnahme dieser niedrigen Ladeströme. Einige beenden sogar den laufenden Ladevorgang und dieser muss manuell wieder gestartet werden. Diese negativen Faktoren lassen sich mit der richtigen Powerbank vermeiden. Dazu später mehr….

USB-Powerbank von klein bis gross

Aktuell habe ich 14 USB-Powerbanks im Shop

Kapazität der USB Powerbank

beliebte Irrtümer

Ich möchte in diesem Beitrag zunächst auf die Kapazität von USB-Powerbanks eingehen. Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Häufig wird die Angabe in Amperestunden (Ah) oder auch Milliampere (mAh) gemacht. Dies führt zu Irrtümern, denn die Angabe in mAh oder Ah allein sagt nichts über die Kapazität der Powerbank aus, wenn man nicht die Spannung berücksichtigt. Z.B. enthält die Guide 10+ Powerbank 4 Akkus mit je 2.300mAh. Das ergibt in Summe 9,2Ah. Anders als übliche USB-Powerbanks enthält das Guide 10+ NiMH-Akkus mit einer Spannung von 1,2V. Demnach liegt die Kapazität bei 11Wh (9,2Ahx1,2V). Üblicherweise enthält eine USB-Powerbank hingegen Li-Ion-Zellen mit 3,6V Spannung. Oftmals sind 18650-Zellen in der Powerbank enthalten.

Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist es, den Ladungsspeicher in Ah auf die Ausgangsspannung zu beziehen. Der Minigorilla hat einen z.B. einen Akku mit 9.000mAh und eine Ausgangsspannung von bis zu 19V. Würde man diese Kombi zugrunde legen, hätte der kleine Minigorilla eine phantastische Kapazität von 171Wh. Tatsächlich hat er eine Kapazität von 9Ah x 3,7V = 33,3Wh. Daher wird für eine Spannung von 19V auch der Ladungsspeicher von 1,75Ah (33,3Wh/19V) angegeben.

Butter bei die Fische

Was besagt diese Angabe? Vereinfacht könnte man errechnen, dass z.B. ein Handy, das 0,5 Watt in der Stunde verbraucht ca. 76 Stunden an der 10.400er Powerbank betreiben könnte (38Wh/0,5W). Oder anders: Wenn das Handy eine Kapzität von 1,5Ahx3,7V=5,55Wh hat, kann ich es mit der Powerbank 6,8 Mal (38/5,55) aufladen. So kann man sich ungefähr ausrechnen, was man mit der Powerbank anstellen kann. Aber eben nur „ungefähr“. :-/ Die meisten USB-Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Zellen. Eine Untersuchung  (nochmals danke Georg) hat ergeben, dass die meisten Li-Ion-Akkus mit bereits nur 90% der angegebenen Kapazität ausgeliefert werden. Da fast alle Akkus betroffen sind, muss man davon ausgehen, dass auch nahezu alle Li-Ion-Powerbanks diese Kapazitätslücke aufweisen. Begründet wird dies damit, dass die Hersteller sich gerne weit aus dem Fenster hängen und die Kunden dies nicht zu sehr verübeln. Grmpf.

Zu dieser Kapazitätslücke kommen noch Transferverluste. Wenn eine USB-Powerbank ein Smartphone lädt, erfolgt dies über die USB-Schnittstelle. Bei der Stromabgabe wird also die Spannung auf ca. 4,5-5V angehoben. Das Smartphone legt den Strom wieder bei niedrigerer Spannung ab. Durch diese Spannungswandlung geht Kapazität verloren. Ein weiterer Kapazitätsverlust erfolgt durch die Lagerung von Li-Ion-Akkus. Üblicherweise verlieren Li-Ion-Akkus bei Zimmertemperatur ca. 15% p.a. an Kapazität. Dazu mehr im nächsten Absatz.

Typische Lebensdauer einer USB-Powerbank

Oben genannte Untersuchung hat ebenfalls gezeigt, dass mit jeder zusätzlichen Ladung der Powerbank Kapazität verloren geht. Die Höhe des Kapazitätsverlustes ist davon abhängig, wie der Li-Ion-Akku aufgeladen wird. Maßgeblich für den Kapazitätsverlust und damit die Lebensdauer der Li-Ion-Akkus sind folgende Faktoren:

  • die Entladungstiefe
  • die Ladehöhe
  • die Lagerungstemperatur

Die Entladungstiefe: Die Untersuchung hat gezeigt, dass Akkus, die immer vollständig entladen wurden, ca. 300-500 Ladezyklen überlebt haben. Wurden die Akkus hingegen nach 50% Entladung wieder aufgeladen, so haben sie die 3-4-fache Lebensdauer gezeigt, also 1.200 bis 1.500 Ladezyklen erreicht.

