Solar-Ladegeräte im Test (Outdoor-Update)

15 Juni 2012 von Dirk Jes Kommentieren »

Die Anforderung ist klar: Man ist mehrere Tage draußen unterwegs und möchte Handy-, Smartphone- oder Kameraakkus - fernab jeglicher Steckdose - aufladen. Die gängigsten Lösungen gibt es als Fahrrad-Dynamo-Ladegerät oder als Solar-Ladegerät. Idealerweise setzt man einen Pufferakku ein, der für beide Geräte eingesetzt werden kann (z.B. das Watt 01 und das KEMO M172). Für diesen Artikel lasse ich einmal die Dynamo-Ladegeräte links liegen und behandle ausschließlich die Outdoor-Solarladegeräte. Denn für die meisten Solar-Interessierten ist es schwer genug, beim ersten Kauf das richtige Gerät zu finden. Dieser Artikel soll bei der Kaufentscheidung helfen.

Sunload Solarclaw, GoalZero Nomad 7M, Me2Solar Aurora 4, Wattgeizer Watt 01

Dem Test stellen sich folgende Geräte: Das Sunload Solarclaw, das GoalZero Elite Nomad 7, das Me2Solar Aurora 4 und das WattGeizer Watt 01.

Grundsätzlich unterscheidet man in 12V- und 5V-Ladegeräte. Das Solarclaw von Sunload ist ein 12V-Modul, Aurora 4 und Watt 01 haben eine Ausgangsspannung von 5V (USB). Besonders vielfältig ist das Nomad 7, das gleich drei Spannungen liefert: 12V, 7V und 5V.

Wer braucht nun welche Spannung? Übliche Handys, Smartphones und Tablet-PCs kommen mit einer Spannung von 5V aus. Auch AA- oder AAA-Akkus und sogar Kamera-Akkus lassen sich mit geeigneten Geräten (z.B. mit dem Pixo-Ladegerät) mit einer Spannung von 5V laden. Die Spannung von 12V ist für Anwender interessant, die Autobatterien oder Laptop-Ladegeräte, wie den Powergorilla oder das Escape 150 Power Pack, laden möchten.

Die Module unterscheiden sich weiterhin in der Bauform. Bis auf das Watt 01 sind alle Module faltbar. “Faltbar” heißt schön klein beim Reisen und schön groß beim Einfangen von Sonne (ob’s etwas bringt, erzähle ich später). Das Solarclaw und das Aurora 4 sind aus CIGS (Dünnschicht)-Zellen gefertigt und dadurch sehr flexibel und leicht. Diese Eigenschaft ist auf Reisen sehr sympathisch, da sich das Modul im Rucksack oder Koffer anschmiegt und nicht brechen kann. Nomad 7 und Watt 01 sind aus monokristallinen Zellen gefertigt und starre Module -> hier gibt es bei extremen Belastungen eine Bruchgefahr und die Module sind etwas schwerer. Dafür haben die monokristallinen Zellen den besten Wirkungsgrad.

Gefaltet (s. Foto oben) haben die Module die folgenden Maße:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 16,5 x 2,5 cm
Solarclaw: 24,5 x 12,5 x 3,7 cm
Aurora 4: 22,7 x 12,7 x 1,3 cm

Ausgefaltet sieht das ganze anders aus:
Die Maße betragen im ausgefalteten Zustand:

Watt 01: 33 x 22 x 1,5 cm
Nomad 7: 24 x 43 x 0,25 cm
Solarclaw: 24,5 x 73,5 x 2,0 cm
Aurora 4: 22,7 x 63,7 x 0,07 cm

Unterschiede gibt es auch bei dem Gewicht:

Ich habe folgende Gewichte (nur Panel – ohne Adapter, Powerbank o.ä.) gemessen:

