Pixo C2+ als Pixo-USB-Ersatz

31 Juli 2016 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »
Pixo C2+ Akku-Ladegerät

Pixo C2+ Akku-Ladegerät

Das Pixo-USB-Ladegerät gehört zu den von mir am meisten geliebten Geräte. Warum ist das Pixo-USB-Ladegerät so wertvoll? Man kann AAA-, AA- als auch Kamera-Akkus damit aufladen. Weiterhin lässt sich das Pixo-Ladegerät selbst auch als Powerbank verwenden. Somit muss der Anwender auf Reisen nicht zig Ladegeräte mitschleppen, sondern hat nur ein leichtes Ladegerät dabei.

Umso schmerzlicher war die Information für mich, dass sich der Hersteller aus dem Markt zurück zieht und die Pixo-Ladegeräte nicht mehr hergestellt werden. Der Hersteller informierte mich darüber im Februar diesen Jahres. Seitdem empfehle ich das USB-Akku-Ladegerät von Camelion (kostet bei Ebay übrigens 15 Euro plus Versand). Das kann aber eben nur AA- und AAA-Akkus aufladen.

Es gibt nur noch Restmengen vom Pixo C2+ im Markt, das sich über 12V und die Steckdose laden lässt. Nutzlos für USB-Solar-Ladegeräte oder USB-Dynamo-Ladegeräte…
Nun kam ich auf die Idee, mal einen USB-12V-Konverter an das Pixo C2+ anzuschließen und….es funktioniert! Ab sofort liefere ich also das C2+ mit USB-12V-Konverter aus, so dass sich das Pixo C2+ an der Zigarettenanzünderbuchse, an der Steckdose UND am USB-Port aufladen lässt. In Kürze werde ich noch Produktbundles mit den Solar-Ladegeräten anbieten. Erstmal freue ich mich nur…. 🙂

Update vom 5. August 2016: Das erste Gerät wurde verkauft und ist wieder zurück gekommen. Dem Kunden wurde der Spannungskonverter (USB auf 12V) zu heiß und er vermutete, dass die Verluste beim Konvertieren zu hoch sind. Hierzu möchte ich anmerken, dass der Spannungskonverter für diese Leistungen ausgelegt ist. Dass er warm wird, ist selbstverständlich, schließlich wird die Spannung von 5V auf 12V angehoben. Bei den fließenden Strömen zum Pixo C2+ ist dies völlig unkritisch.

Nun zur Frage, ob es Leistungsverluste gibt. Ich habe ein USB-Multimeter angeschlossen und zunächst an einem Pixo-USB die Werte überprüft:

ladusb

Diesen USB-Multimetern ist natürlich nur bedingt zu vertrauen, aber es geht hier ja um den Vergleich der Werte. Der Pixo-USB nimmt 960mA bei 4,94V auf, d.h. die Aufnahme liegt bei 4,7W.

lad12v

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun zum Pixo USB C2+:

Der Pixo-C2+ nimmt 930mA bei 4,99V auf, d.h. die Aufnahme liegt bei 4,6W. D.h. die Leistungsaufnahme ist bei beiden Geräten identisch. Ich unterstelle, dass die Geräte bei gleicher Leistungsaufnahme Akkus in der gleichen Zeit aufladen. Es gibt also keine nennenswerten Leistungsverluste.

Neue Produkte bei WattGeizer.com

25 Mai 2016 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

Der Sommer kommt in Riesenschritten. Höchste Zeit also, ein paar Sommer-Artikel bei WattGeizer.com feilzubieten:

Das Nomad 7 Plus Solar-Ladegerät

Nomad 7 Plus SolarladegerätBeim Nomad 7 Plus Solar-Ladegerät hat sich der Hersteller Goal Zero mal richtig Mühe gegeben. Es gibt gleich sechs wesentliche Neuerungen gegenüber dem alten Nomad 7. Zu den wichtigsten zählen die höhere Ausgangsleistung an der USB-Buchse (1,4A statt 1A max.), das leichtere Gewicht (260 Gramm ohne Ständer) und eine Technologie, die den Ladevorgang neu startet, sobald dieser unterbrochen wurde und wieder ausreichend Sonne zur Verfügung steht. Diese Technologie soll es ermöglichen, Smartphones direkt an dem Solarladegerät zu laden. Ich muss diese noch testen, denn sie wurde auch bei anderen Herstellern so oder ähnlich verwendet und hat dazu geführt, dass manchmal gar kein Strom ausgegeben wurde. Die bisherigen Rezensionen lassen allerdings auf gute Ladeergebnisse schließen.

Nomad 7 Plus – Produktvorteile

Natürlich gibt es auch Nachteile: Es wurde die 12V-Buchse eingespart, die Nomad 7 Plus-Modelle sind nicht mehr koppelbar und der Preis ist nach oben, an die 100 Euro-Grenze, gegangen. Ab 2017 wird der Preis auf ca. 120 Euro steigen.

Aus meiner Sicht sind dies alles Punkte, die verschmerzbar sind. Anwender, die einen 12V-Anschluss benötigen, kaufen die alte Version. Anwender, die gerne koppeln würden, können gleich ein leistungsfähigeres Gerät kaufen (z.B. das Watt 04) und Anwender, die keine 100 Euro für ein Solar-Ladegerät ausgeben wollen, kaufen entweder das Watt 01 oder das Watt 04. 😉 Wer alle Neuerungen des Nomad 7 Plus erfahren möchte, schaut am besten direkt auf die Produktseite des Nomad 7 Plus.