Ebenfalls ist es nicht empfehlenswert, die Akkus „bis zum Anschlag“ aufzuladen. Je höher der Akku geladen wird, desto höher ist die interne Spannung. Wird der Akku immer auf eine Spannung von 4,2V geladen, d.h. erfolgt eine komplette Vollladung, dann schafft der Akku ca. 300-500 Ladezyklen. Wird der Akku hingegen nur zu 80% geladen (Spannung ca. 4V), schafft der Akku ca. 1.200-2.000 Ladezyklen. Die Lagerungstemperatur ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensdauer des Akkus. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine Lagerung über drei Monate bei 60°C einen Kapazitätsverlust von 40% ergibt. Erstaunlich ist, dass selbst bei einjähriger Lagerung bei (etwas erhöhter) Zimmertemperatur von 25°C der Verlust immerhin noch 20% beträgt. Packen Sie den Akku in den Kühlschrank, kommen Sie mit 5-10% Verlust aus.

Fazit

Was heißt das nun für die Praxis? Im Alltag dürfte es schwer sein, die USB-Powerbank beim Ladestand von 50% wieder auf nur 80% aufzuladen. Beim Handy und einem Bürojob mag das ja noch einigermaßen gelingen. Aber wenn man unterwegs ist und der Handyakku schwächelt, dann saugt man im Zweifel die angeschlossene Powerbank komplett aus. In Zeiten sinkender Preise für Handyakkus und Powerbanks wird sich vermutlich eh niemand um o.g. Untersuchungsergebnisse scheren. Aber in heißen Gegenden, in denen die Energie knapp ist, wird man vielleicht etwas sorgsamer auf ausreichende Kühlung der Akkus achten. Auch beim Aufladen einer Powerbank mit einem Solarladegerät sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst kühl gelagert wird. Worauf man bei der Auswahl der USB-Powerbank beim solaren Laden achten muss, behandelt der nächste Absatz.

Powerbanks für Solar-Ladegeräte

Was gilt es bei der Auswahl einer Powerbank für ein Solar-Ladegerät zu beachten? „Bigger is better“ zählt hier nicht unbedingt, da noch einige Faktoren mehr eine Rolle spielen. Zunächst einmal muss die Eingangsspannung der USB-Powerbank der Ausgangsspannung des Solarmoduls entsprechen. Gängig sind 5V-Geräte und Powerbanks, wie der Minigorilla und Powergorilla, die eine Spannung von >12V verarbeiten können. Soll mit einem 12V-Ladegerät eine USB-Powerbank geladen werden, muss ein Spannungswandler eingesetzt werden.

Unabhängig davon, ob es sich um eine 5V- oder 12V-Powerbank handelt, muss die Powerbank auch niedrige Ladeströme verarbeiten können. Es gibt Powerbanks, die nehmen nur Ströme > 100-300mA auf. Bei widrigen Wetterbedingungen können die Ladeströme eines Solarmoduls aber sehr gering sein. Nimmt die Powerbank diese Ströme nicht auf, wird Energie verschenkt.

Wichtig ist weiterhin, dass sich die digitale Anzeige an der Powerbank gut ablesen lässt. Meist setzt man das Solarladegerät in der prallen Sonne ein. Dann ist die Sicht auf Messinstrumente und digitale Anzeigen meist sehr schlecht. Eine Powerbank mit kräftigen LED hilft hier.

Große Powerbanks nur für mehrtägige Touren

Neben dem Gewicht und der Größe der Powerbank spielt auch die Relation zur Modulleistung eine Rolle. Einerseits, was den Eingangsstrom der Powerbank angeht: So wird Energie verschenkt, wenn ich ein Modul mit 2A Leistung an einer Powerbank mit max. 1A Input einsetze. Andererseits, was die Kapazität der USB-Powerbank angeht: Wenn ich drei Powerbanks zu einem Modul anbiete, wählen 95% der Kunden die größte Powerbank aus. Ich hingegen würde eine Powerbank auswählen, die ich mit dem Modul an einem Tag aufladen kann (vorausgesetzt, ich möchte 1x am Tag meine Geräte aufladen). Mehr Energie bekomme ich über das Modul eh nicht hinein.