Watt 01: 500g
Nomad 7: 383g
Solarclaw: 293g
Aurora 4: 189g

Praxistauglichkeit

Die meisten meiner anfragenden Kunden möchten das Solar-Ladegerät zum Wandern, Kanufahren, Fahrradfahren oder Camping einsetzen. Beim Wandern kommt es vor allem auf ein geringes Gewicht an. In diesem Fall bietet sich das Aurora 4 mit einem Gewicht von <200 Gramm an. Allerdings gilt es zu bedenken, dass man das Modul meist am Rucksack befestigt und hier gibt es mit dem Aurora Nachteile. Zum einen hat es nur zwei Ösen und kann am Rucksack hin- und her baumeln, insbesondere bei Wind.

Zum anderen ist der Einfallswinkel der Sonne bei zu langen Modulen nicht optimal. Man sieht auf der linken Seite künstlerisch dargestellt zwei Rucksackträger mit einem faltbaren Modul (links) und einem starren Modul (rechts). Die Sonne steht senkrecht über den Wanderern und die Sonnenstrahlen treffen sehr schräg auf das faltbare Modul. Wird ein starres Modul am “Rucksackdach” befestigt, ist die Einstrahlung fast optimal (optimal wird sie beim Wandern nie sein).

Beim Kanufahren kommt es vermutlich weniger auf das Gewicht sondern mehr auf Befestigungsmöglichkeiten und Wasserfestigkeit an. Bis auf das Aurora 4 sind die Befestigungsmöglichkeiten bei allen Modulen gut, beim Solarclaw sogar sehr gut, da es mit Karabinern und Bändern ausgestattet ist. Mit der Wasserfestigkeit ist es so eine Sache…. Die Module dürfen nicht komplett in Wasser getaucht werden (was beim Kanufahren durchaus mal drin ist), da es sich bei den Anschlüssen um empfindliche Elektronik handelt. Dringt Wasser in den USB-Port ein, kann das Gerät Schaden nehmen. Insofern gilt es, insbesondere die Anschlüsse vor Wasser zu schützen, die Module selbst können Wasser gut ab.

Beim Fahrradfahren gilt eigentlich das gleiche, wie beim Wandern. Hier ist ein leichtes Modul gefragt, das möglichst kompakt ist und sich horizontal befestigen lässt. Die Befestigungsmöglichkeit des Moduls ist bei Geschwindigkeiten bei bis zu 30 km/h immens wichtig, sonst flattert es wild in der Gegend herum und gerät ggf. in die Speichen. Das Watt 01 punktet hier durch seine Kompaktheit und die guten Befestigungsmöglichkeiten.

Beim Camping lässt sich ein Solarladegerät sehr gut einsetzen, da man die Gelegenheit hat, es tagsüber der Sonne nach auszurichten. Dafür bietet die Zeltwand  einen nahezu hervorragenden Winkel. Tagsüber lädt man z.B. eine Powerbank auf, die dann nachts die Energie ans Handy oder Smartphone abgiebt. Hier mal ein Foto von meinem Kunden Sven, der das Watt 01 in Portugal beim Paddeln eingesetzt hat:

Kommen wir nun zum wichtigsten Aspekt: Wie viel Power haben die Geräte und welche Vor- und Nachteile gibt es bei den einzelnen Geräten?

Sunload Solarclaw

Um es vorweg zu nehmen: Die Sunload-Produkte sind wirklich saugut! Das hier vorgestellte Solarclaw ist hochwertig verarbeitet und leistungsstark.

Es handelt sich um ein reines 12V-System, das sich jedoch mittels Adapter zu einem 5V-System umkonfigurieren lässt. Grundsätzlich ist der Einsatz von Adaptern auf Reisen eher hinderlich, da diese störanfällig sind. Das Solarclaw hat einen spezifischen Schnellverbinder-Anschluss, an dem sich diverse mitgelieferte Kabel anschließen lassen. Die Steckverbindung ist sehr stabil, so dass die Anschlusskabel gut halten.