Es ist nicht selten, dass ich Produkte in den Shop stelle, die nichts mit Solar-Ladegeräten zu tun haben – auch wenn sie etwas weniger Beachtung finden. Zu diesen Produkten gehören auch die beiden Solar-Leuchten von Esotec, einem langjährigen und verlässlichen Lieferanten von mir:

Das Solar-Einmachglas – warmweiß / Farbwechsel

Das Solar-Einmachglas ist keine neue Erfindung. Unter diversen (geschützten) Namen sind diese Solar-Einmachgläser im Umlauf – ganz unterschiedlicher Qualität. Esotec bietet ein qualitativ hochwertiges Produkt an, das ich selbst bereits testen konnte. Ich habe es selbst seit ca. einem Monat auf meinem Terrassentisch stehen und es leuchtete bisher jeden Abend – bei jedem Wetter. Ganz schön ist, dass sich die Leuchte bei Dämmerung ganz von selbst anschaltet. Noch schöner ist, dass die Leuchte ein warmweißes, gemütliches Licht hat. Hier mal ein Foto von meinem Solar-Einmachglas.

Solar-Einmachglas

Solar-Einmachglas

Der Hersteller meint, dass das Solar-Einmachglas einen Flackereffekt haben soll. Dies kann sein, aber viel ist davon nicht zu sehen. Wer nicht auf gemütliches, warmweißes Licht steht, hat noch einen Farbwechsel zur Verfügung. Das Solar-Einmachglas leuchtet dann in unterschiedlichen Farben:

Für mich hat das Solar-Einmachglas echte Vorteile: Gemütliches Licht bei jeder Wetterlage (sieht auch schön aus, wenn man von drinnen nach draußen guckt) und keine Kerzen, die angezündet werden müssen, um dann zu tropfen. Feine Sache!

Die Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Polyrattan wird bei Gartenmöbeln immer beliebter, weil es wetterfest ist und sich leicht reinigen lässt. Vermutlich deshalb hat Esotec die Solar-Standleuchte aus Polyrattan auf den Markt gebracht. Auch hier spendet die LED ein Licht, das noch in den warmweißen Bereich fällt – wenn auch kühler als bei dem Solar-Einmachglas (3500k zu geschätzten 2700k). Vermutlich war die Idee, die Standleuchte als Wegleuchte zu konzipieren und daher heller zu gestalten. Der Leuchtradius ist allerdings nicht sehr groß, so dass die Solar-Standleuchte eher in die Kategorie „Solar-Dekoleuchten“ fällt. Hier mal wieder ein Foto aus meinem Garten (bis auf die schrabbelige Regenrinne ist hier nix retuschiert):

Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Solar-Standleuchte aus Polyrattan

Die Solar-Standleuchte aus Polyrattan schaltet sich abends zuverlässig ein und leuchtet im besten Fall 8 Stunden lang. Die Solarleuchte selbst kann entweder mit dem mitgelieferten Spieß im Boden oder direkt mit der Bodenplatte befestigt werden. Sie eignet sich – wie auch das Solar-Einmachglas – sehr gut als Geschenk!

Mobile Solaranlage mit 150Wh

24 April 2016 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

50w_semiMeine mobile Solaranlage eignet sich sowohl für Menschen, die fernab der Zivilisation Strom erzeugen wollen und sich häufig an unterschiedlichen Standorten aufhalten, z.B. Camper, Bulli-Urlauber etc.. Auch wenn Sie häufiger auf Outdoor-Messen unterwegs sind oder sporadisch eine Berghütte besuchen, ist die mobile Solar-Anlage perfekt. Die Solaranlage kann man natürlich auch zu Hause auf dem Balkon einsetzen.

Hier sieht man in einem kurzen Video, wie das Set in etwa aussieht (im Video ist ein 60W-Panel zu sehen – das Set hat ein 50W-Panel).

Die Solaranlage besteht aus zwei Komponenten: Einem halbflexiblen Solarmodul mit 50 Watt Leistung und dem Yeti 150 von Goal Zero. Der Yeti 150 ist eine Powerstation: Im Inneren befindet sich ein austauschbarer Akku, der Strom für alle möglichen Verbraucher liefert. Denn anschließen lassen sich sowohl USB-Geräte, 12V-Geräte als auch 220V-Geräte, wie z.B. Laptops. Der Yeti ist mit einer Steckdose, zwei USB-Buchsen und einer Zigarettenanzünder-Buchse sehr anschlussfreudig. Das digitale Display informiert über den Ladezustand des Yeti.

Das Modul ist ein monokristallines, halbflexibles Solarmodul mit 50 Watt Ausgangsleistung. Das Modul besticht durch sein geringes Gewicht von 1,2kg und seine kompakten Maße von 60 x 57 x 2,5cm. Dadurch lässt es sich gut verstauen, aber auch gut z.B. auf einem Autodach platzieren. Das Modul wird mit einem Adapter direkt an den Yeti angeschlossen, so dass auch Techniklaien keine Probleme damit haben werden.