Sehr große Powerbanks machen dann Sinn, wenn man diese zu Hause komplett voll lädt und dann unterwegs per Solar immer etwas drauf lädt. Oder wenn man die USB-Powerbank auch anderweitig – ohne Solarmodul – für längere Zeit einsetzen möchte. Einer meiner Lieferanten hat mal eine 1.000mAh-Powerbank zu seinem Modul angeboten. Die war so klein, dass man sein Handy nicht 1x aufladen konnte. Auf dieses Defizit angesprochen, erläuterte der Lieferant, dass es für Kunden psychologisch sinnvoll sei, dass die Powerbank schnell geladen ist. 😀

Und warum keine Solar-Powerbank?

Ich werde häufig gefragt, was ich von Solar Powerbanks halte. Das sind USB-Powerbanks, in die eine Solarzelle eingebaut wurde. Mein Rat: Finger weg! Die solare Leistung ist so gering, dass man auf diese verzichten sollte. Kauft Euch lieber eine solar-taugliche Powerbank und ladet die mit einem vernünftigen Solar-Ladegerät auf. Mehr zu diesem Thema, lest Ihr im Blog-Beitrag

Leichter geht’s nicht: Neue faltbare Solar-Ladegeräte von WattGeizer.com

Flexible und faltbare Solar-Ladegeräte der Ultra-Leicht-Klasse sind relativ selten. Wenn sie sich auch noch gut befestigen lassen und auch bei Bewölkung leistungsfähig sind, dann muss ich diese ins Sortiment aufnehmen! So geschehen: Neu im Sortiment sind das Watt 02 und Watt 03.

Das Watt 02 hat eine maximale Leistung von 1,05A bei 5,1V. Auch wenn mein Produzent der Meinung ist, dass es sich dabei um ein 6W-Modul handelt, komme ich auf 5,4 Watt. Der Clou liegt aber nicht unbedingt in der maximalen Ausgangsleistung, sondern in der Leistung bei nicht optimalen Wetterverhältnissen. Die verbauten Solarzellen haben dann eine höhere Leistung als klassische Dünnschichtzellen.

Ich komme gerade aus dem Garten, wo ich das Watt 02 neben das Aurora 4 gelegt habe. Die Wetterbedingungen hätten besser sein können. Man wusste zwar, dass die Sonne da ist, aber sie versteckte sich hinter den Wolken (siehe Foto).

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Das Messergebnis ist interessant, aber nicht überraschend: Das Aurora spuckte 390mA und das Watt 02 660mA aus. Somit erreichte das Aurora knapp die Hälfte seiner Maximalleistung, das Watt 02 immerhin 63%. Wenn man eine Powerbank mit 3000mAh aufladen möchte, benötigt man mit dem Aurora 4 (rein rechnerisch) ca. 8 Stunden, mit dem Watt 02 ca. 5 Stunden. In der Praxis wirkt sich dieser Vorteil also deutlich aus. Das Watt 02 ist dafür etwas schwerer (221 zu 178 Gramm) und länger (68 zu 64cm) als das Aurora 4.

Selbst bei dem kleineren Wattgeizer-Modul, dem Watt 03, zeigt sich der Vorteil bei Bewölkung (damit nicht gemeckert wird, habe ich einmal die Multimeter ausgetauscht): Während das Aurora einen Strom von 280mA ausgibt, liegt das Watt 03 bei 420mA. Und dies obwohl es mit einer Länge von 38cm  deutlich kleiner und einem Gewicht von 137 Gramm deutlich leichter ist. Auch das Watt 03 lässt sich dank seiner drei Ösen gut am Rucksack befestigen.
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NEU: Dynamo-Ladegerät von KEMO – M172N

Kemo electronic hat einen Nachfolger für das Dynamo-Ladegerät M172 auf den Markt gebracht: den M172N. Dieser neue Laderegler hat mich veranlasst, die Vorteile gegenüber dem alten Modell hier im Blog hervorzuheben:

Vorweg: der M172 ist ein tolles – und vor allem günstiges – Gerät, um seine mobilen Geräte auf dem Fahrrad aufzuladen. In Verbindung mit einem Pufferakku ist es das fast perfekte Gerät. Aber eben nur fast….Es gibt am Kemo M172 aus meiner Sicht zwei wesentliche Kritikpunkte (die Steckerbeschaltung, die mancherorts bemängelt wird, halte ich vernachlässigbar):

– kurzes Dynamo-Kabel: Möchte man den Kemo-Laderegler in Lenkernähe unterbringen und fährt man nicht auf einem Kinderfahrrad, dann wird’s mit der Kabellänge etwas eng. D.h. man muss sich Dynamokabel kaufen und das Kabel verlängern. Nicht schön und v.a. vermeidbar.
– Rost am Mini-USB-Stecker: Lässt man sein Fahrrad, so wie ich, im Carport stehen, fängt der Mini-USB-Stecker irgendwann zu Korrodieren an. Am Ende hat man einen vollends verrosteten Stecker, den man nicht mehr in sein Handy stecken möchte. Eine meiner Kundinnen versuchte, diesen in Cola zu entrosten. Der Versuch mündete in einer Neubestellung…

Wie hat Kemo nun auf diese Kritikpunkte reagiert? Zum einen hat man das Dynamo-Kabel komplett weggelassen. Kann man machen. Ist aber nicht kundenfreundlich, wenn der Kunde noch losrennen muss, um sich dieses zu besorgen. Aus dem Grunde biete ich den Laderegler ausschließlich mit Dynamokabel (3m) an.