Sunload Solarclaw

Sunload Solarclaw

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

ein Adapter macht aus dem 12V-System ein 5V-System

Sunload Adapter

Sunload Adapter

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Solarclaw kann man also sowohl 12V-Batterien aufladen (z.B. im Winter als Ladeerhaltung) als auch Handys, Smartphones, Powerbanks & Co. Es lässt sich sehr gut transportieren und noch besser befestigen, denn es ist mit diversen Karabinern und Bändern ausgestattet.

USB-Output des Solarclaw

1,54A USB-Output des Solarclaw

Das Solarclaw ist unser leistungsstärkstes Panel im Test. Rein rechnerisch sollte es im 5V (USB)-Modus 1,3 Ampere liefern. Im Test bei Sonnenschein hat es 1,54 Ampere geliefert. Damit leistet es ca. 1/3 mehr, als die anderen Module (kostet leider auch 1/3 mehr :-( ).

Im 12V Modus habe ich 0,48 Ampere gemessen, was einer Leistung von knapp 7 Watt entspricht. Bei allen Messungen gilt zu beachten, dass die Werte von Panel zu Panel aus Produktionsgründen unterschiedlich sind. >> Solarclaw im Shop

 

Goal Zero Nomad 7

Als ich mir das Testmodell erst bestellt und danach genauer angeschaut habe, war ich enttäuscht. Schließlich gibt der Hersteller auf seiner Seite sehr schlechte Output-Werte für das Nomad 7 an. Von einem 7 Watt System erwarte ich am USB-Port einen Ausgang von 1,4A. Der Hersteller gibt jedoch nur 0,5A an. Am 12V-Anschluss müsste das Nomad 7 ca. 0,58A liefern. Laut Hersteller sind es nur 0,2A. Nur am Goal Zero-spezifischen 6,5V-Port (zum Anschluss der Goal Zero Powerbank) werden lt. Hersteller 6 Watt erreicht. Um die volle Leistung auszuschöpfen, sollte man also die Goal Zero-Powerbank (Guide 10 Plus Battery Pack) einsetzen.

Goal Zero Nomad 7

Goal Zero Nomad 7

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am USB-Port: 0,88A

Messung am 12V-Port: 0,76A

Messung am 12V-Port: 0,76A

 

Zum Glück zeigt das Nomad 7 im Test andere Leistungsdaten: Im USB-Modus erreichte das Nomad 7 immerhin 0,88A, am 12V-Ausgang waren es 0,76A (= 9 Watt!) und am ”Goal Zero-Port” 0,71A bei 7V (knapp 5W). Das Nomad 7 zeigte also die größte Leistung am 12V-Port. Insgesamt ist es sehr praktisch, dass es unterschiedliche Spannungen anbietet, weil der Einsatz lästiger Adapter (siehe Solarclaw) wegfällt. Ein weiterer Pluspunkt sind diverse Ösen an den Außenseiten des Nomad 7. Damit lässt es sich sehr gut befestigen. Seine Kompaktheit macht es gut einsetzbar bei Wanderungen oder Fahrradtouren. Leichte Punkt-Abzüge gibt es für das Gewicht von knapp 400 Gramm. Die starren Module lassen sich nicht so gut transportieren wie die CIGS-Module des Aurora und Solarclaws. >> Nomad 7 im Shop

Aurora 4

Das Aurora 4 ist unser leichtetes Modul im Test. Es wiegt unter 200 Gramm und macht sich dadurch für alle Wanderer interessant. Das Modul ist gut verarbeitet und hat eine Standard-USB-Buchse zum direkten Anschluss von Geräten. Beim Messen hat diese einen Ausgangsstrom von 1,0A geliefert – ganze 200 mA als der Hersteller angibt. Die 1,0A würden natürlich locker reichen, um ein iPhone direkt am Anschluss zu laden. Ich rate trotzdem davon ab, ein iPhone direkt am USB-Port eines Solarmoduls zu laden, da es bei wechselnden Wetterverhältnissen schwankende Ladeströme gibt, mit denen das iPhone schlecht klar kommt. Eine zwischengeschaltete Powerbank liefert gleichmäßige Ladeströme.

