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Kurbelradios im Test

24 Februar 2011

Im Online-Shop WattGeizer.com biete ich derzeit 5 unterschiedliche Kurbelradios – oder auch Dynamoradios – an. Es liegt auf der Hand, dass ein Produktvergleich über die einzelnen Artikelseiten sehr mühsam und zeitintensiv ist. Daher habe ich diese Kurbelradios einmal einem Test unterzogen und möchte meine Eindrücke hier schildern. Wer sich bis zum Ende durchgelesen hat, wird mit einer übersichtlichen Tabelle belohnt, in der die Kurbelradios miteinander verglichen werden.

Fangen wir an mit dem günstigsten Gerät: Es ist das HQ TORCH-EMC 01. Als erstes fällt auf, dass das Gerät im Plastik-Design daher kommt. Das Gehäuse ist, genau wie alle Schieber und Drehräder, aus glattem Plastik. Wäre es nicht in schwarz/weiß gehalten, würde man vermutlich von Retro sprechen, so bleibt aber ein etwas nüchterner Eindruck. Dieser wird beim Einschalten des Gerätes verstärkt, wenn man merkt, dass der Akku fast leer ist. Es macht keinen guten Eindruck, dass der Hersteller die Geräte mit einem annährend leeren Akku ausliefert.

Um ein wenig Zeit zu sparen, habe ich das Gerät mit der integrierten 5V-Buchse aufgeladen (Ökostrom - versteht sich). Beim Einstellen des Senders fällt auf, dass sich die Sender relativ schwer einstellen lassen. Ist aber ein Sender gefunden, kann man über den Klang nicht meckern. Als einziges Radio verfügt es über zwei integrierte LED-Leuchten. Eine ist an der Stirnseite als Taschenlampe angebracht, die andere ziert die obere Gehäuseseite. Letztere ist sehr gut als Raumleuchte geeignet und reicht z.B. für die Ausleuchtung eines Zeltes aus.

Die Kurbel ist – wie bei allen angebotenen Radios – sehr leicht zu bedienen. Die Größe des internen Akkus lässt sich leider nicht bestimmen und dieser ist auch nicht auswechselbar. Jedoch kann man die Laufzeit des Radios dadurch erhöhen, indem man 3 zusätzliche Batterien oder Akkus in das Radio legt. Diese lassen sich zwar nicht über die Kurbel laden, geben aber die Energie an Radio, LED oder Handy ab. Handy? Ja, zusammen mit dem Radio werden 5 Adapter geliefert (u.a. Nokia 3,5mm und Mini-USB), mit denen sich Handys und mobile Geräte laden lassen. » Weiterlesen: Kurbelradios im Test

Wasserspar-Duschkopf EcoXygen im Praxistest

22 Dezember 2010

Seit einigen Wochen testen wir den Wasserspar-Duschkopf Ecoxygen. Er verwirbelt das Wasser mit Luft und erreicht einen Wasserdruck von bis zu 3 bar. Gleichzeitig verbraucht er nur ca. 6,5 Liter Wasser je Minute. Im Vergleich zu konventionellen Duschköpfen, mit ca. 15 Litern, ist das Sparpotential riesig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass das Duschwasser vor Verwendung auf ca. 35-40 Grad erhitzt wird. So kann eine vierköpfige Familie mehr als 500 Euro pro Jahr für Wasser und Warmwasseraufbereitung sparen, wenn Sie einen solchen Duschkopf einsetzt.

Nun zum Fazit: Zunächst einmal fällt auf, dass der Duschkopf lauter ist, als konventionelle Duschköpfe. Die Lautstärke entsteht durch die rotierende Flügelschraube im Inneren, die für die nötige Luftverwirbelung sorgt. Da weniger Wasser aus dem Duschkopf kommt, wartet man natürlich auch etwas länger, bis heißes Wasser aus dem Duschkopf kommt. “Heißes Wasser” ist das Stichwort: Man muss die Wassertemperatur leicht erhöhen (bei uns waren es 2 Grad), weil sich das Wasser durch die Luftverwirbelung leicht abkühlt.

Beim Duschen muss man nicht auf Komfort verzichten. Der Strahl ist härter, als bei unserem alten Duschkopf. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Wasserspar-Duschköpfen, die zwar vom Verbrauch ähnlich liegen, aber weniger Druck aufbauen. Wenn man eingeschäumt ist, lässt sich der Duschschaum gut abstrahlen. Frauen mit langem Haar sollten die Anschaffung dieses Wasserspar-Duschkopfs kritisch prüfen, denn bis das Shampoo wieder aus dem Haar draußen ist, wird es etwas länger dauern.