Rost am Mini-USB-Stecker kann es nun auch nicht mehr geben, denn auch einen Stecker gibt es nicht mehr. Die mobilen Geräte lassen sich nun an einer klassischen USB-A-Buchse aufladen. Hierfür nimmt man – wie gewohnt – sein USB-Ladekabel. Für Micro-USB-Geräte wird sogar ein Kabel mitgeliefert.

Ein weiterer Vorteil des Kemo M172N ist der höhere Ausgangsstrom. Der Hersteller gibt einen normalen Ausgangsstrom von 500mA an. Gibt der Dynamo eine höhere Spannung als 6V ab, ist sogar eine Ausgangsleistung von bis zu 800mA möglich. Der M172N kann sowohl an Nabendynamos als auch an Felgendynamos angeschlossen werden. Sogar der Anschluss an einem E-Bike ist möglich.

Sommersachen

Ihr wollt raus? An den Strand, in die Wildnis oder in die Berge? Im Shop von WattGeizer.com gibt es diverse Produkte, die einem dabei den Tag versüßen können:

Eines der beliebtesten Produkte im Shop ist die Solar Camping-Dusche. Das Prinzip ist ganz einfach: Der Duschsack wird mit 20 Liter kaltem Wasser gefüllt und dann in die Sonne gehängt. Diese erwärmt das Wasser – je nach Wetterverhältnissen – auf bis zu 50 Grad. Das reicht nicht ganz für einen grünen Tee, aber am Strand oder auf der Hütte kann man angenehm darunter duschen.

Außer Kaffeekochen und Spiegeleier braten, kann das Kurbelradio fast alles: Es hat eine eingebaute Leuchte und eine integrierte Uhr mit Alarm. Über das digitale Display lassen sich Uhrzeit und eingestellte Senderfrequenz (UKW/MW/KW) ablesen. Das Radio lässt sich über zwei Wege aufladen: per Kurbel, und USB (Kabel wird mitgeliefert).

Wenn man den ganzen Tag am Baggersee herumhängt und dabei Musik auf sein Handy streamt, ist der Handyakku bald leer. Das Solar-Ladegerät Watt 01 sorgt dafür, dass immer genügend Energie im Akku bleibt und die Nachbarn weiter genervt werden können. Einfach in die Sonne legen und das Handy an den USB-Akku des Watt 01 anschließen. Wenn das Wetter mal nicht so gut ist (dann geht man eigentlich auch nicht an den Baggersee), kann man zu Hause die Powerbank des Watt 01 voll laden und ohne Solarpanel mitnehmen. Diese lädt moderne Smartphones ca. 2x auf.

Nimmt man das Watt 01 mit zum Campen, liefert es genügend Energie, um abends/nachts die USB-Leuchten Luna oder Firefly zu betreiben. Die USB-Leuchten werden einfach an den USB-Anschluss der Powerbank gesteckt und fangen an zu leuchten. Der Lichtstrom der Leuchten liegt bei 20 Lumen (Luna) und 80 Lumen (Firefly). Verglichen mit konventionellen Campingleuchten, haben sie eine enorme Leuchtkraft bei sehr geringem Packmaß und Gewicht. Zudem sind sie mit 9,95 Euro und 14,95 Euro deutlich günstiger!

Steht man doch eher auf Kurbellampen, sei die POWERplus BAT ans Herz gelegt. Diese kann sowohl am Kopf getragen werden (z.B. bei Nachtwanderungen oder beim Walken) als auch am Fahrrad befestigt werden. Die Halterungen befinden sich im Lieferumfang. Eine Minute Kurbeln bringt bis zu 90 Minuten Licht. Das ist doch was!