Solar Ladegerät Aurora 4

Solar Ladegerät Aurora 4

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Im Test liefert das Aurora 4 satte 1,0A

Das Aurora 4 im Einsatz

Das Aurora 4 im Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Einziger aber deutlicher Kritikpunkt am Aurora 4 ist die schlechte Befestigungsmöglichkeit. Zwei Ösen an der Oberseite reichen nicht aus, um es einfach am Rucksack oder Fahrrad zu befestigen. Ansonsten ist es ein tolles Solar-Ladegerät, das mit 8 “Tips” ausgeliefert wird. Dabei handelt es sich um Adapter für diverse mobile Geräte (z.B. Mini-USB, Micro-USB, Nokia, iPhone etc.). >> Aurora 4 im Shop

Watt 01

Beim Watt 01 handelt es sich um eine eigene Kombination von USB-Solarpanel und USB-Powerbank. Die Powerbank wird über ein USB-Kabel am Panel angeschlossen. Sie hat eine Kapazität von 5.000 mA (18Wh) und wird mit 8 Adaptern für gängige Handys und Smartphones ausgeliefert. Das Watt 01 hat lt. Herstellerangabe einen max. Ladestrom von 0,83A. Im Test erreichte das Modul einen Ladestrom 0,9A.

Das Solarmodul ist in einer Schutzhülle eingelassen und kann aus dieser entnommen werden. Die Schutzhülle hat in allen vier Ecken eine Öse in der je ein Gummi-Saugnapf steckt. Somit kann man das Modul sehr einfach an einer Fensterscheibe anbringen. Die Saugnäpfe lassen sich entnehmen, so dass das Modul mit den Ösen am Rucksack, Fahrrad oder Zeltdach befestigt werden kann.

Das Watt 01 am Fenster

Das Watt 01 am Fenster

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Fängt auf dem Fahrrad viel Sonne auf

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

Das Watt 01 gibt im Test 900mA ab

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie beim Goal Zero Nomad 7 handelt es sich um ein starres Modul. Es ist dadurch schwerer (500 Gramm) und schlechter zu transportieren als die CIGS-Module. Durch seine Kompaktheit lässt es sich der Sonne nach am besten ausrichten. Das Watt 01 wäre selbst ohne Powerbank das Solarmodul mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis im Test. >>Watt 01 im Shop

Und was ist, wenn die Sonne nicht scheint?

Jetzt wird es ernst. Wenn die Solarladegeräte keine Sonne auffangen, sinkt die Leistung drastisch. Man kann bei allen vorgestellten Modulen davon ausgehen, dass bei Bewölkung nur noch ca. 1/10 der Maximalleistung zur Verfügung steht. Der Ausgangsstrom liegt dann nur noch bei ca. 100mA. Möchte man ein iPhone (1500 mAh-Akku) bei Bewölkung laden, benötigt man ca. 15 Stunden – das sind zwei volle Tage. Auch aus diesem Grund ist der Einsatz einer Powerbank ratsam. Bei Sonnenschein kann diese ein Vielfaches an Kapazität eines Handyakkus speichern und gibt diese Kapazität bei schlechtem Wetter an die angeschlossenen Geräte ab. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei längeren Touren ohne Steckdose.

Fazit

Der Test zeigt, dass es viele leistungsfähige Geräte am Markt gibt. Er zeigt aber auch, dass es das perfekte Solar-Ladegerät nicht gibt. CIGS Solar-Ladegeräte (Aurora 4 & Solarclaw) sind leicht und gut zu transportieren. Im Einsatz benötigen Sie jedoch viel Fläche und können die Sonneneinstrahlung nicht ganz optimal einfangen. Monokristalline Solar-Ladegeräte sind sperriger beim Transport und schwerer, überzeugen jedoch im Einsatz durch eine kleine Fläche und sehr gute Sonnenausrichtung.