Die Solaranlage auch für Technik-Laien

Dies ist ein großer Vorteil der Anlage: Alle technischen Komponenten, wie z.B. der Laderegler oder der Wechselrichter, sind bereits im Yeti eingebaut. So muss man sich nicht mit der korrekten Verkabelung einer Solaranlage herumschlagen und verbindet nur das Solarmodul mit dem Yeti 150. Die Anlage ist ruckzuck aufgebaut!

Die Leistung des Solarmoduls ist so ausgelegt, dass es den Yeti im Sommerhalbjahr an einem Tag auflädt. Bei gutem Wetter können Sie auch gleichzeitig Strom aus dem Yeti ziehen (z.B. mit angeschlossenem Laptop) und diesen mit dem Solarpanel aufladen.

Zur mobilen Solaranlage im Shop.

Faltbares Solar-Ladegerät mit 10 Watt Leistung

18 März 2016 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

USB-Solar-Ladegerät Watt 04Die Solar-Saison bricht bald an. Es ist also an der Zeit, das neue Ladegerät „Watt 04“ vorzustellen. Mit 380 Gramm ist es kaum schwerer als das Watt 01 (240g) und hat die doppelte Leistung! Das faltbare Solar-Ladegerät besteht aus zwei 6W-Modulen mit monokristallinen SunPower-Solarzellen. Diese haben einen sehr hohen Wirkungsgrad von mehr als 22%. Dadurch ist es möglich, eine sehr hohe Leistung auf kleiner Fläche zu erzielen.

Die Leistung des Solar-Ladegerätes Watt 04

Die Solarmodule des Watt 04 erzeugen max. 12W (2 x 1A bei 6V). Der Controller regelt die Leistung auf 2A bei 5V, also 10W, herunter. Andere Anbieter preisen solche Geräte gerne als 12W-Gerät an. Ich bin kein Fan von Helmut Kohl, aber in diesem Falle, zählt für mich auch, „was hinten raus kommt“. „Hinten“ gibt es eine Tasche mit zwei USB-Buchsen. Stecken zwei Endgeräte in diesen USB-Buchsen, teilen sie sich die Energie (mit dem Strom, den sie sich ziehen). Ist nur ein Gerät angeschlossen, bekommt dies die volle Ladung. Obwohl Smartphones, Handys, Navis etc. direkt angeschlossen werden können, empfehle ich eine Powerbank, die die Energie zwischenspeichert und einen steten Ladestrom an das Endgerät abgibt.

Die Größe und Mobilität des Solar-Ladegerätes 04

Das Solar-Ladegerät hat eine Größe von 32 x 40cm (ausgefaltet), so dass es sich gut am Rucksack befestigen lässt. Hierfür gibt es in jeder Ecke eine Metallöse. Wird das Watt 04 zusammengefaltet, ist es nur 32 x 16cm groß und durch das Nylonmaterial relativ gut gepolstert. Es kann dadurch gut transportiert werden. Für weitere Auskünfte, stehe ich gerne zur Verfügung (Tel. 04621-9440661 oder Mail: info@wattgeizer.com). Hier geht es zum Watt 04 im Shop.

NEU: GU10 LED mit 3 Lichtfarben

9 Februar 2016 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

GU10 LED mit unterschiedlichen LichtfarbenIm Blog stelle ich immer Produkte vor, die mir besonders gefallen. Heute ist es ein GU10-LED-Leuchtmittel, das 3 unterschiedliche Lichtfarben beherrscht. So können Sie mit einer LED-Lampe entweder warmweißes, neutralweißes oder kaltweißes Licht erzeugen.

Die Auswahl der Lichtfarbe erfolgt durch den Lichtschalter. Bleibt das Licht für länger als eine Minute an, merkt sich die Lampe die eingestellte Lichtfarbe für das nächste Mal. Sie müssen die Lichtfarbe also nicht jedes Mal neu einstellen. Das multifarbige Leuchtmittel bietet sich somit für ganz unterschiedliche Anwendungszwecke an: Lesen, Fotografieren, Kochen (neutralweiß), Fernsehen, Essen, Chillen (warmweiß). Für kaltweiß fällt mir eigentlich nichts ein…. 😉

Wenn man also eine Küche hat, in der gleichzeitig gekocht und gegessen wird, bietet sich das LED-Leuchtmittel ideal an. Wenn Ihre Kinder Schularbeiten machen, können ihre Augen bei neutralweißem Licht maximal entspannen. Später beim Spielen empfiehlt sich das warmweiße Licht. Perfekt – das richtige Licht für jeden Zweck!

Solar-LED-Beleuchtung für Garage, Carport, Stall

25 Oktober 2015 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

Ich habe mir ein Haus gekauft und plane den Bau eines Carports mit Abstellraum. Da mir das Legen einer Stromleitung zu aufwändig ist (extra Sicherungskasten, Leitungstiefe >60cm etc.), werde ich den Abstellraum mit meinem neuen Produkt – einer autarken Solar-LED-Beleuchtung – ausstatten.

Niwa Multi 300 XLDie Niwa Multi 300 XL ist ausgestattet mit einem 3W-Solarmodul und einer Leuchte mit eingebautem Akku (9Wh). Sie können zwischen 5 Leuchtmodi wählen. Im hellsten Modus, der ca. einer 30W-Beleuchtung entspricht, liefert die Solarleuchte für 3 Stunden Licht. Das kaltweiße Licht ermöglicht eine farbneutrale Ausleuchtung – ideal für Abstellräume, Garagen, Ställe etc.