Solar-Ladegeräte im Test (Outdoor-Update)

Update vom 28.7.2015: Es gibt einen aktuellen Test meiner angebotenen Solar-Ladegeräte unter https://www.wattgeizer.com/blog/solar-ladegeraete-im-test-2015/

Die Anforderung ist klar: Man ist mehrere Tage draußen unterwegs und möchte Handy-, Smartphone- oder Kameraakkus – fernab jeglicher Steckdose – aufladen. Die gängigsten Lösungen gibt es als Fahrrad-Dynamo-Ladegerät oder als Solar-Ladegerät. Idealerweise setzt man einen Pufferakku ein, der für beide Geräte eingesetzt werden kann (z.B. das Watt 01 und das KEMO M172). Für diesen Artikel lasse ich einmal die Dynamo-Ladegeräte links liegen und behandle ausschließlich die Outdoor-Solarladegeräte. Denn für die meisten Solar-Interessierten ist es schwer genug, beim ersten Kauf das richtige Gerät zu finden. Dieser Artikel soll bei der Kaufentscheidung helfen.

Sunload Solarclaw, GoalZero Nomad 7M, Me2Solar Aurora 4, Wattgeizer Watt 01

Dem Test stellen sich folgende Geräte: Das Sunload Solarclaw, das GoalZero Nomad 7, das Me2Solar Aurora 4 und das WattGeizer Watt 01. Update vom 2.10.2014: Das Aurora 4 wird nicht mehr produziert, der Hersteller hat seine Geschäftstätigkeit „eingestellt“. Update vom 08.07.2015: das Sunload-Modul wird von uns nicht mehr vertrieben, weil das Watt 01 einen Nachfolger erhalten hat. Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Grundsätzlich unterscheidet man in 12V- und 5V-Ladegeräte. Das Solarclaw von Sunload ist ein 12V-Modul, Aurora 4 und Watt 01 haben eine Ausgangsspannung von 5V (USB). Besonders vielfältig ist das Nomad 7, das gleich drei Spannungen liefert: 12V, 7V und 5V.

Wer braucht nun welche Spannung? Übliche Handys, Smartphones und Tablet-PCs kommen mit einer Spannung von 5V aus. Auch AA- oder AAA-Akkus und sogar Kamera-Akkus lassen sich mit geeigneten Geräten (z.B. mit dem Pixo-Ladegerät) mit einer Spannung von 5V laden. Die Spannung von 12V ist für Anwender interessant, die Autobatterien oder Laptop-Ladegeräte, wie den Powergorilla oder das Escape 150 Power Pack, laden möchten.

Die Module unterscheiden sich weiterhin in der Bauform. Bis auf das Watt 01 sind alle Module faltbar. „Faltbar“ heißt schön klein beim Reisen und schön groß beim Einfangen von Sonne (ob’s etwas bringt, erzähle ich später). Das Solarclaw und das Aurora 4 sind aus CIGS (Dünnschicht)-Zellen gefertigt und dadurch sehr flexibel und leicht. Diese Eigenschaft ist auf Reisen sehr sympathisch, da sich das Modul im Rucksack oder Koffer anschmiegt und nicht brechen kann. Nomad 7 und Watt 01 sind aus monokristallinen bzw. polykristallinen Zellen gefertigt und starre Module -> hier gibt es bei extremen Belastungen eine Bruchgefahr und die Module sind etwas schwerer. Dafür haben die monokristallinen Zellen den besten Wirkungsgrad.

Gefaltet (s. Foto oben) haben die Module die folgenden Maße:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 16,5 x 2,5 cm
Solarclaw: 24,5 x 12,5 x 3,7 cm
Aurora 4: 22,7 x 12,7 x 1,3 cm

Ausgefaltet sieht das ganze anders aus:
Die Maße betragen im ausgefalteten Zustand:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 43 x 0,25 cm
Solarclaw: 24,5 x 73,5 x 2,0 cm
Aurora 4: 22,7 x 63,7 x 0,07 cm

Unterschiede gibt es auch bei dem Gewicht:

Ich habe folgende Gewichte (nur Panel – ohne Adapter, Powerbank o.ä.) gemessen:

Watt 01: 500g
Nomad 7: 383g
Solarclaw: 293g
Aurora 4: 189g

Praxistauglichkeit

Die meisten meiner anfragenden Kunden möchten das Solar-Ladegerät zum Wandern, Kanufahren, Fahrradfahren oder Camping einsetzen. Beim Wandern kommt es vor allem auf ein geringes Gewicht an. In diesem Fall bietet sich das Aurora 4 mit einem Gewicht von <200 Gramm an. Allerdings gilt es zu bedenken, dass man das Modul meist am Rucksack befestigt und hier gibt es mit dem Aurora Nachteile. Zum einen hat es nur zwei Ösen und kann am Rucksack hin- und her baumeln, insbesondere bei Wind.