Die Kaufentscheidung sollte bestenfalls nach folgendem Muster ablaufen:

- Welche Geräte möchte ich aufladen?
- Wie häufig möchte ich diese aufladen?
- Welche Spannung (in V) und welche Kapazität (in Ah) haben die Geräte?
- Berechnung des täglichen Bedarfs in Wattstunden (Wh): Ladehäufigkeit pro Tag x Spannung (V) x Kapazität (Ah) = Wh
- Die Module liefern täglich im Durchschnitt ca. 4 Mal die Nennleistung. Also z.B. das Aurora 4: 4x 5V x 0,8A = 16 Wh (aber Achtung – im Durchschnitt! Bei Regen weniger / bei Sonne mehr)
- Wenn benötigte Spannung und Leistung geklärt sind, folgen weitere Parameter, wie Gewicht, Befestigungsmöglichkeit, Flexibilität etc.

Ooooder einfach anrufen: 04621-9440661 oder eine E-Mail schreiben: info@wattgeizer.com. Ich helfe gern!

Sunload Solarclaw GoalZero Nomad 7 Aurora 4 Watt 01
Maße gefaltet
in cm
24,5 x 12,5 x 3,7 24 x 16,5 x 2,5 22,7 x 12,7 x 1,3 33 x 22 x 1,5
Maße ausgefaltet
in cm
24,5 x 73,5 x 2,0 24 x 43 x 0,25 22,7 x 63,7 x 0,07 33 x 22 x 1,5
Gewicht
in Gramm
293 383 189 500 (ohne Powerbank)
System-Spannung 12V / 15V 5V / 7V / 12V 5V 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Hersteller
0,433A bei 15V 0,5A bei 5V / 0,2A bei 12V 1,0A bei 6,5V 0,8A bei 5V 0,83A bei 5,2V
Ausgangsstrom
lt. Test
0,48A bei 12V
1,54A bei 5V
0,88A bei 5V / 0,71 bei 7V / 0,76A bei 12V 1,0A bei 5V 0,9A bei 5,2V
lädt Handy mit 1Ah-Akku in ca.* 40 Minuten 1 Stunde und 15 Minuten 1 Stunde 1 Stunde und 10 Minuten
lädt Smartphone mit 1,5Ah-Akku in ca.* 1 Stunde 1 Stunde und 45 Minuten 1 Stunde und 30 Minuten 1 Stunde und 40 Minuten
Sonstiges 4 Anschlusskabel 12V-(KFZ)Kupplung 8 Adapter für Handy & Co 5 Ah-Powerbank,
8 Adapter für Handy & Co
Preis bei WattGeizer.com
inkl. 19% MwSt.
148 Euro 79,95 Euro 99 Euro 79,95 Euro

* Ladezeiten beziehen sich auf Werte im Test bei allerfeinsten Bedingungen. Tatsächlich können diese Werte abweichen.
© WattGeizer.com

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19 Kommentare

  1. David sagt:

    Hallo

    Vielen Dank für die großartige Zusammenfassung – Du hast mir damit sehr geholfen. Ich werd dann wohl mal zum Aurora greifen, wenn ich nächstes Jahr 3 Monate durch Norwegen streife. So kann ich kindle, GPS und Handy am laufen halten. Top!