In der LED-Leuchte steckt ein moderner LiFePO4-Akku mit extrem langer Lebensdauer. Dieser hält bis zu 2000 Ladezyklen aus. Ein feines Add-On ist die Möglichkeit, auch Handys und andere USB-Geräte an der Niwa aufladen (bis 500mA) zu können. Damit wird die Leuchte auch im Sommer – wenn man weniger Licht benötigt – zum wertvollen Begleiter.

Die Solar-LED-Beleuchtung hat einen breiten Strahlwinkel, so dass Räume gut ausgeleuchtet werden. Die Leuchte selbst hat eine Halterung, so dass sie vom Modul abgezogen und mobil eingesetzt werden kann. Sie können die LED-Leuchte auch z.B. im Auto mitnehmen und per KFZ-Adapter aufladen (hierfür wird ein USB-Kabel mit A-Stecker auf A-Stecker benötigt). Die Ladedauer beträgt dann etwa 5 Stunden. In der Sonne benötigt die Solar-LED-Beleuchtung ca. 10 Stunden, bis sie im vollen Leistungsumfang zur Verfügung steht.

Hier können Sie ein Video zur Solar-LED-Beleuchtung sehen. Hier der Link auf die autarke Solar-Beleuchtung im Shop.

Solar-Ladegeräte im Test – 2015

26 Juli 2015 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

Der letzte Test meiner Solar-Ladegeräte liegt bereits 3 Jahre zurück. 3 der dort vorgestellten Solarladegeräte führe ich nicht mehr im Sortiment. Es ist also an der Zeit, die aktuell von mir verkauften Modelle intensiver zu vergleichen.

5 Solar-Ladegeräte im Test

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Test stellen sich die Modelle (von links nach rechts): XTORM AP150, das Watt 01 V2, das Watt 03, ein 7W-Modul (welches ich derzeit noch nicht anbiete) und das Nomad 7 von Goal Zero.

Das XTORM AP150 tanzt mit einem Output von über 10 Watt etwas aus der Reihe der getesteten Solar-Ladegeräte, aber aufgrund des geringen Gewichtes von nur 450 Gramm lohnt sich der Vergleich. Ich habe die Solar-Ladegeräte an einem sonnigen Tag ausgepackt und etwas in der Sonne dösen lassen. Der Messvorgang erfolgte bei annährend 1.000 Watt/m2, was den offiziellen Messbedingungen der Module entspricht.

Alle Module eint, dass sie relativ kompakt sind und für das Laden von Smartphones und iPhones (mit Powerbank) geeignet sind. Durch hocheffiziente Zellen und eine entsprechend großer Fläche, schaffen sie es wesentlich schneller, als Solar-Powerbanks – von denen ich abrate, weil die Solarfläche eher ein Marketing-Gimmick ist.

WattGeizer Watt 03

Ich starte den Vergleich mit dem leichtesten Modell im Shop, dem Watt 03. Dieses hat ein Gewicht von nur 157 Gramm, ist flexibel und faltbar. Damit macht es sich zum idealen Begleiter auf Wandertouren. Die Leistung von 3 Watt bedingt jedoch einigermaßen gute Wetterbedingungen. Für jemanden in der Wildnis Nordnorwegens würde ich das Modul nicht empfehlen. Ist der-/diejenige jedoch auf dem Jakobsweg unterwegs … perfekt!

Kundin mit dem Solar-Ladegerät Watt 03 im Erzgebirge

Nette Kundin unterwegs mit dem Watt 03 im Erzgebirge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein schönes Reisemodul, das sich gut im Gepäck unterbringen lässt. Durch seine Flexibilität kann es nicht zerbrechen. Man sollte es aber auch nicht zerknicken. Das Watt 03 hat amorphe Zellen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie auch bei nicht so optimalen Wetterbedingungen einen hohen Output erzeugen. Ich habe das Watt 03 bei einer Einstrahlung von 981 Watt/m2 in die Sonne gelegt und es hat eine Leistung von 590mA angezeigt. Das entspricht bei einer Spannung von 5V knapp 3 Watt. Alle Geräte wurden übrigens an die gleiche Powerbank angeschlossen. Das ist wichtig zu erwähnen, weil Powerbanks mit steigender Ladung weniger Strom aufnehmen.

Das Solar-Ladegerät Watt 03
Auf dem Foto wird deutlich, dass die optimale Ausrichtung des flexiblen Moduls mit nur einer Hand problematisch ist. Besser ist es, wenn man das Modul auf einem festen Untergrund platzieren kann, wie z.B. am Rucksack. Ausgebreitet hat das Watt 03 eine Fläche von ca. 42 x 21,5cm und lässt sich damit sehr gut am Rucksack befestigen. Die drei integrierten Ösen helfen bei der Befestigung.

Ein Kunde berichtet in einer Facebook-Gruppe über das Watt 03
Einsatz-Empfehlung:
gelegentliche Handy-Ladung,
Wanderer, die in sonnigen Gebieten unterwegs sind.

 

WattGeizer Watt 01

Das nächste getestete Modell ist das Watt 01 V2, die Neuauflage des legendären Watt 01. Es gibt Kunden, die bereits nacheinander mehrere Exemplare des neuen Watt 01 gekauft haben. Umso trauriger, dass bisher noch keine Rezension stattgefunden hat.