Zum anderen ist der Einfallswinkel der Sonne bei zu langen Modulen nicht optimal. Man sieht auf der linken Seite künstlerisch dargestellt zwei Rucksackträger mit einem faltbaren Modul (links) und einem starren Modul (rechts). Die Sonne steht senkrecht über den Wanderern und die Sonnenstrahlen treffen sehr schräg auf das faltbare Modul. Das kann insbes. deshalb problematisch sein, da CIGS-Module bei Teilverschattung in ihrer Leistung deutlich abfallen. Wird ein starres Modul am „Rucksackdach“ befestigt, ist die Einstrahlung fast optimal (optimal wird sie beim Wandern nie sein).

Beim Kanufahren kommt es vermutlich weniger auf das Gewicht sondern mehr auf Befestigungsmöglichkeiten und Wasserfestigkeit an. Bis auf das Aurora 4 sind die Befestigungsmöglichkeiten bei allen Modulen gut, beim Solarclaw sogar sehr gut, da es mit Karabinern und Bändern ausgestattet ist. Mit der Wasserfestigkeit ist es so eine Sache…. Die Module dürfen nicht komplett in Wasser getaucht werden (was beim Kanufahren durchaus mal drin ist), da es sich bei den Anschlüssen um empfindliche Elektronik handelt. Dringt Wasser in den USB-Port ein, kann das Gerät Schaden nehmen. Insofern gilt es, insbesondere die Anschlüsse vor Wasser zu schützen, die Module selbst können Wasser gut ab.

Beim Fahrradfahren gilt eigentlich das gleiche, wie beim Wandern. Hier ist ein leichtes Modul gefragt, das möglichst kompakt ist und sich horizontal befestigen lässt. Die Befestigungsmöglichkeit des Moduls ist bei Geschwindigkeiten bei bis zu 30 km/h immens wichtig, sonst flattert es wild in der Gegend herum und gerät ggf. in die Speichen. Das Watt 01 punktet hier durch seine Kompaktheit und die guten Befestigungsmöglichkeiten. Handy & Powerbank lassen sich auf der Rückseite des Solar-Ladegerätes verstauen.

Beim Camping lässt sich ein Solarladegerät sehr gut einsetzen, da man die Gelegenheit hat, es tagsüber der Sonne nach auszurichten. Dafür bietet die Zeltwand  einen nahezu hervorragenden Winkel. Tagsüber lädt man z.B. eine Powerbank auf, die dann nachts die Energie ans Handy oder Smartphone abgiebt. Hier mal ein Foto von meinem Kunden Sven, der das Watt 01 in Portugal beim Paddeln eingesetzt hat:

Kommen wir nun zum wichtigsten Aspekt: Wie viel Power haben die Geräte und welche Vor- und Nachteile gibt es bei den einzelnen Geräten?

Sunload Solarclaw

Um es vorweg zu nehmen: Die Sunload-Produkte sind wirklich saugut! Das hier vorgestellte Solarclaw ist hochwertig verarbeitet und leistungsstark.

Es handelt sich um ein reines 12V-System, das sich jedoch mittels Adapter zu einem 5V-System umkonfigurieren lässt, so dass sich auch Handy & Smartphone aufladen lassen. Grundsätzlich ist der Einsatz von Adaptern auf Reisen eher hinderlich, da diese störanfällig sind. Das Solarclaw hat einen spezifischen Schnellverbinder-Anschluss, an dem sich diverse mitgelieferte Kabel anschließen lassen. Die Steckverbindung ist sehr stabil, so dass die Anschlusskabel gut halten.

Sunload Solarclaw

Sunload Solarclaw

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

Sunload Adapter

Sunload Adapter

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Solarclaw kann man also sowohl 12V-Batterien aufladen (z.B. im Winter als Ladeerhaltung) als auch Handys, Smartphones, Powerbanks & Co. Es lässt sich sehr gut transportieren und noch besser befestigen, denn es ist mit diversen Karabinern und Bändern ausgestattet.

USB-Output des Solarclaw

1,54A USB-Output des Solarclaw

Das Solarclaw ist unser leistungsstärkstes Panel im Test. Rein rechnerisch sollte es im 5V (USB)-Modus 1,3 Ampere liefern. Im Test bei Sonnenschein hat es 1,54 Ampere geliefert. Damit leistet es ca. 1/3 mehr, als die anderen Module (kostet leider auch 1/3 mehr 🙁 ).