  2. Dirk Jes sagt:

    Hallo David,
    prima! Ich wünsche Dir gutes Wetter auf Deiner Tour!
    Liebe Grüße, Dirk

  3. Remo sagt:

    Danke auch mir hat es geholfen, suche ein Solarladegerät wenn ich am See Musik hören oder mein Iphone aufladen will :)

  4. grausch sagt:

    Ich überlege mir auch ein Solarpanel zuzulegen. Entscheidung ist derzeit zwischen dem Sunload und Nomad. also halt zwischen den beiden “Extremen”
    Sunload (ich will nicht das solarcrawl sondern solarmodul – leichter, 30eur billiger und auf die befestigungen kann ich verzichten) ist 20eur teurer aber auch nur halb so schwer. mir gefallen die flexiblen erstmal auch deutlich besser wegen nahezu unzerstörbar und gut verpackbar. Das Nomad lässt sich aber hat wohl wirklich deutlich besser der Sonne ausrichten.
    Kaufentscheidend ist aber vor allem die Leistung bei vergleichbaren verhältnissen. Die Flexiblen sollen besser bei teilverschattung sein. Kann das jemand bestätigen?
    Mich verwundern die Messwerte:
    Sunload hat 5,76W bei 12V und 7,7W bei 5V OBWOHL dort auch die 12V vom Panel abgegriffen werden und mittels DC/DC Wandler auf 5V gebracht werden. Dass sollte eigentlich etwa 20% Leistungsverlust bedeuten?!
    Das Nomad hingegen hat bei 12V 9,12W und bei 5V nur 4,4W. Das sind 50% Leistungsverlust und vor allem erscheint mir die 12V Leistung deutlich zu hoch.
    Da ich wohl eine 12V Powerbank nutzen will sind gerade die 12V Werte für mich interessant und ich habe keine Lust 20Eur mehr zu zahlen für ein Panel was schlechter auszurichten ist weil es viel größere Kollektorfläche hat (Ist an einem Rucksack kaum komplett nach der Sonne auszurichten – und 25% Teilverschattung sollen 75% Leistungsverlust bedeuten!!!!) und die geringere Leistung bringt nur weil es 200g weniger wiegt.

    Kann es sein, dass diese 12V Messungen irgendwie nur Ausreißer sind? Die 5V Werte liegen ja alle im Rahmen.

  5. Dirk Jes sagt:

    Moin,
    “Sunload hat 5,76W bei 12V und 7,7W bei 5V OBWOHL dort auch die 12V vom Panel abgegriffen werden und mittels DC/DC Wandler auf 5V gebracht werden. Dass sollte eigentlich etwa 20% Leistungsverlust bedeuten?!”
    Die 12V sind keine 12V sondern die tatsächlich Spannung liegt höher. Sie ist begrenzt auf max. 15V. Wenn die Spannung beim Messen bei 15V gelegen hat, ist der Output 7,2W.
    “Das Nomad hingegen hat bei 12V 9,12W und bei 5V nur 4,4W. Das sind 50% Leistungsverlust und vor allem erscheint mir die 12V Leistung deutlich zu hoch.”
    Warum?
    “Kann es sein, dass diese 12V Messungen irgendwie nur Ausreißer sind? Die 5V Werte liegen ja alle im Rahmen.”
    Ich kann Fehler bei der Messung ausschließen. Jedes Modul wird, produktionsabhängig, andere Messwerte liefern. Der Hersteller garantiert Mindestwerte, die eingehalten werden müssen. An diesen würde ich mich beim Kauf orientieren (und mal Aspekte einer Teilverschattung vernachlässigen). So gibt Goal Zero für sein Nomad 7 folgende Werte an: 2,5W bei 5V, 3W bei 12V (13V-15V) und 6W bei 6-6,5V. Beim Anschluss einer 12V-Powerbank sollte darauf geachtet werden, ob diese einen Mindeststrom für den Ladevorgang benötigt.