Insgesamt fällt deutlich auf, wie viel Wasser gespart wird: Während wir früher in der Duschwanne im Wasser gestanden haben, fließt das Wasser nun sofort ab. Der Duschkopf ist also auch ideal für niedrigen Duschwannen, die fast ebenerdig sind. Wir warten nun gespannt auf die nächste Warmwasserabrechnung. ;-)

Solar Ladegeräte im Test

8 Juli 2010
Ich erhalte häufig Anfragen zum richtigen Solar-Ladegerät. Ab und an kommt es auch vor, dass Kunden ein Solar-Ladegerät kaufen und dann enttäuscht sind, wenn der Akku nicht innerhalb von 2-3 Stunden geladen ist.
Grundsätzlich gilt:
- versuchen Sie nicht, Solar-Ladegeräte unter künstlichem Licht zu laden. Das macht keinen Sinn (Lichtstärke Sonne: 2 x 1027 cd // Lichtstärke Glühlampe mit 100 W: 110 cd).
- starre Ladegeräte eignen sich für den stationären Betrieb
- flexible Ladegeräte eignen sich für den mobilen Einsatz
- alle angegebenen Ladezeiten verstehen sich bei voller Sonneneinstrahlung von Mai-Sep
- in der Regel gilt: je kleiner das Solarpanel, desto länger die Ladezeiten (siehe hierzu auch den Bericht Solarzellen als Marketing-Trick)
Gerade im letzten Punkt zeigt sich das Dilemma: Möchte man ein leistungsfähiges Solar-Ladegerät z.B. auf eine Trekking-Tour mitnehmen, benötigt man ein großes Panel aber ein kleines Packmaß bei  geringem Gewicht.
Dieser kleine Bericht soll Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Gerät zu finden. Wir konzentrieren uns dabei auf die flexiblen, bzw. mobilen Ladegeräte und starten gleich mit dem kleinsten aller Modelle:
1. Das iPhone-Solar-Ladegerät hat einen integrierten 1.000 mAh-Akku, der sich sowohl per Sonnenenergie als auch am Rechner per USB-Kabel (hängt dran) laden lässt. Wie wir eben gelernt haben, bedeutet ein kleines Solarmodul auch längere Ladezeiten. Für dieses Gerät liegt die Ladezeit bei etwa 14 Stunden.  Es ist also notwendig, das Gerät regelmäßig der Sonne nach auszurichten.
Wer in der Wildnis auf unabhängige Stromversorgung angewiesen ist, sollte also nicht unbedingt auf dieses Ladegerät setzen. Es eignet sich aber hervorragend als Zweitakku, bzw. als Ersatzakku. Es ist vor allem für Stadtmenschen interessant, die den Akku z.B. im Biergarten aufladen (endlich hat man ein Argument für 14 Stunden Biergarten ;-) ). Wir haben es derzeit nicht mehr im Online-Shop.
Solar-Ladegerät 4 Seasons2. Das zweite Gerät gehört in die Kategorie “Technikschrott” und wurde aus dem Grunde wieder aus unserem Shop ausgelistet. Es handelt sich dabei um das Gerät “4 Seasons” und hat uns eine Ausfallrate von ca. 25% beschert. Der Grund lag in den häufigsten Fällen am labilen Grundaufbau des Gerätes. Entweder konnte man die USB-Buchse samt Platine in das Gerät “reindrücken” oder die Solarzelle fiel aus der Umhausung heraus. Mittlerweile gibt der deutsche Distributeur eine Ladeezeit von 60 Stunden an, womit sich das Ladegerät selbst disqualifiziert.
Freeloader Solar Ladegerät3. Als drittes Gerät möchten wir das Freeloader Solar-Ladegerät vorstellen: Es besteht aus einem 1.000 mAh-Akku, der über zwei “Solar-Flügel” geladen wird. Das Freeloader Solar-Ladegerät wird mit 11 Adaptern für verschiedene Handy-Modelle und mobile Geräte (siehe Adapterliste) geliefert. Das Gerät ist etwas größer als das iPhone-Ladegerät aber da es sich zusammenstecken lässt immer noch so klein, dass es gut auf Reisen oder Wander-Touren mitgenommen werden kann. Diese Raffinesse hat dem Freeloader Solar eine Auszeichnung mit dem “britischen Energiepreis” beschert.
Freeloader Superlader verkürzt die LadedauerDie Ladezeit liegt per USB bei ca. 3 Stunden und per Solarpanele bei ca. 8 bis 9 Stunden. Wem das zu lange dauert, der sollte zum optionalen Zubehör, dem Freeloader Superlader greifen. Dabei handelt es sich um ein Solarpanel mit 1,5 Watt Leistung. Es verfügt über einen USB-Anschluss und kann am Rucksack, Fahrradgepäckträger oder Zelt gut befestigt werden. Mit dem Freeloader Superlader verkürzt sich die Ladezeit bei optimalen Bedingungen auf ca. 4 Stunden. Den Superlader kann man auch ohne Freeloader einsetzen. Wenn man über ein USB-Ladekabel verfügt, kann man die mobilen Geräte direkt laden. Einziger Nachteil: Da der Superlader über keine Sperrdiode verfügt, muss ausreichend Sonnenlicht vorhanden sein – ansonsten entlädt der Superlader den Akku. Über eine Sperrdiode verfügt das POWERplus Cobra-Panel.
4. Freeloader Solar, Freeloader Superlader und eine Reisetasche ergeben zusammen das Freeloader Globetrotter-Set. Dieses Set ist für alljene geeignet, die Steckdosen-unabhängig ihre mobilen Geräte – nicht unbedenklich täglich – laden möchten. Wer also eine Wandertour oder mehrtägige Bootstour machen möchte und je Woche nur zwei bis drei Mal sein mobiles Gerät laden möchte, sollte zu diesem Set greifen. Der große Vorteil liegt darin, dass man je nach Einsatzzweck entweder nur den Freeloader oder Freeloader + Superlader auf Reisen mitnehmen kann. Für Heavy-User empfiehlt sich darüber hinaus ein Ersatzakku.
Outdoor Solar-Ladegerät POWERplus Cobra5. Dem Freeloader Globetrotter Set sehr ähnlich ist das POWERplus Cobra Solar-Ladegerät. Dieses besteht aus einem Solarpanel – ganz änlich dem Freeloader Superlader, jedoch mit einem Tick mehr Leistung (1,76 Watt statt 1,5 Watt) – und einem 700 mAh-Akku. Das Set ist ca. 20 Euro günstiger als das Freeloader Globetrotter-Set und wird mit 5 Adaptern für Nokia (kleiner Pin), iPhone, Samsung (neuer Typ), Mini-USB und USB-Buchse geliefert. Das Set ist absolut empfehlenswert für das gelegentliche Aufladen Ihrer mobilen Geräte.