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Exkurs: Ein Beratungssuchender meinte letztens zu mir, dass man lieber bei Amazon kaufen sollte, da es dort so viele Rezensionen gibt (ich frage mich gerade, warum er dann bei mir angerufen hat). Dass das Amazon-Bewertungssystem Schwächen hat, zeigt z.B. die Suche nach Staubsaugern. Geben Sie mal „jolta staubsauger“ ein und schauen Sie sich die Bewertungen zu den unterschiedlichen Modellen an. Da schreiben immer die gleichen Leute.
Auch das Buch meiner Cousine ist ein gutes Beispiel: 34 Bewertungen – darunter 1 verifizierter Kauf. Der findet es immerhin auch gut – wie übrigens 32 andere Rezensenten, darunter mein Onkel und viele Kunden meiner Cousine.
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Komme ich wieder zum Watt 01: Es ist leicht (ca. 240 Gramm), leistungsfähig (5 Watt) und kompakt (ca. DinA4-Seite). Möchte man Nachteile suchen, dann fällt einem ein, dass es aus monokristallinen Zellen gefertigt ist. Diese können im Extremfall brechen. Das ist – mit Ausnahme des Watt 03 – aber auch bei allen anderen hier vorgestellten Modellen möglich.

Test vom Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In die Sonne gelegt, zeigt das Watt 01 den Ausgangsstrom von 1A. Wenn man Transferverluste beim Laden hinzu rechnet, wäre ein modernes Smartphone mit einem 2,5Ah-Akku (z.B. Galaxy S6) in ungefähr 3 Stunden aufgeladen. Das geht allerdings nur, wenn man sehr gute Wetterbedingungen hat und das Modul optimal ausgerichtet ist.

Das Outdoor-Solarladegerät Watt 01 der neuen Version hat aber auch bei widrigen Wetterbedingungen einen höheren Output als das Vorgängermodell (ca. doppelt so hoch). Dies ist auch bedingt durch den Wechsel von polykristallinen zu monokristallinen Zellen.

Das Watt 01 ist ein in PET eingefasstes Modul. Die Oberfläche ist daher nicht so kratzfest wie Glas, aber das Modul ist deutlich leichter: Modul mit USB-Controller wiegen nur 175 Gramm. Die beiden sind fest in einer Hülle untergebracht, so dass man in jeder Ecke eine Öse hat und sich das Modul gut befestigen lässt.

 

 

 

 
klett Auf der Rückseite ist eine Tasche mit Kreppband untergebracht, in der die Powerbank oder das Handy seinen Platz findet. Das Watt 01 ist dadurch relativ gut vor eindringendem Wasser geschützt (anfällig sind bei Solar-Ladegeräten immer die USB-Anschlüsse mit Controller. Die Module selbst sind absolut wasserfest).

Wer seine Kamera-Akkus oder AA-/AAA-Akkus aufladen möchte, der sollte sich gleichzeitig das PIXO C2+ zulegen. Dieses kann man mit einem Konverter an den USB-Port anschließen und damit seine Akkus aufladen. Ich selbst lade meine Canon EOS-Akkus und NiMH-Akkus ausschließlich nur noch mit dem PIXO auf.

Durch seine Kompaktheit und das geringe Gewicht ist das Watt 01 vielfältig einsetzbar. Auf dem Fahrrad schlackert nichts herum. Beim Wandern fängt es auf dem Rucksackdach die Sonne ideal ein und beim Campen hängt man es an die Zeltwand oder nimmt es mit zum Strand. Es ist ein schönes Universalmodul zu einem wirklich fairen Preis!

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

WattGeizer 7 Watt-Modul

Mein Hersteller hat ein 7W-Modul im Sortiment, von dem ich mal ein Muster gekauft habe. Da ich es derzeit noch nicht anbiete, wird es nur kurz angerissen: Es handelt sich um ein echtes 7W-Modul. Im Internet werden viele Solar-Ladegeräte angeboten, bei denen sich die Leistung des Ladegerätes auf die Modulleistung bezieht. Diese ist höher, als der tatsächliche Ausgangsstrom am USB-Port. Tatsächlich sind es dann häufig 5W-Module, die da als 7W-Modul verkauft werden. Auch bei meinen Lieferanten gibt es diese „Tricks“. So wird das AP150 als 12W-Modul verkauft. Kann sein, dass das Modul eigentlich 12W ausspuckt, aber tatsächlich kommt am USB-Port ein Strom von max. 2,1A bei 5V heraus. 2,1A x 5V = 10,5W.

7w

Zurück zum 7W-Modul: Die Messung meines Exemplares zeigt einen Ausgangsstrom von 1,28 Ampere, was 6,4 Watt entspricht. Vorteil dieses Moduls ist, dass es faltbar ist und dadurch auf Maße von 22,5 x 16cm gefaltet werden kann. Ausgebreitet hat das Modul eine Länge von 47cm, wobei die Lasche, an der sich der USB-Controller befindet auch umgeklappt werden kann, so dass man ca. noch 34cm Fläche hat. Damit lässt sich das Modul gut auf dem Rucksack oder Fahrrad befestigen. Es wiegt 350 Gramm und ist damit doch ca. 110 Gramm schwerer als das Watt 01. Den Leistungsgewinn von 2W für 110 Gramm zu erkaufen, ist auch der Grund, warum ich es noch nicht im Shop gelistet habe. Ansonsten ist es ein sauber verarbeitetes Solarladegerät mit Tasche für das Smartphone und 5 Ösen. Wer Interesse hat, kann sich ja mal bei mir melden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung,
Wanderer, Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler….