Im 12V Modus habe ich 0,48 Ampere gemessen, was einer Leistung von knapp 7 Watt entspricht. Bei allen Messungen gilt zu beachten, dass die Werte von Panel zu Panel aus Produktionsgründen unterschiedlich sind. >> Solarclaw im Shop

 

Goal Zero Nomad 7

Als ich mir das Testmodell erst bestellt und danach genauer angeschaut habe, war ich enttäuscht. Schließlich gibt der Hersteller auf seiner Seite sehr schlechte Output-Werte für das Nomad 7 an. Von einem 7 Watt System erwarte ich am USB-Port einen Ausgang von 1,4A. Der Hersteller gibt jedoch nur 0,5A an. Am 12V-Anschluss müsste das Nomad 7 ca. 0,58A liefern. Laut Hersteller sind es nur 0,2A. Nur am Goal Zero-spezifischen 6,5V-Port (zum Anschluss der Goal Zero Powerbank) werden lt. Hersteller 6 Watt erreicht. Um die volle Leistung auszuschöpfen, sollte man also die Goal Zero-Powerbank (Guide 10 Plus Battery Pack) einsetzen.

Goal Zero Nomad 7

Goal Zero Nomad 7

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am 12V-Port: 0,76A

Messung am 12V-Port: 0,76A

 

Zum Glück zeigt das Nomad 7 im Test andere Leistungsdaten: Im USB-Modus erreichte das Nomad 7 immerhin 0,88A, am 12V-Ausgang waren es 0,76A (= 9 Watt!) und am „Goal Zero-Port“ 0,71A bei 7V (knapp 5W). Das Nomad 7 zeigte also die größte Leistung am 12V-Port. Insgesamt ist es sehr praktisch, dass es unterschiedliche Spannungen anbietet, weil der Einsatz lästiger Adapter (siehe Solarclaw) wegfällt. Ein weiterer Pluspunkt sind diverse Ösen an den Außenseiten des Nomad 7. Damit lässt es sich sehr gut befestigen. Seine Kompaktheit macht es gut einsetzbar bei Wanderungen oder Fahrradtouren. Leichte Punkt-Abzüge gibt es für das Gewicht von knapp 400 Gramm. Die starren Module lassen sich nicht so gut transportieren wie die CIGS-Module des Aurora und Solarclaws.

Aurora 4

Das Aurora 4 ist unser leichtetes Modul im Test. Es wiegt unter 200 Gramm und macht sich dadurch für alle Wanderer interessant. Das Modul ist gut verarbeitet und hat eine Standard-USB-Buchse zum direkten Anschluss von Geräten. Beim Messen hat diese einen Ausgangsstrom von 1,0A geliefert – ganze 200 mA als der Hersteller angibt. Die 1,0A würden natürlich locker reichen, um ein iPhone direkt am Anschluss zu laden. Ich rate trotzdem davon ab, ein iPhone direkt am USB-Port eines Solarmoduls zu laden, da es bei wechselnden Wetterverhältnissen schwankende Ladeströme gibt, mit denen das iPhone schlecht klar kommt. Eine zwischengeschaltete Powerbank liefert gleichmäßige Ladeströme.

Solar Ladegerät Aurora 4

Solar Ladegerät Aurora 4

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Das Aurora 4 im Einsatz

Das Aurora 4 im Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Einziger aber deutlicher Kritikpunkt am Aurora 4 ist die schlechte Befestigungsmöglichkeit. Zwei Ösen an der Oberseite reichen nicht aus, um es einfach am Rucksack oder Fahrrad zu befestigen. Ansonsten ist es ein tolles Solar-Ladegerät, das mit 8 „Tips“ ausgeliefert wird. Dabei handelt es sich um Adapter für diverse mobile Geräte (z.B. Mini-USB, Micro-USB, Nokia, iPhone etc.). >> Update vom 06.11.2014: Der Hersteller des Aurora 4 musste leider Insolvenz anmelden.

Watt 01

Beim Watt 01 handelt es sich um eine eigene Kombination von USB-Solarpanel und USB-Powerbank. Die Powerbank wird über ein USB-Kabel am Panel angeschlossen. Sie hat eine Kapazität von 5.000 mA (18Wh) und wird mit 8 Adaptern für gängige Handys und Smartphones ausgeliefert. Das Watt 01 hat lt. Herstellerangabe einen max. Ladestrom von 0,83A. Im Test erreichte das Modul einen Ladestrom 0,9A.

Das Solarmodul ist in einer Schutzhülle eingelassen und kann aus dieser entnommen werden. Die Schutzhülle hat in allen vier Ecken eine Öse in der je ein Gummi-Saugnapf steckt. Somit kann man das Modul sehr einfach an einer Fensterscheibe anbringen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Taschen, in denen die Powerbank und ggf. ein Handy Platz finden. Die Saugnäpfe lassen sich entnehmen, so dass das Modul mit den Ösen am Rucksack, Fahrrad oder Zeltdach befestigt werden kann.