 

6. Wir konnten uns nicht verkneifen, ein eigenes Solar-Set zusammenzustellen und haben es – ganz kreativ – “Watt 01” genannt. Natürlich verwenden wir nur das Beste vom Besten: ein 4,5 Watt USB-Solarpanel und eine 5.000 mAh-Powerbank. Damit bieten wir das vermutlich preis-/leistungsstärkste Solar-Set am Markt. Das Set eignet sich aufgrund seiner Kompaktheit ideal für Outdoor und Trekking. Es ist auch sehr gut für zu Hause geeignet: mit den 4 Saugnäpfen lässt sich das Solarpanel am Fenster befestigen und man kann regelmäßig seine mobilen Geräte laden. Die Powerbank bietet zwei USB-Ausgänge mit max. 1A Leistung (an einem Port). Damit können Sie zwei USB-Geräte gleichzeitig laden. Ach ja: 8 Adapter für Handy & Co sind im Lieferumfang enthalten. Mit der 1,5A-Version lässt sich sogar das iPad laden.
Flexcell Sunpack ion+7. Das Flexcell Sunpack 7W ion+ (nicht mehr im Angebot) hat eine maximale Nennleistung von 7 Watt und ist in der Lage, den integrierten 2,4 Ah-Akku innerhalb von 7 Stunden zu laden. Die besagten 7 Watt kann das Modul deshalb liefern, weil es der Sonne mit 90 x 35 cm eine große Fläche bietet. Blöd nur, wenn man diese als starres Modul mit sich herumschleppen müsste… Um seine perfekten Outdoor-Qualitäten unter Beweis zu stellen, wurde das Solarmodul rollbar konzipiert. Dadurch verkleinern sich die Maße im zusammengerollten Zustand auf 35 x 5,5 cm (Breite x Durchmesser). Bei einem Gewicht von 770 Gramm ist es ein idealer Begleiter auf Trekking-Touren.
Größenvergleich der Flexcell SunpacksEs wird mit 11 gängigen Adaptern für viele mobile Geräte geliefert und verfügt darüber hinaus über einen Standard-Zigarettenanzünder-Anschluss. Mit einem geeigneten Adapter können Sie also auch Ihr Netbook oder Laptop aufladen. Für Geräte mit solchen Akku-Dimensionen empfiehlt sich ebenfalls die 14W-Ausgabe dieses Solarmoduls. Die Fläche der 14 Watt-Version beträgt 150 x 35 cm. Wer tagsüber an einem fixen Standort die Möglichkeit zum Laden hat, z.B. beim Camping am Zelt oder Wohnwagen oder bei Bootstouren an Deck, ist mit diesem Solar-Ladegerät bestens bedient. Zusammengerollt ist das 14 Watt-Modul ähnlich kompakt wie die 7 Watt-Version: 35 x 6,5 cm (Breite x Durchmesser) bei 750 Gramm Gewicht. Unsere 14 Watt-Version kann mit einem 68 Wh-Akku geliefert werden (Set-Preis 399 Euro).
Nachfolgende Tabelle gibt nochmals eine gute Übersicht über unsere Outdoor- und Trekking-Solar-Ladegeräte. Von Handy- über GPS- bis hin zu Netbook-Ladegeräten ist alles dabei:

Solar-Ladegeräte in der Übersicht © WattGeizer.com