Goal Zero Nomad 7

Ein von der Bauart ganz ähnliches Solar-Ladegerät ist das Nomad 7 von Goal Zero. Es liegt nunmehr in einer überarbeiteten Version vor. Während das alte Modell nur ca. 500mA am USB-Port ausspuckte, gibt das aktuelle Modell 1A aus. Das bestätigt auch mein Test (1,02A). Es handelt sich um ein 80 Euro-Solarladegerät, das den gleichen Output hat, wie mein 25 Euro teures Watt 01.

20150604_134836

Warum findet man das Gerät dennoch im Shop? Weil es in Kombination mit dem Guide 10 Plus hervorragend dazu geeignet ist, AA- und AAA-Akkus aufzuladen (4 Stück gleichzeitig). Darüber hinaus bietet es die Gelegenheit, 12V-Geräte aufzuladen. So könnte man z.B. das Nomad 7 im Sommer zum Laden von Smartphone und NiMH-Akkus nutzen und es im Winter an die Autobatterie als Erhaltungsladegerät hängen. Allerdings bräuchte man dann noch einen weiteren Adapter, weil sich im Lieferumfang lediglich eine 12V-KFZ-Buchse befindet. Wenn Sie einen bestimmten Adapter suchen, bin ich gerne bei der Suche behilflich. Natürlich kann man im Sommer auch 12V-Geräte mit dem Nomad 7 laden oder betreiben.

Mit 470 Gramm ist das Nomad 7 kein Leichtgewicht. Zudem ist die Oberfläche sehr empfindlich. Kratzer und Fingerabdrücke sieht man sehr schnell auf dem Modul. Dafür ist es faltbar auf kompakte Maße von 23 x 17cm (ausgebreitet sind es 44 x 23cm) und hat eine große Tasche für Handy, Smartphone, Powerbank oder Guide 10+ auf der Rückseite. Mittels Laschen an den Seiten, kann es gut am Rucksack oder an Fahrradtaschen befestigt werden.

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung von 12V-Akkus, Ladung von AA-/AAA-Akkus (in Kombination mit dem Guide 10+)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler, Autofahrer….

XTORM AP 150

Ok, ok, das XTORM AP150 passt in diesen Test aufgrund der hohen Leistung eigentlich nicht rein. Da es mit 450 Gramm jedoch leichter als das Nomad 7 ist und preislich nur leicht über dem Nomad 7 liegt, soll es hier seinen Platz finden. Ich habe bereits oben erwähnt, dass der Hersteller das Gerät als 12W-Gerät verkauft. Tatsächlich ist die Ausgangsleistung mit 10,5W geringer. Mein Test hat eine Ausgangsleistung von 9,4W (1,88A) gezeigt.

ap150

Wer also mit seinem Modul nicht allzu viel durch die Gegend rennen möchte (dafür sind 450 Gramm definitiv zu schwer), der kann beherzt zugreifen. Das Modul setzt die neueste Generation monokristalliner Solarzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad ein. Das bewirkt, dass das Solar-Ladegerät auf etwa der gleichen Fläche des Nomad 7 einen deutlich höheren Output erzeugt. Das AP150 hat ausgebreitet die Maße 41 x 26,5cm, zusammengefaltet 16,5 x 26,5cm.

Wie beim Nomad 7 befindet sich auf der Rückseite eine große Tasche für Handy, Smartphone & Co. In dieser Tasche befinden sich zwei USB-Buchsen über die parallel zwei Geräte gleichzeitig geladen werden können. Wird nur ein Gerät geladen, fließt der komplette Strom über die aktive Buchse. An den Seiten des AP150 befinden sich Laschen, mit denen sich das Modul gut befestigen lässt.

Jetzt kommt noch ein ACHTUNG! Bei meinem Test hat sich gezeigt, dass das Modul absolut empfindlich gegenüber Verschattungen ist. Testhalber habe ich mal eine Hand über einen Teil des Solar-Ladegerätes geführt. Die Leistung sank rapide auf 10mA ab:

ap150_verschattung
Das dieser Leistungsabfall so deutlich ausfällt, hat mich überrascht – zumal ich nur einen Teil des Moduls abdecke. Ich werde mal den Hersteller fragen, ob das so sein soll. Unterwegs kann das schon sehr hinderlich sein, wenn mal ein Baum im Weg. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. 😉

Einsatz-Empfehlung:
regelmäßige Handy-Ladung, Ladung in Regionen mit niedrigerer Strahlungsintensität (z.B. Norwegen, Grönland etc.)
Kanuten, Fahrradfahrer, Camper, Angler

 

 

 

Kurz bevor die Tabelle mit allen verglichenen Modulen kommt, noch ein paar allgemeine Hinweise:

Der Ausgangsstrom der Solar-Ladegeräte ist abhängig von
– der Jahreszeit (Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa im Sommer ca. 700W/m2,  im Winter ca. 250W/m2)
– dem Einsatzort (Äquatornähe besser, Polnähe schlechter)
– den Wetterbedingungen (strahlend blau, Dunst, einzelne Wolken, bedeckter Himmel)
– störenden Faktoren zwischen Sonne und Ladegerät (Fensterscheiben, Folien etc.)