Das Watt 01 am Fenster

Das Watt 01 am Fenster

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie beim Goal Zero Nomad 7 handelt es sich um ein starres Modul. Es ist dadurch schwerer (500 Gramm) und schlechter zu transportieren als die CIGS-Module. Durch seine Kompaktheit lässt es sich der Sonne nach am besten ausrichten. Das Watt 01 wäre selbst ohne Powerbank das Solarmodul mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis im Test.

Aktuelle Information vom 27.12.2016: Es gibt vom Watt 01 bereits die dritte Version, die leichter, leistungsfähiger und günstiger ist.

Und was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Jetzt wird es ernst. Wenn die Solarladegeräte keine Sonne auffangen, sinkt die Leistung drastisch. Man kann bei allen vorgestellten Modulen davon ausgehen, dass bei Bewölkung nur noch ca. 1/10 der Maximalleistung zur Verfügung steht. Der Ausgangsstrom liegt dann nur noch bei ca. 100mA. Möchte man ein iPhone (1500 mAh-Akku) bei Bewölkung laden, benötigt man ca. 15 Stunden – das sind zwei volle Tage. Auch aus diesem Grund ist der Einsatz einer Powerbank ratsam. Bei Sonnenschein kann diese ein Vielfaches an Kapazität eines Handyakkus speichern und gibt diese Kapazität bei schlechtem Wetter an die angeschlossenen Geräte ab. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei längeren Touren ohne Steckdose.

Fazit

Der Test zeigt, dass es viele leistungsfähige Geräte am Markt gibt. Er zeigt aber auch, dass es das perfekte Solar-Ladegerät nicht gibt. CIGS Solar-Ladegeräte (Aurora 4 & Solarclaw) sind leicht und gut zu transportieren. Im Einsatz benötigen Sie jedoch viel Fläche und können die Sonneneinstrahlung nicht ganz optimal einfangen. Monokristalline und polykristalline Solar-Ladegeräte sind sperriger beim Transport und schwerer, überzeugen jedoch im Einsatz durch eine kleine Fläche und sehr gute Sonnenausrichtung.

Die Kaufentscheidung sollte bestenfalls nach folgendem Muster ablaufen:

– Welche Geräte möchte ich aufladen?
– Wie häufig möchte ich diese aufladen?
– Welche Spannung (in V) und welche Kapazität (in Ah) haben die Geräte?
– Berechnung des täglichen Bedarfs in Wattstunden (Wh): Ladehäufigkeit pro Tag x Spannung (V) x Kapazität (Ah) = Wh
– Die Module liefern täglich im Durchschnitt ca. 4 Mal die Nennleistung. Also z.B. das Aurora 4: 4x 5V x 0,8A = 16 Wh (aber Achtung – im Durchschnitt! Bei Regen weniger / bei Sonne mehr)
– Wenn benötigte Spannung und Leistung geklärt sind, folgen weitere Parameter, wie Gewicht, Befestigungsmöglichkeit, Flexibilität etc.

Ooooder einfach anrufen: 04621-9440661 oder eine E-Mail schreiben: info@wattgeizer.com. Ich helfe gern!

Sunload Solarclaw GoalZero Nomad 7 Aurora 4 Watt 01
Maße gefaltet
in cm
24,5 x 12,5 x 3,7 24 x 16,5 x 2,5 22,7 x 12,7 x 1,3 33 x 22 x 1,5
Maße ausgefaltet
in cm
24,5 x 73,5 x 2,0 24 x 43 x 0,25 22,7 x 63,7 x 0,07 33 x 22 x 1,5
Gewicht
in Gramm
293 383 189 500 (ohne Powerbank)
System-Spannung 12V / 15V 5V / 7V / 12V 5V 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,433A bei 15V 0,5A bei 5V / 0,2A bei 12V 1,0A bei 6,5V 0,8A bei 5V 0,83A bei 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Test
0,48A bei 12V
1,54A bei 5V
0,88A bei 5V / 0,71 bei 7V / 0,76A bei 12V 1,0A bei 5V 0,9A bei 5,2V
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 40 Minuten 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 10 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 1 Stunde 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 40 Minuten
Sonstiges 4 Anschlusskabel 12V-(KFZ)Kupplung 8 Adapter für Handy & Co
wird nicht mehr hergestellt!
5 Ah-Powerbank,
8 Adapter für Handy & Co
Preis bei WattGeizer.com
inkl. 19% MwSt.
165 Euro 79,95 Euro 99 Euro 79,95 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen.
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