    Viele Grüße,
    Dirk

  6. grausch sagt:

    Ich steig da einfach nicht durch:
    Davon ausgehend, dass das Sunload wirklich 15 statt 12v geliefert hat finde ich alle Werte bei dem Panel verständlich.
    Eine Frage dort trotzdem noch: Wie wurde die 5V Leistung gemessen? Ist ein Adapter der auf 5v umwandelt dabei? Oder braucht es einen extra Adapter?
    Beim Nomad ergeben sich mir trotzdem noch Fragen: Mir erscheint ein gemessener Leistungsunterschied von über 50% zwischen 5v und 12 einfach zuviel?! Ich mein die einzelnen Panels liefern eine bestimmte Spannung und je nach Sonne Stromstärke. Diese wird ja dann intern auf die ausgegebene Spannung begrenzt und gewandelt denke ich oder? Die Leistungsunterschiede bei unterschiedlichen SPannungen sollten doch also nur durch den Wirkungsgrad des Wandlers begrenz werden?

    Ganz wichtige Frage zum Schluss: Ich lese überall, dass die flexiblen mit teilverschattung besser klar kommen. Hat das in der Praxis beim Wandern überhaupt einen Einfluss? Ich denke Teilverschattung ist doch sicher eher selten oder? Viel wichtiger ist doch da sicher die Ausrichtung des Panels und die wird beim Wandern doch schwer “konstant gehalten werden können”?! Folglich wäre doch eher die Frage welcher Typ besser mit “schlechter Ausrichtung” klar kommt. Kann mir 1. jemand sagen ob es da Unterschiede der Paneltypen gibt und 2. wie wichtig die Ausrichtung ist?

    Ich habe gelesen, dass bei teilverschattung von 25% des Panels nur noch 25% der Leistung abgerufen werden können. Das Sunload wird man wohl am Rucksack maximal 50% zur Sonne ausrichten können wegen der Länge. Das Nomad hat da ganz klare Vorteile denk ich.

  7. A.P. sagt:

    Wo bitte beim Wandern steht die Sonne senkrecht über einem? In unseren Breiten sicher nicht! Auch wenn ich Ihnen zustimme, dass ein faltbares Panel mit wenigen Ösen am Rucksack hin- und herbaumelt und damit selten ideal zur Sonne steht – die “künstlerische” Zeichnung ist nun wirklich unsinnig. Und “fairerweise” sollten Sie dann auch darauf hinweisen, dass das Saugnapf-am-Fenster-Panel die meiste Zeit des Tages auch nicht optimal zur Sonne stehen wird, es sei denn, man dreht sein Haus mit der Sonne mit! :)

  8. Siegel sagt:

    Vielen Dank!!!

    Ein sorgfältiger Test, nach erkennbar individuellen, möglichst verständlichen Kriterien – und das Ganze umsonst.
    Wie zu den schönsten Internet-Zeiten ;-)

    Ich habe an den Ausführungen erkannt, dass mir – wenn ich einen Entscheidung fällen will – nichts übrig bleibt, als mich selbst intensiver mit der Materie zu befassen.
    Die Zahlen auf meinen Geräten muss ich halt immernoch selber lesen und verstehen :-( *stöhn*
    Dafür habe ich hier eine super-Grundlage.

    Nochmal:
    Danke!!!

  9. Dirk Jes sagt:

    Vielen Dank für den Dank! Ich freue mich immer, wenn sich andere am Blog erfreuen (die Meckerpötte wie “A.P.” kommen von ganz allein….und gehen zum Glück wieder ;-) ).

    Als Händler bin ich in der glücklichen Lage, mehrere Modelle vergleichen zu können und habe selbst Spaß am Thema. Wenn ich noch helfen kann, bei der Auswahl des richtigen Solar-Ladegerätes -> einfach melden.

    Liebe Grüße, Dirk

  10. ralf sagt:

    Hallo Dirk,
    eigentlich wollte ich mir das GoalZero Nomad 7m zulegen, da ich die Goal Zero Guide10 PLUS Powerbank sehr sinnvoll halte, um mit den Akku’s direkt Kopflampe, Navi u.co. zu bestücken. Je mehr ich aber hier lese, detso unschlüssiger bin ich. Ich brauch das Solarmodul zum Wandern. Das Gewicht vom Nomad schreckt mich ein wenig ab…und die im Vergleich schlechte Leistung. Macht es Sinn, das Aurora 4 mit der Goal Zero Guide10 zu kombinieren?