UPDATE Ende 2016: Das Nomad 7 wurde durch das leistungsfähigere Nomad 7 Plus abgelöst. Das Watt 03 und das Watt 01 V2 wurden durch das leistungsfähigere Watt 01 V3 abgelöst.

Bei der Auswahl des passenden Solar-Ladegerätes sollten also der benötigte Energiebedarf und oben genannte Faktoren berücksichtigt werden. Gerne helfe ich Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes. Rufen Sie mich gerne an (Tel. 04621-9440661 oder schreiben mir eine E-Mail: info@wattgeizer.com).
Hier nun alle getesteten Solar-Ladegeräte in der Übersicht:

WattGeizer
Watt 03
WattGeizer
Watt 01 V2
WattGeizer
7 W-Modul
Goal Zero
Nomad 7
XTORM
AP150
Maße gefaltet
in cm
9,3 x 21,5 x 2,5 28,2 x 21,2 x 1,5 16 x 22,5 x 2,5 17 x 23 x 4 16,5 x 26,5 x 4
Maße ausgefaltet
in cm
42 x 21,5 x 1,0 28,2 x 21,2 x 1,5 47 x 22,5 x 1,0 44 x 23 x 2,5 41 x 26,5 x 2
Ca.-Gewicht
in Gramm
157 240 350 470 450
System-Spannung 5V 5V 5V 5V / 7V / 12V 5V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,65A 1A 1,4A 1A bei 5V 1,1A bei 6,5V
0,3A bei 15V
2,1A
Ausgangsstrom
lt. Test
0,59A 1A 1,28A 1A (bei 5V) 1,88A
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 2 Stunden 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 15 Minuten 45 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 3 Stunden 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde
Sonstiges faltbar, flexibel
2,1W pro 100g
2,08W pro 100g derzeit nicht im Sortiment
2W pro 100g
kann auch 12V-Geräte laden.
1,06W pro 100g (5V)
2 USB-Anschlüsse
2,33W pro 100g
Preis bei WattGeizer.com**
inkl. 19% MwSt.
49 Euro 24,95 Euro 39,95 Euro 69,95 Euro 89 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen
** Stand: 26.7.2015 

© WattGeizer.com

Outdoor Solar-Ladegerät Watt 01 V2

9 Juni 2015 von Dirk Jes Herrmann 3 Kommentare »

Ich bin mächtig stolz, die Nachfolgeversion des legendären Watt 01 zu präsentieren! Beim Watt 01 handelt es sich um ein Outdoor Solar-Ladegerät, das eine universelle USB-Schnittstelle besitzt und allerlei USB-Geräte, wie Smartphone, Handy, iPhone… mit max. 5W aufladen kann.

Das Watt 01 V2 ist leichter, leistungsfähiger und günstiger als sein Vorgänger:

– es wiegt nur ca. 240g statt 510g
– es hat einen max. Ausgangsstrom von 1A statt 0,83A
– es kostet nur 38,95€ (inkl. 6,6Ah-Powerbank) statt 49,95€
– das Modul wird auch einzeln für nur 24,95€ angeboten

Das Modul ist in PET statt in Glas eingefasst und durch die schwarze Hülle etwas schicker als sein Vorgängermodell. Durch die 4 integrierten Ösen lässt es sich gut am Rucksack, Zelt, Kanu etc. befestigen. Die langlebigen, monokristallinen Zellen haben einen hohen Wirkungsgrad von >18%. Sie leisten auch bei widrigen Wetterverhältnissen gute Dienste.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

Die Messung zeigt 1,01A Strom unter Last (6,6Ah-Powerbank) bei ~1000W/qm.

In Kürze werde ich einen Test online stellen, der mehrere Solar-Module miteinander vergleicht (ich darf als Händler übrigens nur Module testen, die ich auch anbiete – allerdings ist es dann auch kein Pseudo-Test, wie bei einer nichtssagenden Amazon-Affiliate-Seite :-)).

Die Sonne kommt raus…Solar-Ladegeräte ausgepackt und gemessen…

12 April 2015 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

Es ist Frühjahr und die Vorfreude auf das Laden mit Solar-Ladegeräten steigt. Vorgestern hatten wir zwar noch einen Schleier vor der Sonne, aber man konnte spüren, dass die Sonnenstrahlung zunimmt… Mein Messgerät hat eine Strahlung von ca. 600W/qm angezeigt. Wenn man Wikipedia glaubt, dann ist das schon eine ganz prächtige Einstrahlung: „In Mitteleuropa steht die sommerliche Mittagssonne 60° bis 65° hoch und strahlt bei idealen Wetterbedingungen mit einer Bestrahlungsstärke von etwa 700 Watt/Quadratmeter. Im Winter sind es nur 13° bis 18° und selbst zu Mittag nur etwa 247 Watt/Quadratmeter.“ (Quelle Wikipedia)

Genug Strahlung also, um mal einige Solarmodule in die Sonne zu legen. Die Werte dieser Module beziehen sich übrigens immer auf eine Einstrahlung von 1000W/qm. D.h. in unseren Breiten werden die Maximalwerte der Module nie erreicht. Im Juli letzten Jahres haben wir in Norddeutschland eine Globalstrahlung von ca. 185Wh/qm erreicht (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Das entspricht monatlich durchschnittlich 185 Stunden mit 1000W/qm und täglich knapp 6 Stunden mit 1000W/h. Mit einem 5W-Modul hätte man also eine Ausbeute von 30Wh erreichen können. Na ja, theoretisch, denn es wird einem nie gelingen, den ersten bis letzten Sonnenstrahl optimal einzufangen. So rechnet man im Allgemeinen damit, dass die Ausbeute in den Sommermonaten täglich ca. der 4-fachen Nennleistung des Moduls entspricht. Bei einem 5W-Modul wären es also 20Wh.

Gestern rief ein Kunde an, der in Lappland seine Kameraakkus aufladen möchte. Dieser sollte beachten, dass sich die Sonneneinstrahlung über eine größere Fläche verteilt und daher die Bestrahlungsstärke sinkt. Hierzu gibt es eine schöne Grafik von Cepheiden.

Bestrahlungsstärke ist abhängig vom Einfall der Sonneneinstrahlung.

So, hier nun die Ergebnisse meiner Messung:

Als erstes Modul habe ich das Watt 03 an die 6.600er-Powerbank angeschlossen. Dieses spuckt bei 630W/qm 580mA aus, kommt also schon knapp an die Maximalleistung von 650mA heran.
830mAh vom Watt 03

Das nächste Modul ist das Watt 02. Dieses gibt einen Ausgangsstrom von 700mA bei einer Einstrahlung von 576W/qm aus. Die Powerbank wäre damit in etwas mehr als 10 Stunden aufgeladen.
Das Watt 02 gibt 700mA abDann folgte ein 10W- Modul, das ich von meinem Lieferanten zum Testen erhalten habe (wurde nicht ins Sortiment aufgenommen, weil es für iPhones optimiert wurde und daher keine niedrigen Ladeströme abgibt).
10W-ModulUnd als letztes Modul musste das AP150 von XTORM herhalten. Es handelt sich um ein 12W-Modul und  zeigt mit 1150mA erwartungsgemäß den höchsten Wert bei einer Sonneneinstrahlung von 614W/qm.
Messung des XTORM AP150

Zwei neue Solar-Ladegeräte bei WattGeizer.com

23 Februar 2015 von Dirk Jes Herrmann Keine Kommentare »

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, das Watt 01 aus dem Shop zu nehmen. Es gibt noch knapp über 20 Module. Wenn diese abverkauft sind, gibt es keine neue Charge mehr. Mein Lieferant hat sich komplett aus dem Solarmarkt verabschiedet und ich bin nun auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Es soll leistungsfähig, leicht, kompakt und gut zu befestigen sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger bin ich auf das 5W-Modul von Suntactics gestoßen. Ein wirklich schönes Modul, dass alle eben genannten Bedingungen erfüllt. Nur müsste ich für so ein Ladegerät ca. 150€ nehmen. Das ist definitiv zu viel.

Weitere Solar-Ladegeräte, die mir unter die Augen gekommen sind: Das XTORM AP125 – ein 6W-Modul, das fast alle Bedingungen erfüllt – außer die guten Befestigungsmöglichkeiten. Eine Öse ist mir zu wenig. Besser finde ich das AP150 von XTORM: Es handelt sich um ein Modul mit 12W Leistung, das ausgefaltet ca. so groß wie zwei DinA4-Seiten ist und nur 450 Gramm wiegt. Befestigen lässt es sich über vier integrierte Schlaufen. Damit wurde es im Shop aufgenommen: XTORM AP150.

Nicht vergleichbar mit den üblichen Solar-Ladegeräten ist das Powertraveller Powermonkey Expedition Set. Es handelt sich dabei um ein faltbares 5W-Solarmodul und eine Powerbank. Letztere verdient ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Sie hat eine Kapazität von 10,5mAh (38Wh). Soweit normal. Eine Besonderheit ist, dass Sie Ladeströme unterschiedlicher Spannung aufnehmen kann (5-25V). Damit könnte sie direkt und ohne Laderegler an ein 12V-Solarmodul angeschlossen werden. Die Powerbank kann USB- und 12V-Geräte aufladen / betreiben.

Der eigentliche Clou ist allerdings, dass sich die Powerbank nicht nur per Solarmodul aufladen lässt. Derzeit befinden sich diverse Möglichkeiten zur Energie-Erzeugung in der Forschung: Windkraft, Wasserkraft, Dampfturbine, Gas und Brennstoffzelle. Zur Wind- und Wasserkraft gibt es bereits Studien. Diese zeigen, dass auf der Powerbank ein Aufsatz mit Windrad- oder Wasserschaufeln aufgesteckt wird. Diese drehen sich und erzeugen dabei Energie.

Bis Wasser- und Windrad als weiteres Zubehör verkauft werden (Preis steht noch nicht fest), kann die Powerbank des Powermonkey Expedition per Handkurbel aufgeladen werden. Diese befindet sich im Lieferumfang. Diese eignet sich als Notbehelf, schließlich müsste man ca. 16-17 Stunden kurbeln, bis die Powerbank voll ist. Aber nach 10 Minuten Kurbelbetrieb kann man bereits ein Telefongespräch von ca. 40 Minuten führen – in Notsituationen kann dies sehr wertvoll sein!