    Gruß ralf

  11. Dirk Jes sagt:

    Hi Ralf,
    vorweg: das Nomad 7 ist ein gutes Gerät und meine gemessenen Daten liegen z.T. deutlich über den Werten des Herstellers. Allerdings sind die Werte, wie bei allen Solar-Ladegeräten, individuell und man kann sich nur auf die Angaben des Herstellers berufen. Vom Nomad 7 wird es voraussichtlich im nächsten Monat eine neue Version geben. Aufgrund der kompakteren Bauweise, wird diese etwas leichter sein, als die derzeit verkaufte Version. Was bleibt, sind jedoch die monokristallinen Module. Und diese sind nun mal schwerer und bruchanfälliger als Dünnschichtmodule.

    Zu Deiner Frage: Ja, das Goal Zero Guide 10 Plus Battery Pack lässt sich am Aurora 4 laden. Es hat einen Mini-USB-Eingang, der bei maximal 700mA aufnimmt. Man braucht also ca. 3 Stunden bei allerfeinsten Bedingungen, um das Battery Pack ein Mal voll zu laden. Eine Kombination der beiden, macht durchaus Sinn. Ich würde noch ein langes USB-A auf Mini-USB-Kabel kaufen, damit Aurora 4 und Battery Pack gut verbunden sind.
    Viele Grüße,
    Dirk

  12. ralf sagt:

    Vielen Dank für Deine Antwort, Dirk. Dann warte ich mal noch bis nächsten Monat und schau mir die neue Ausgabe vom Nomad 7 hier im Shop an.
    gruß ralf

  13. Julian sagt:

    Hallo!
    Meine Entscheidung ist auf das Sunload Solarclaw gefallen, vorrausgesetzt ich kann mein Kameraakku damit aufladen, das weiß ich nämlich nicht und bräuchte mal Hilfe:
    Auf dem Akku steht: 7,4 V 1000mAh/ 7,4Wh
    das Ladegerät sagt: 100-240V 50/60Hz 12VA – 17VA
    An dem Ladegerät ist momentan ein normaler Stecker für die Steckdose dran, wenn da ein USB- Kabel dran wär würde es das gehen?
    Danke im vorraus,
    Julian

  14. Dirk Jes sagt:

    Hallo Julian,

    zum Aufladen von Kamera-Akkus (und AA-/AAA-Akkus) hat sich das PIXO-Ladegerät bewährt: http://www.wattgeizer.com/products/de/Powerbank-Akkus/PIXO-USB-Akku-Ladegeraet-fuer-Kamera-AAA-und-AA-Akkus.html. Dieses wird an den USB-Port angeschlossen und lädt die eingelegten Akkus auf. Ich lade z.B. meine Canon-Akkus auf – das klappt prima! Wenn Du die Akkus direkt am Solarclaw laden möchtest, benötigst Du noch ein 12V auf 5V-Adapter. So einen wie diesen hier: http://www.wattgeizer.com/products/de/Solar-Zubehoer/Adapter/Kfz-Lade-Adapter-12V-2x-USB-1A-weiss.html.

    Viele Grüße,
    Dirk

  15. ralf sagt:

    Hi Dirk,
    gibt es denn inzwischen die neuer Version des Nomad 7?
    mfg ralf

  16. Dirk Jes sagt:

    Hi Ralf,
    nö, leider immer noch nicht. Goal Zero hat nun in Holland ein Zentrallager aufgemacht, aber die neue Version gibt es leider noch nicht im Verkauf. Lt. Vertrieb ist auch nicht absehbar, wann diese auf den Markt kommt. Immerhin sind für alle Goal Zero-Modelle die Preise deutlich gefallen (Anpassung auf US$-Preise).
    Bleib munter,
    Dirk

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